Grundlagen

So erstellen Sie eine eigene Webseite

Die eigene Webseite ist der Raum, den Sie nutzen können, um Ihre Ideen mit der Welt zu teilen. Dabei ist technisches Wissen hilfreich - aber nicht zwingend nötig. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, dass Sie heute schon mit einfachen Mitteln eine Webseite ins Internet stellen können.

Eigene Webseite© Rawpixel / Fotolia.com

Die Vision der eigenen Online-Präsenz ist verlockend und lädt immer mehr Menschen dazu ein, Blogs oder Webseiten ins Leben zu rufen. Gleichzeitig steht eine vermeintliche Barriere in Form von technischem Nicht-Wissen dem Einstieg im Weg. Dabei gibt es auch für Einsteiger Möglichkeiten, ohne viel Vorwissen online zu gehen.

Der Klassiker: Baukästen für Anfänger

Wenn Sie sich eine schnelle, einfache Lösung wünschen, die trotzdem sehr viele Nutzer zufriedenstellen wird, sind Webseiten und Blogs nach dem Baukastenprinzip sinnvoll. Blog-Hoster etwa bieten kostenlos Webspace an, den Sie dann nach den Regeln des Hosters verwenden dürfen. HTML-Baukästen fallen in dieselbe Kategorie und erlauben gleich den Aufbau einer ganzen Webseite. Der Nachteil ist natürlich, dass bei einem Baukasten die persönlichen Gestaltungsmöglichkeiten limitiert sind. Das kann schnell einschränkend wirken, wenn Sie etwas höhere Ambitionen haben. Beispielsweise haben Sie normalerweise keinen Zugriff auf die Technik des Servers und können auch nicht nachträglich Software oder Plug-ins installieren. Aber, wie bereits gesagt: Wenn Sie das alles gar nicht brauchen, sondern nur eine Anlaufstelle benötigen, wo Sie Ihre Ideen mit der Welt teilen können, sind diese Lösungen völlig in Ordnung.

Webseiten heute: Blog & Co. mit CMS

Die Idee der "klassischen" Webseite erfordert natürlich gewisse Voraussetzungen. Eine Internetpräsenz komplett selbst aus dem Boden zu stampfen, geht nicht ohne grundlegende Kenntnisse zumindest in HTML und CSS. Doch dank diverser Blog- und anderer Hilfsprogramme ist das heute nicht mehr zwingend nötig, um eine Webseite zu erstellen. Stattdessen stellen Content Management Systeme – kurz CMS – eine intuitive Art dar, Webseiten zu designen und zu pflegen. Diese Systeme sind einerseits sehr vielfältig in ihren Funktionen, sodass anspruchsvolle Nutzer auf ihre Kosten kommen. Andererseits haben CMS auch den Vorteil, in ihrer Bedienung simpel zu sein, sodass Einsteiger keine umfangreiche Dokumentation der Funktionen studieren müssen. Ein wenig Technik muss trotzdem sein und hilft, die eigene Seite individueller zu gestalten. Bekannte CMS sind beispielsweise Joomla, TYPO3 oder auch WordPress.

Warum CMS ein guter Einstieg sind

Wie der Name schon sagt, verwalten Sie mit einem CMS Ihre Inhalte. Das können Medien (Bilder, Audio, Videos) ebenso sein wie geschriebener Text. Auch dieser Artikel wurde mithilfe eines CMS eingebunden. Vorteilhaft daran ist der Umgang mit Content: Sie müssen nicht in Webseiten-Code eintauchen, sondern verwalten Inhalte jeglicher Art über ein verständliches Web-Interface. Bilder hochladen, Grafiken in Artikel einfügen, Schriftarten aussuchen, Links setzen: kein Problem, auch ohne HTML, PHP, JavaScript und andere Skript- und Programmiersprachen. Auch Eigenschaften wie Veröffentlichungsdaten können Sie auswählen. Damit könnten Sie einen Artikel heute schreiben und in einer Woche automatisch freischalten lassen. Die Möglichkeiten sind vielfältig – vor allem durch Plug-ins, Erweiterungen, die es in großer Zahl gibt.

Die Wahl des Servers

Kostenlose Blogs funktionieren zwar, für höhere Ambitionen reichen sie aber nicht mehr aus. Völlig ausreichend dimensionierte Server, um Ihre Webseite zu hosten, kosten heute nicht mehr als fünf Euro im Monat. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass der Server die technischen Voraussetzungen für Ihr CMS mitbringt – also etwa das beliebte WordPress. Machen Sie sich auch klar, wie viel Speicherplatz Sie brauchen werden. Text und Bilder z.B. nehmen nicht viel Platz ein, sodass Sie mit nur 100 GB schon gut beraten sind. Der Traffic spielt ebenfalls eine Rolle: Möchten Sie ein großes Publikum erreichen und die Webseite entsprechend bewerben, wird nach und nach auch der Traffic wachsen. Im Zweifelsfall gilt bei allen technischen Daten: Nehmen Sie lieber zu viel als zu wenig, um langfristige Sicherheit zu genießen.

Ausbauen, einbauen und pflegen

Statische Webseiten in reinem HTML eignen sich nur als Start. Besser ist es, wenn Sie die Webseite über Plug-ins aufwerten können. Diese Funktion wird von den meisten CMS unterstützt. Beispielsweise könnten Sie also einen Twitter-Ticker einblenden, Kommentarbereiche schaffen, Anti-Spam-Maßnahmen integrieren und vieles mehr. Der Vorteil an der Modulbauweise ist, dass Ihre Webseite immer schlank und schnell bleibt. Haben Sie etwas identifiziert, was vielleicht ein Performanceproblem sein könnte, schmeißen Sie das Plug-in einfach raus. Denken Sie daran: Kaum etwas ist so wichtig wie die Performance, um Leser zu gewinnen. Niemand möchte eine Minute lang darauf warten, bis eine Webseite geladen ist.

Sicherheitslücken werden von Ihrem Server-Hoster automatisch behoben. Das gilt aber nicht für Plug-ins, die Sie selbst installieren. Vielleicht betreiben Sie einen kleinen Onlineshop auf Ihrer Webseite, den Sie mithilfe eines eCommerce-Plug-ins ins Leben gerufen haben. Um das Update dieses Plug-ins müssten Sie sich dann selbst kümmern. Dies gilt für alle Elemente Ihrer Webseite. Langfristig werden Sie nur Erfolg haben, wenn Sie sich permanent um Ihre Webseite kümmern.

Content, Content, Content…

Warum besuchen Menschen eine Webseite? Weil sie Informationen suchen. Jene Informationen müssen daher in einem einigermaßen regelmäßigen Takt auf der Webseite erscheinen, damit das Interesse der Besucher gewahrt bleibt. Möchten Sie die Webseite daher über einen längeren Zeitraum organisch wachsen lassen, werden Sie auch interessante Inhalte liefern müssen – und zwar regelmäßig. Diese Arbeit dürfen Sie nicht unterschätzen: In der Anfangsphase wird es Ihnen leicht vorkommen, neue Inhalte zu liefern, Funktionen einzufügen und dergleichen mehr. Wie bei jedem Projekt wird jedoch im Laufe der Zeit die Motivation schwinden. Dieser Tatsache sollten Sie bewusst sein und einen Plan entwerfen, um die Webseite auch in "stürmischen Zeiten" am Leben zu erhalten.

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