Nervig oder wichtig?

Was hinter Flash, Java und Javascript steckt

Programme wie Flash und Java nerven immer mal wieder mit Aufforderungen zum Update, Fehlermeldungen oder Ähnlichem. Der ein oder andere würde vielleicht am liebsten alles deaktivieren. Doch was tun diese Programme eigentlich und sind sie nicht vielleicht doch eher nützlich?

mobil arbeiten© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Flash sorgte für bewegte Inhalte im Netz

Flash ist eine Erweiterung für den Browser, die es Homepagebetreibern, Webdesignern und Spieleentwicklern ermöglicht, bewegte Inhalte auf Homepages oder in Games zu erzeugen. Hoher Beliebtheit erfreute sich das Flash-Plugin von Adobe vor allem in den 90er und 2000er Jahren, als das Internet noch in seinen Kinderschuhen steckte, nach wie vor werden allerdings verschiedenste Browserspiele bei Facebook, aber auch Werbeanzeigen oder Teile von Homepages mit Flash realisiert. Fakt ist allerdings auch, dass sich immer mehr Designer und Administratoren bewusst gegen Flash entscheiden, da das unscheinbare Plug-In in jüngster Vergangenheit immer wieder zu Fehlermeldungen und Sicherheitsrisiken geführt hat. Das Unternehmen Mozilla, das für den Firefox Browser verantwortlich ist, hat Flash im Firefox 69 bereits standardmäßig deaktiviert, im Jahr 2020 soll der Support dann endgültig enden. Die Videoplattform Youtube, die früher ebenfalls auf Flash gesetzt hat, greift mittlerweile auf HTML 5 zurück - und viele Webseiten folgen diesem Trend.

Java - beliebte Programmiersprache bei Entwicklern

Hinter Java verbirgt sich kein Plug-In und auch kein Programm, sondern eine weit verbreitete Programmiersprache. Viele Entwickler von Programmen oder Spielen greifen gerne auf Java zurück, da Anwendungen in dieser Programmiersprache nahezu ohne Probleme auf sämtlichen Windows-PCs und Mac-Rechnern laufen. Heute laufen viele Android-Apps mit Java oder mit dem Nachfolger Kotlin. Damit dies möglich ist, muss die kostenlos erhältliche Java-Software allerdings vorab auf dem jeweiligen System installiert werden - dies kann wahlweise durch einen manuellen Download oder durch eine automatische Installation während des Installationsprozesses der zu verwendenden Software erfolgen. Allerdings: Durch die sehr hohe Beliebtheit von Java erlangte die Programmiersprache auch schnell die Aufmerksamkeit von Kriminellen, die durch gezielte Sicherheitslücken Viren und Trojaner auf Geräten mit Java-Unterstützung einschleusen können.

Für das Funktionieren einiger Seiten ein Muss: JavaScript

Auch wenn Java und Javascript recht ähnlich klingen, haben beide nichts miteinander zu tun. Javascript ist ebenfalls eine Programmiersprache, die aber in erster Linie von Administratoren einer Webseite eingesetzt wird - und zwar in deren HTML-Code. Vereinfacht erklärt handelt es sich hierbei um Programmierbefehle, die innerhalb des Codes integriert werden und anschließend eine dynamische Reaktion auf der Homepage auslösen. Früher diente Javascript hauptsächlich dazu, Webseiten dynamisch zu gestalten - das kann beispielsweise eine animierte Uhr, das Öffnen und Anzeigen von Dialogfenstern, die Überprüfung von eingegebenen Daten durch den Besucher sein. Heute sind die Funktionen sehr viel ausgedehnter: So wird die Programmiersprache von Webseiten-Betreibern eingesetzt, um nachzuverfolgen, wie viele Beiträge wie oft geklickt wurden oder wie viele Besucher in einem bestimmten Zeitraum auf einer Homepage gewesen sind. Außerdem wird der Code auch serverseitig eingesetzt, um Webseiten auszuspielen. Mehr und mehr wird Javascript aber auch auf dem Desktop genutzt, z.B. bei Programmen wie Slack oder Spotify.

Möglich wird dies allerdings nur, wenn der Webbrowser auch die Ausführung von JavaScript-Befehlen unterstützt - doch das ist in der Regel bei allen modernen Browsern der Fall. Wer sich hingegen dazu entscheidet, JavaScript zu deaktivieren, profitiert in den meisten Fällen von zugleich deaktivierten Werbeanzeigen auf verschiedensten Homepages. Allerdings kann eine dauerhafte Deaktivierung im schlechtesten Fall auch dazu führen, dass einige Webseiten in Teilen fehlerhaft dargestellt oder überhaupt nicht mehr angezeigt werden.

Java und Flash: Unbedingt die neueste Version installieren

Wer Flash und Java weiterhin nutzen möchte, sollte unbedingt darauf achten, stets die neueste Version zu installieren und keinesfalls auf zur Verfügung gestellte Updates zu verzichten. Zwar kann es durchaus lästig sein, wenn die jeweilige Anwendung nahezu in regelmäßigen Abständen nach einem Update bettelt, dennoch ist es laut Aussage vieler Experten enorm wichtig, Java und Flash stets auf dem neuesten Stand zu halten. Der Grund hierfür ist recht simpel: Immer mehr Hacker leisten sich ein regelrechtes Katz- und Maus-Spiel mit den Entwicklern, bei dem die Cyberkriminellen immer wieder auf Sicherheitslücken stoßen. In der Regel werden diese allerdings schnell von den Entwicklern innerhalb eines neuen Updates geschlossen, sodass man dieses unbedingt installieren sollte, um auf der sicheren Seite zu sein.

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