Fehlende Datenverbindung

Kein Handyempfang - So gelangt man wieder ins Netz!

Wenn der Empfang beim Smartphone schlecht ist oder gar ganz ausfällt, hört der Spaß auf. Im Grunde gibt es drei Bereiche, durch die es zu Störungen kommen kann: Netze, Handy oder SIM-Karte. Wir klären auf, wie man der Ursache auf die Schliche kommt.

Handy Empfang© Petair / Fotolia.com

Angefangen vom Fotoschießen übers Musikhören bis hin zum Chatten bringt ein Smartphone allerlei Funktionen mit sich. Die unterhaltsam-kommunikativen Angebote sind jedoch an die Netzabdeckung und damit an den Empfang des Internetsignals gebunden. Ist dieser eingeschränkt, sinkt der Spaß mit dem Mobilfunkgerät drastisch.

Eine Frage der Örtlichkeit: Netzabdeckung

Ein Smartphone mag zwar in einem WLAN (Wireless Local Area Network), also in einem kabellosen lokalen Netzwerk, alle Dienste erbringen, doch sobald es außerhalb sogenannter Hotspots für Internetzugänge genutzt werden soll, wird die Bedeutsamkeit der Netzabdeckung beziehungsweise –auslastung spürbar.

Sind beispielsweise zu viele Teilnehmer in einem Netz registriert, kann die Empfangsstärke abnehmen. Mitunter fällt das Signal gänzlich aus. Die Folge: Das Handy hat keinen Empfang, man ist nicht zu erreichen, kann keine Anrufe tätigen beziehungsweise Textnachrichten versenden und keine Internetdienste nutzen. Denn die mobile Datenverbindung, der mobile Zugang zum World Wide Web, ist mit der Verfügbarkeit des Mobilfunknetzes verknüpft.

Eine typische Überlastung von Handynetzen ist häufig an Weihnachten und an Silvester zu verzeichnen. Anbieter wie die Deutsche Telekom errichten eigens für diese Tage an Örtlichkeiten wie am Brandenburger Tor mobile Sendemasten, um die Netzabdeckung aufrecht zu halten.

"Weiße Flecken" im Handynetz

Generell problematisch kann sich der Handyempfang auf dem Lande gestalten: "Kein Netz", "Fehlende Datenverbindung" und andere Benachrichtigung flimmern in abgeschiedenen Regionen häufig übers Display – trotz des Ausbaus von LTE (Long Term Evolution), das mit Übertragungsraten von bis zu 300 MB/s aushelfen soll. Durch einen Check der Netzabdeckung können regionale Verhältnisse geprüft werden, sodass die Verhältnisse am Zielort präzise vorherzusagen sind.

SIM-Karte und Smartphone als Störquelle

Gründe für einen eingeschränkten Empfang kann das Umfeld liefern, aber auch das Smartphone an sich. Erste Frage: Ist das Smartphone womöglich defekt? Ist das Handy beispielsweise auf seine seitliche Außenhülle gefallen, kann die Antenne beschädigt sein. In dem Fall bleiben einem oft nur der Umtausch oder ein Neukauf als Lösung für das Problem.

Bei der Nutzung eines neuen Handys beziehungsweise eine neue SIM-Karte kann der Zugang zum Netz ebenfalls gestört sein. Hin und wieder hinkt der Netzanbieter mit der Aktivierung der neuen Karte hinterher. Hier ist Geduld gefragt. Sollte nach dem anvisierten Umstellungstag immer noch kein Handyempfang bestehen, gilt es, die Servicehotline auszufragen. Bei Prepaid-Karten kann es außerdem p assieren, dass die SIM-Karte nach längerer Inaktivität gesperrt wird. Auch hier muss der Anbieter kontaktiert werden. Anders herum könnte auch das Smartphone für eine neue SIM-Karte per SIM-Lock gesperrt sein.

Verlangsamtes Surfen: Handy ohne LTE

Eine weitere Problematik könnte speziell mit dem Surfen im LTE-Netz zusammenhängen. Bei einem neuen Handy, das den Funkstandard der vierten Generation entgegen der Erwartung nicht unterstützt, surfen man eventuell langsamer als es der LTE-Tarif verspricht - trotz kräftigerer CPU und frischerer Software! Ob ein Handy via LTE ins Internet gelangen kann, sollte in den Herstellerangaben oder in der Betriebsanleitung zu finden sein.

Vorgehen bei fehlendem Empfang

Es gibt natürlich Tipps und Tricks, wie man bei schlechtem beziehungsweise nicht gegebenem Empfang wieder online gelangen kann. Beginnen sollte man stets damit, die Einstellungen beim eigenen Smartphone zu checken:
  • 1. Smartphone neustarten
  • 2. Handymodus prüfen (z.B. Flugmodus deaktivieren)
  • 3. Überprüfung des Datennetzes: Ist die mobile Datenverbindung aktiviert und das richtige Netz ausgewählt (beides im Smartphone-Menü oft unter "Einstellungen" – "SIM-Verwaltung" oder "Daten-Optionen" zu finden)?
  • 4. Prüfen, ob eine generelle Störung des Netzes vorliegt
  • 5. Funktionalität der SIM-Karte prüfen (beispielsweise in einem anderen Handy). Gegebenenfalls kann behutsames Reinigen der SIM-Karte das Problem lösen.
  • 6. Bei vorhandenem Netz: Überprüfen der APN-Einstellungen (Access Point Name - Im Smartphone-Menü ebenfalls oft unter "Einstellungen" – "SIM-Verwaltung" zu finden). In der Regel werden die Daten automatisch gesendet. Die korrekten Daten können beim Anbieter erfragt werden.
  • 7. Betriebssystem auf Aktualität und Datenverbrauch von Apps prüfen

Noch immer kein Empfang: Anbieter wechseln

Helfen alle Schritte nicht weiter, bleibt lediglich ein Anbieterwechsel. Derweil führt die Deutsche Telekom in vielen Regionen Deutschlands die Liste der Mobilfunkpartner an. Je nach Region kann aber auch ein Tarif aus dem Hause Vodafone und Telefónica und deren Tochterunternehmen den besseren Empfang liefern. Ein Check der Netzabdeckung ist in jedem Fall Pflicht! Zunächst sollten die Angaben zur Netzabdeckung der Anbieter selbst geprüft werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, besorgt sich eine Prepaidkarte, um den tatsächlichen Empfang in der eigenen Wohnung zu testen. Auch der Austausch mit Freunden, die an einem ähnlichen Standort wohnen oder gerade zu Besuch sind, kann wertvolle Infos zum Empfang liefern.

Eingeschränkte Datenverbindung auf Reisen

Störungen können besonders auch Vielreisende betreffen, wobei zumindest für die Zielorte die Netzabdeckung und eventuelle Störungen im Vorhinein abgeschätzt werden können. Doch sobald man sich mit hohen Geschwindigkeiten zwischen den Sendemasten bewegt, kann durchaus Zeit vergehen, bis der Empfang hergestellt ist. Auf Durchreisen stellt ein eingeschränkter Handyempfang keine Seltenheit dar.

Ein Paradebeispiel für die Problematik (un-)mobiler Datenverbindungen liefern ICE-Züge. So legt ein Bericht der Stiftung Warentest offen, dass der Empfang mobiler Gerätschaften aufgrund der Abschirmung beziehungsweise Bauweise der Waggons massiv beeinträchtigt wird. Sind besonders viele Fahrgäste "on Board" ist das Netz schnell überlastet. Die Deutsche Bahn versucht, dem Offline-Reise-Dilemma durch WLAN-Verteiler und Repeater entgegenzuwirken. Letztere Technik ist allerdings häufig noch an die Breitbandstandards der 90er ausgerichtet. Bei Maximaltempo oder schlechter Netzqualität versagt auch das Semi-WLAN-Konzept.

Wissenswertes zum Thema
Top