Einkauf mit dem Handy

Tipps zur Sicherheit beim Mobile Shopping

Unterwegs eine neue Kamera bestellen oder abends im Bett die Weihnachtseinkäufe machen: Onlineeinkäufe mit mobilen Geräten sind schnell, bequem und überall möglich. Dennoch sollte beim Mobile Shopping auch auf die Sicherheit geachtet werden.

mobiles bezahlen© goodluz / Fotolia.com

Mobile Shopping, also das Einkaufen mit mobilen Geräten wie Smartphone und Tablet, ist mittlerweile weit verbreitet. Mehr als die Hälfte der Nutzer haben schon einmal mit einem Mobilgerät Einkäufe getätigt. Worauf muss man dabei in Sachen Sicherheit achten? Wir haben Ihnen einige Tipps zusammengestellt.

Auf seriöse Shops achten

Wer ausschließlich bei Riesen wie Amazon direkt einkauft, hat mit der Seriosität der jeweiligen Shops kein Problem. Die Sicherheit beim Mobile Shopping wird durch die Betreiber gewährleistet. Kommt die Ware nicht oder in schlechtem Zustand an, erstattet das Unternehmen das gezahlte Geld zurück. Bei den Marketplace-Anbietern tut man allerdings gut daran, auf Bewertungen zu achten. Übrigens generell ein hilfreicher Tipp: Bewertungsportale wie ekomi helfen, häufige Beschwerden und Auffälligkeiten bei unbekannten Online-Shops zu finden.

Unbekannte Onlineshops sind natürlich nicht grundsätzlich unseriös, die Gefahr ist aber etwas höher. Achten Sie bei Händlern, die Sie nicht kennen, vor allem auf folgende Punkte:

vollständiges Impressum vorhanden

transparente und vollständige Kaufabwicklung

alle Kosten sind jederzeit erkennbar

Sichere Datenübertragung (Schlosssymbol und "https" im Browser)

Gütesiegel (zum Beispiel "Trusted Shops" oder "TÜV Süd")

Wenn diese Punkte erfüllt sind, shoppen Sie in fast immer bei einem seriösen Händler. Achten Sie zusätzlich auf die verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten. Seriöse Händler bieten in der Regel immer eine Zahlung auf Rechnung bzw. Vorkasse an. So gehen Sie kein Risiko ein und zahlen erst, wenn Sie die Ware auch tatsächlich erhalten haben.

Sicherheit auf dem Smartphone

Relativ einfach in Sachen Sicherheit haben es Benutzer von Apple-Geräten. Durch das proprietäre Betriebssystem und die strikte Prüfung von Apps durch den Hersteller ist zumindest Schadsoftware auf iPhone, iPad & Co. sehr selten.

Anders als bei Apples iOS lassen sich bei Android auch Apps aus beliebigen Quellen installieren. Neben dem Play Store von Google gibt es verschiedene Stores von Drittanbietern oder Webseiten, auf denen der Download von Anwendungen möglich ist. In den Einstellungen eines Android-Smartphones lässt sich festlegen, dass Apps nur aus dem Play Store installiert werden können. Wenn Sie Apps nur aus dem offiziellen Store herunterladen, verhindern Sie die Installation von Schadsoftware oder gefälschten Apps schon mal zu einem großen Teil und erhöhen damit auch Ihre Sicherheit beim Mobile Shopping. Wenn der Hersteller einer App unseriös erscheint, kann eine kleine Internetrecherche helfen, mehr herauszufinden. Einfach blind installieren solte man vermeiden, selbst wenn das Programm im offiziellen Store angeboten wird.

Beim Installieren von Apps sollte auch auf die Zugriffsrechte geachtet werden. Ist es beispielsweise unbedingt nötig, dass ein Programm für die Navigation auf die Kamera zugreifen darf? Hier können Nutzer getrost auch "Zugriff verweigern" wählen - die App funktioniert oft dennoch problemlos.

Ebenfalls von großer Bedeutung ist es, die Systemupdates durchzuführen. Wie beim Computer auch werden so unter anderem Sicherheitslücken geschlossen. Betriebsysteme und Apps sollten sofort aktualisiert werden, sobald eine solche verfügbar ist. In der Regel erhält der Nutzer hierzu automatisch eine Benachrichtigung.

Das Smartphone selbst sichern

Auch wenn Sie beim mobilen Shopping auf Sicherheit achten, sollten Sie die Sicherheit des Smartphones selbst nicht außer Acht lassen. Mit einer Tastensperre und einem starken Passwort und dem Entsperren per Fingerabdruck verhindern Sie, dass über Ihr Smartphone durch gespeicherte Zahlungsdaten Bestellungen ausgelöst werden können, wenn es in falsche Hände gerät. Banking-Apps etwa können auch noch einmal zusätzlich mit einem Passwort geschützt werden.

Auch der Einsatz einer Antivirus-App kann sinnvoll sein. Daneben gibt es aber noch viele weitere Schritte, um Viren usw. vom Handy und Daten fern zu halten. Wer sensible Daten auf dem Smartphone speichert, sollte in Betracht ziehen, diese mit Hilfe einer Software zu verschlüsseln. Viele Apps fertigen automatisch Backups in Clouds - also Onlinespeichern - an. Über solche Clouds haben Nutzer keine Kontrolle. Das kann gleich zu mehreren Problemen führen- Zum einen könnte die Cloud selbst gehakt werden und unverschlüsselte Daten so in fremde Hände gelangen. Zum anderen könnten auch verschlüsselte Daten im schlimmsten Fall aus der Cloud verschwinden. Das heißt wiederum: Gerade wichtige Inhalte sollten nicht ausschließlich nur online gespeichert werden,

Außerdem müssen Drahtlosschnittstellen nicht rund um die Uhr aktiviert sein. Bluetooth, NFC und WLAN sollten abgeschaltet werden, wenn die Funktionen nicht gebraucht werden. Genauso sollte man bei öffentlichen Hotspots besonders Acht geben. Wer sein Smartphone an einen Rechner etc. anschließt, sollte darauf achten, dass das jeweilige Gerät geprüft wird und vertrauenswürdig ist.

War dieser Artikel hilfreich?

Wissenswertes zum Thema
Zum Seitenanfang
Der BT-Navigator
Quicklinks