Tipps für DSL-Surfer

Router kaufen - das müssen Sie beachten

Wer technisch nicht so versiert ist, hat oft einen ziemlichen Horror vor dem Kauf von Hightech-Geräten. Doch nicht immer ist der Gang zum Spezialisten nötig. Unsere Tipps zum Router-Kauf - worauf gerade Anfänger achten sollten!

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Am liebsten ist es vor allem den nicht so technikaffinen Kunden, wenn sie sich mit einem neuen Router genau zweimal beschäftigen müssen: Einmal beim Kauf und einmal bei der Inbetriebnahme. Letztere kann bei Geräten, die nicht passend vorkonfiguriert sind, schon zu gewissen Schwierigkeiten führen. Deshalb sollte man beim Kauf genau hinschauen, welches Modell zu den eigenen Bedürfnissen passt.

Tipp: Den 5-Gigahertz-Bereich und schnelles WLAN nutzen

Der Großteil der heutigen Router-Modelle hat bereits ein DSL-Modem integriert. Es gibt inzwischen aber auch spezielle Router für jede Zugangsart: So sind bei den Providern oder im Handel Router für den Kabel- oder Glasfaseranschluss oder für den Einsatz mit LTE erhältlich. Notebook, Smartphone, Tablet, Smart TV & Co. lassen sich drahtlos per WLAN verbinden: Dann ist ein WLAN Router gefragt - nur einfache und billige Geräte ohne WLAN lassen sich lediglich per Kabel mit dem LAN-Anschluss verbinden. Wer sich für ein WLAN-Gerät interessiert, sollte sich im Klaren darüber sein, dass sich diese Funkverbindungen aufgrund von Störeinflüssen durch benachbarte WLAN-Netze oft langsamer aufbauen als bei der direkten Verbindung per Kabel. Beachtet werden sollte, dass die Übertragungsraten, den die Hersteller angeben, daher in der Praxis fast nie erreicht werden.

Wer Wert auf eine stabile Verbindung legt, sollte sich nach einem sogenannten Dualband Router umschauen, der gleichzeitig sowohl im 2,4- als auch im 5-Gigahertz-Bereich funkt. Das Fünfer-Band wird nämlich weniger genutzt und ist deshalb nicht so störungsanfällig. Über das 5-GHz-Band lässt sich auch der schnelle WLAN-Standard WLAN AC nutzen, während sich das langsamere WLAN N für das 2,4-GHz-Band nutzen lässt. Wer übers Internet telefonieren möchte, sollte zu einem Router mit integrierter Telefonanlage greifen. Über Router kann man auch Smart Home, also etwa Beleuchtung, Heizung etc, steuern. Wird dies gewünscht, so sollte der Router diese Funktionalität mitbringen. Ebenfalls wichtig: Will man sich Sprachbarrieren bei der Einrichtung ersparen, sollte man auf eine Benutzeroberfläche in deutscher Sprache achten. Die Benutzeroberfläche ist in der Regel über den Browser erreichbar.

Niemals ohne Verschlüsselung

Dass ein kabelloser Router besonders gesichert werden sollte, versteht sich fast von selbst. Nur wenige Geräte werden schon von Herstellerseite so konfiguriert, dass die drei wichtigsten Sicherheitsvorkehrungen gegeben sind: die WPA2-Verschlüsselung, die Passwortsicherung für Software und Router sowie die Abschaltung der Fernkonfiguration. Letztere ist nur dann wichtig, wenn ein externer Techniker auf das Gerät zugreifen muss. Wer auch Gästen eine Internetverbindung per WLAN anbieten möchte, kann bei vielen WLAN-Routern einen separaten WLAN-Gastzugang einrichten.

Immer kabelgebunden starten

Wenn man den Router in Betrieb nimmt, sollte das WLAN-Funknetz zunächst ausgeschaltet und der Rechner mit dem Router über eine Kabelverbindung angebunden bleiben. Wenn man es dann nicht selbst hinbekommt, das Netzwerk einzurichten und die WLAN-Verschlüsselung zu aktivieren, sollte man lieber eine Zeit lang kabelgebunden surfen und sich helfen lassen - keinesfalls aber unverschlüsselt surfen. Unverschlüsselte Netzwerke sind eine Einladung für Datendiebe und gegebenenfalls eine Unterstützung krimineller Handlungen. Die Einrichtung eines WLAN-Zugangs ist aber keine Hexerei: Das erforderliche WLAN-Passwort findet sich meist auf einem Aufkleber an der Unterseite des Routers.

Eigener Router: Updates selber einspielen

Seit August 2016 steht es Kunden frei einen vom Provider zur Verfügung gestellten Router zu nutzen oder einen eigenen Router im Handel zu kaufen. Beim eigenen Router müssen Nutzer sich allerdings selber um Updates kümmern. Die Router-Hersteller stellen regelmäßig Firmware-Updates mit neuen Features und Sicherheitspatches zum Download bereit. Der Vorteil des eigenen Routers: Meist profitiert man schneller von neuen Funktionen als bei den Router-Modellen der Provider, da diese Firmware-Aktualisierungen meist erst mit einiger Verspätung bereitstellen.

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