Weihnachtsshopping

Einkaufen online: Rückgabe, Gewährleistung und Umtausch

Nach den Feiertagen beginnt die Zeit der Rückgaben. Doch worauf kann ich als Käufer pochen und worauf nicht? Bekomme ich mein Geld zurück, oder muss ich Ersatzware nehmen? Worauf man achten muss, wenn man seine Einkäufe zurückgeben will!

Weihnachten© smex / Fotolia.com

Was tun, wenn das im Internet gekaufte Weihnachtsgeschenk beim Beschenkten nicht gut ankam? Oder wenn es defekt war? Fast jede Ware kann innerhalb von 14 Tagen ohne Begründung zurückgegeben werden. Doch Vorsicht: Statt Geld erhalten manche Kunden ungewollt reparierte Ware zurück. Trusted Shops gibt Tipps.

1. Widerrufsrecht

Für Interneteinkäufe haben Verbraucher nach dem Gesetz ein 14-tägiges Widerrufsrecht, das frühestens ab Erhalt der Ware und einer korrekten Widerrufsbelehrung in "Textform" (z. B. per Brief, Fax oder E-Mail) zu laufen beginnt. Der Händler muss also den Käufer darüber informieren, dass er den Vertrag widerrufen kann. Nur in wenigen Fällen, wie bei speziellen Maßanfertigungen oder entsiegelten CDs, ist das Widerrufsrecht ausgeschlossen, worauf der Händler dann hinweisen muss.

Der Käufer kann sein Recht ausüben, indem er die Ware zurücksendet oder den Händler per Brief, Fax oder E-Mail informiert. Um einen Nachweis zu haben, ist ein Widerruf per Einschreiben bzw. eine Warenrücksendung im versicherten Paket ratsam. Der Händler muss dann den Kaufpreis vollständig zurückerstatten, Gutscheine braucht der Käufer nicht zu akzeptieren.

Nur wenn die Ware schon benutzt wurde, unvollständig oder defekt zurückgeschickt wird, sind Abzüge möglich. Die Ware muss nicht originalverpackt sein, und in den meisten Fällen muss der Kunde die Rücksendekosten tragen. Oftmals übernimmt der Händler die Kosten jedoch aus Kulanz.

2. Gewährleistung

Ist eine falsche oder eine defekte Ware geliefert worden, hat der Kunde über das Widerrufsrecht hinaus gesetzlichen Anspruch auf Gewährleistung. Das bedeutet: Der Händler kann die Ware reparieren oder noch einmal neu liefern. Das Recht besteht auch, wenn die Ware auf dem Transportweg beschädigt wurde.

Aber Vorsicht: Entscheidet sich der Kunde für die Gewährleistung, bleibt er an den Kaufvertrag gebunden. Der Kaufpreis wird nur dann zurückerstattet, wenn die Reparatur fehlschlägt oder die Ware nicht mehr lieferbar ist. Wer also die sofortige Rückerstattung des Kaufpreises wünscht, sollte immer ausdrücklich sein Widerrufsrecht einfordern, auch wenn die Ware defekt ist.

Der Mängelhaftung unterliegen auch Privatverkäufer, die ansonsten kein Widerrufsrecht gewähren müssen.

3. Umtausch

Entgegen einer weit verbreiteten Meinung gibt es kein gesetzliches Umtauschrecht, weder im Geschäft noch beim Internetkauf. Sind also mehr als 14 Tage verstrichen, muss der Händler die Ware nicht mehr zurücknehmen. Viele Händler räumen dieses Recht jedoch aus Kulanz ein, allerdings zu eigenen Spielregeln.

Wissenswertes zum Thema
Zum Seitenanfang
Der BT-Navigator
Quicklinks