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Rückgaberecht und Versandkosten bei Amazon: Das sind die Regeln

Die Bedingungen beim Rückgaberecht können bei Bestellungen im Netz manchmal kompliziert sein. Das gilt aber nicht für den weltgrößten Online-Händler Amazon. Allerdings gibt es auf der Plattform auch Unterhändler.

Amazon Bei Amazon und den Verkäufern im Marketplace ist die erste Anlaufstelle für das Rückgaberecht das Online-Rücksendezentrum.© Amazon.com, Inc.

Bei Amazon einzukaufen gehört für viele zum Alltag. Da kann es schon mal passieren, dass ein Artikel nicht den Vorstellungen entspricht oder gar defekt geliefert wird. Natürlich besteht auch bei Amazon ein Rückgaberecht. Die Rückgabe gestaltet sich aber zum Glück sehr einfach, egal, ob bei Amazon selbst oder einem Unterhändler eingekauft wurde.

Die einfache Abwicklung geht auf eine Regeländerung zurück, die seit April 2017 ihre Gültigkeit hat. Mit ihr hat man die Bedingungen für alle gewerblichen Verkäufer/Drittanbieter vereinheitlicht, sodass es dem Käufer noch einfacher gemacht wird. Der Start einer jeden Retoure erfolgt immer im Online-Rücksendezentrum. Dort wird man dann sowohl über den Ablauf als auch über die Versandkosten genau informiert. Ganz ohne Unterschiede geht es aber nicht, diese werden im nachstehenden Absätzen näher erläutert.

Amazon vs. Marketplace-Verkäufer: Ansprechpartner für die Rückgabe

Wer direkt bei Amazon einkauft, für den gelten die nachfolgenden Rücksendekosten. Der Rückversand erfolgt direkt an Amazon. Erfolgte der Kauf über einen Marketplace-Verkäufer, so gelten zwar auch hier die unten stehenden Regeln für einen kostenlosen Rückversand, doch man muss Kontakt mit dem Verkäufer und nicht mit Amazon aufnehmen.

Wann ist der Rückversand bei Amazon gratis?

Ein Rückversand ist grundsätzlich immer dann kostenlos, wenn der Betrag der Bestellung mindestens 40 Euro beträgt und 14 Tage (Widerrufsrecht) nicht überschritten wurden. Es gibt aber auch Ausnahmen, sodass die Preisgrenze ausgesetzt ist. Dies ist dann der Fall, wenn...

- …der Artikel falsch oder defekt ist.

- ...er in die Kategorie "Kleidung und Schuhe" fällt (30-tägiges Rückgaberecht).

Werden diese Bedingungen eingehalten, werden auch die Versandkosten für die Zustellungen erstattet. Achtung: Der Betrag von 40 Euro bezieht sich auf Einzelartikel und nicht auf den Wert einer Sammelbestellung.

Fällt ein von Amazon gekaufter Artikel nicht in die Kategorie "kostenlose Rücksendung", dann zieht das Unternehmen einen Pauschalbetrag von der Erstattung ab. Innerhalb Deutschlands sind das 3,50 Euro.

Rücksendungen bei Marketplace-Verkäufern

Bei Marketplace-Verkäufern kann es zu unterschiedlich hohen Kosten kommen. Wer sich bereits vor dem Kauf darüber informieren möchte, der kann auf den Namen auf den Namen des Verkäufers klicken. Weiter unten auf der Shop-Seite findet sich dann beispielsweise ein Link "Rückgaben und Umtausch" oder die "freiwillige Amazon Rückgabegarantie".

Erscheint anstatt des Verkäufernamens die Angabe, wie oft der Artikel neu und gebraucht verkauft wird, muss auf eine der beiden Optionen ausgewählt werden, worüber dann eine Übersicht aller Verkäufer erscheint. Mit einem Klick auf die jeweilige Bewertung gelangt man zu den detaillierten Informationen zum jeweiligen Verkäufer - darunter dann auch der Tab "Rückgaben, Gewährleistungen und Erstattungen". Die Kontaktaufnahme/Einleitung der Rückgabe erfolgt übrigens in beiden Fällen – also bei Amazon und Marketplace-Verkäufern – über das Online-Rücksendezentrum.

So gibt man einen Artikel bei Amazon zurück

  • 1) Im ersten Schritt ruft man das von Amazon bereitgestellte Online-Rücksendezentrum über den Browser auf.
  • 2) Danach klickt man auf "Artikel zurücksenden" und wählt die jeweilige Ware aus. Dazu muss einfach nur der dahinterliegende Button "Artikel zurückgeben" angetippt werden.
  • 3) Jetzt wird der Grund für die Rücksendung angegeben, bevor dann mit einem Klick auf "Weiter" der nächste Schritt erfolgt. Zusatz: Handelt es sich um einen Marketplace-Kauf, dann blendet sich jetzt die Schaltfläche "zur Bestätigung senden" ein. Dabei wird der Rücksendeantrag geprüft und man bekommt vom Verkäufer einen Retoure-Schein.
  • 4) Im vierten Schritt steht die Angabe der gewünschten Rückzahlungsart an.
  • 5) Ist auch das geschafft, dann kann man auch schon das Etikett via "Rücksende-Etikett drucken" ausdrucken, die "Rücksendungsübersicht" ins Paket legen und das Etikett anbringen.
  • 6) Geschafft, jetzt muss das Paket nur mehr dem jeweiligen Paketdienst übergeben werden.

Über welchen Weg erfolgt die Rückzahlung?

In der Regel kann man sich während dem Rücksendeprozess entscheiden, ob man den Betrag über die ursprüngliche Zahlungsweise (meist Bankeinzug) oder als Amazon-Gutschein zurückerhalten möchte. Wurde der Betrag also vom Konto abgezogen, dann bekommt man diesen von Haus aus – und sofern man sich nicht für den Amazon-Gutschein entschieden hat – wieder auf sein Konto überwiesen.

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