Kündigung

Der sichere Weg aus dem Onlinevertrag

Ein Onlinevertrag ist oft mit wenigen Klicks abgeschlossen, aber auch die Kündigung stellt meist keine große Hürde da, wenn man ein paar grundlegende Dinge beachtet. Das Wichtigste rund um die Kündigung von Onlineverträgen!

Vertrag© Liv Friis-larsen / Fotolia.com

Die Kündigung eines Online-Vertrags beginnt damit, dass man sich über eventuelle Laufzeiten und Kündigungsfristen informiert. Der nächste Schritt ist die Wahl der Kündigungsform: Brief, Fax, E-Mail... Im "Kleingedruckten" des Anbieters findet man die entsprechenden Informationen. Dann weiß man schon mal, ob man zum Beispiel auch telefonisch kündigen kann, oder ob nur die Wege "E-Mail" oder "Brief" möglich sind oder ob es noch weitere Dinge zu beachten gibt. Danach verfasst man ein Kündigungsschreiben und versendet es an den jeweiligen Anbieter.

Muss man einen Brief schicken, um zu kündigen? Nein. Online-Verträge dürfen seit dem 1. Oktober 2016 auch online und in Textform gekündigt werden. Dies gilt aber nur für Verträge, die nach dem 30.09.2016 geschlossen wurden.

Was ist der Unterschied zwischen Schriftform und Textform?

Was unterscheidet eigentlicht die Kündigung in "Schriftform" von der in "Textform"? Im ersten Fall wird die eigenhändige Unterschrift verlangt, sodass ein kurzer Text via E-Mail nicht ausreicht. Das heißt, das Kündigungsschreiben muss man selbst unterschreiben und dann versenden. Alternativ kann man das Schreiben aber auch einscannen und per Mail abschicken. Im zweiten Fall hingegen wird keine Unterschrift verlangt, hier kann dann ohne Probleme über den Weg der E-Mail gekündigt werden. Die Schriftform stellt also höhere Anforderungen. Für Onlineverträge gilt aber wie erwähnt, dass Kündigungen in Textform zulässig sind. Eine höhere Hürde darf es nicht geben, aber natürlich sind weitere Optionen erlaubt.

Arbeits- und Mietverträge zu kündigen erfordert weiterhin die Schriftform, aber diese Art von Verträgen werden in der Regel auch nicht

online abgeschlossen.

Was muss im Kündigungsschreiben stehen?

Ein Kündigungsschreiben erfordert an sich keine besondere Form. Es ist also egal, ob die Sätze zum Beispiel schief sind, oder ob man erst in der Mitte des Blattes zu schreiben beginnt. Entscheidend ist der Inhalt. Der Grund des Schreibens muss ersichtlich sein und es müssen persönliche Daten vorhanden sein, die eine eindeutige Zuordnung zu einem Kunden erlauben. Optimal sind die Vertragsnummer, die Vertragsbezeichnung (zum Beispiel "Mobilfunkvertrag") und die Kundennummer. Eine persönliche Unterschrift ist wie gesagt nur bei einer Schriftform zwingend notwendig, diese zu setzen ist allerdings nie ein Fehler. Wer das genaue Datum nicht kennt, zu dem er kündigen kann, nennt stattdessen den "nächstmöglichen Zeitpunkt". Zum Schluss bittet man am besten noch um eine Kündigungsbestätigung.

Mit einer Kündigungsbestätigung auf der sicheren Seite

Eine Bestätigung der Kündigung ist wichtig, um den Schritt im Ernstfall nachweisen zu können, und natürlich auch für die Gemütsruhe nicht zu unterschätzen. Die Beweislast liegt im Zweifel nämlich beim Kunden, sodass die Eingangsbestätigung des Anbieters nicht zu unterschätzen ist. Beim Brief sollte man beispielsweise das Einschreiben wählen, beim Fax wiederum hat man das Sendeprotokoll. Dennoch kann es vorkommen, dass mal etwas verlorengeht oder der Anbieter sich einfach nicht meldet und dann bleibt eine gewisse Unsicherheit.

Große Konzerne verfügen teilweise sogar über einen Chat auf ihrer Homepage, den man theoretisch auch zum Kündigen nutzen kann. Man sollte dabei wichtige Daten – wie das Kundenkennwort – bereithalten. Wählt man einen solchen Weg, ist es besonders wichtig, eine Kündigungsbestätigung anzufordern. Ratsam ist auch, nicht auf den letzten Drücker zu kündigen. Erhält man keine Bestätigung, hat man so Zeit, die Angelegenheit weiterzuverfolgen.

Wenn der Anbieter nicht mitspielt

Manche Konzerne machen die Kündigung eines Online-Vertrags mit Absicht komplizierter als sie sein müsste. Zum Beispiel wird eine Online-Kündigung nur "vorgemerkt" und erst mit einem Anruf bei der Hotline wirksam. Dahinter steckt natürlich die Hoffnung, den Kunden mit individuellen Angeboten am Telefon doch noch halten zu können. Wer sich darauf nicht einlassen möchte, wählt am besten einen anderen Kündigungsweg.

Noch ärgerlicher ist es, wenn die Kündigung nicht akzeptiert wird oder überhaupt keine Reaktion erfolgt. In solch einem Fall sollte man Ruhe bewahren und nochmals überprüfen, ob man die Voraussetzungen auf Basis der Allgemeinen Geschäftsbedingungen erfüllt hat oder nicht. Ist man nicht sicher, ob die Kündigung eingegangen ist, hilft vielleicht shcon ein Anruf beim Kundendienst. Kommt es hingegen zu gar keiner Reaktion, dann sollte man die Kontaktaufnahme über verschiedene Wege versuchen und sich auch im Internet über ähnliche Erfahrungen schlaumachen. Der letzte Schritt wäre die rechtliche Hilfe, das heißt, der Weg über einen Anwalt.

Mit der Kündigungsvorlage rechtssicher kündigen

Mit unserem Musterschreiben, welches Sie hier finden, können Sie schnell und - je nach Anbieter - teilweise auch mit Kündigungsgarantie kündigen. Suchen Sie einfach nach dem Anbieter, den Sie kündigen möchten und fügen Sie Ihre persönlichen Daten in die Kündigungsvorlage ein. Danach können Sie Ihre Kündigung direkt online versenden!

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