Schutz

Top-Maßnahmen für mehr Sicherheit im Internet

Das Thema Sicherheit im Internet geht wirklich jeden etwas an, der sich auf Webseiten bewegt. Auf Internetseiten finden sich nämlich die unterschiedlichsten Gefahren. Was sind zentrale Maßnahmen, um für mehr Sicherheit zu sorgen?

DatenschutzEin paar wenige Maßnahmen reichen schon, um sicherer im Internet surfen zu können.© Jürgen Fälchle / Fotolia.com

Manche Gefahren, auf die man beim Surfen stoßen kann, sind vergleichsweise harmlos, während andere für richtig viel Ärger sorgen können. Zum Beispiel sind Viren und Phishing-Mails (vermeintlich originale E-Mails, welche allerdings kriminelle Absichten verfolgen) solche Kandidaten. Auf viele Dinge haben wir zwar keinen Einfluss, doch völlig machtlos ist man auch nicht. Dies zeigen die folgenden sechs Tipps, die die Sicherheit erhöhen und das Surfen im Internet sicherer machen.

Tipp 1: Eine Antivirensoftware installieren

Damit Viren und andere Bedrohungen keine Chance haben, gilt es eine aktivierte Antivirensoftware mit stets aktueller Datenbank zu haben. Meist reicht dafür auch eine einmalige Einrichtung aus, alles andere erfolgt automatisch. In manchen Fällen muss sogar nicht einmal ein Programm aus dem Internet installiert werden, denn Betriebssysteme wie Windows 10 sind bereits standardmäßig mit einem ausgestattet. Somit ist von Anfang an eine erhöhte Sicherheit gewährleistet.

Tipp 2: Den Browser regelmäßig updaten

Eine neue Browser-Version bringt nicht immer neue Features mit, hat dafür aber unter der Haube einiges zu bieten. Gemeint sind vor allem Fehlerbehebungen und Fehlerkorrekturen, die ebenfalls zu einer erhöhten Sicherheit im Internet beitragen. Dies ist besonders dann der Fall, wenn bekanntgewordene Lücken offengelegt wurden. Um den Browser auf Updates zu überprüfen, muss man zum Beispiel beim Google Chrome folgende Schaltflächen öffnen beziehungsweise anklicken: Menü>Hilfe>Über Google Chrome. Im Grunde genommen ist das Prinzip aber bei allen Browsern sehr ähnlich.

  • Chrome Version prüfen

    Chrome-Version prüfen: >Menü am oberen rechten Rand >Hilfe >Über Google Chrome

  • Firefox Version prüfen

    Version des Firefox prüfen: >Menü am oberen rechten Rand >Hilfe >Über Firefox

Aktualität sollte übrigens bei allem Programmen das oberste Gebot sein – hier lauert eine größten Gefahren für Angriffe von außen. Lösungen wie eine Firewall usw., die direkt von Windows mitgeliefert werden, sollten immer aktiv sein und auch nicht ausgeschaltet werden, wenn das z.B. Bedingung für die Installation eines anderen Programmes ist.

Tipp 3: Mehr Sicherheit im Internet durch HTTPS

Wenn man im Internet eine Seite aufruft, dann erfolgt zwischen Browser und Webserver (also der Server auf dem die Internetseite liegt) ein Datenaustausch. Von Haus aus ist dafür das Protokoll HTTP verantwortlich, was jedoch nicht verschlüsselt ist. Viele Server würden zwar auch das verschlüsselte HTTPS anbieten, teilen dies aber nicht ausdrücklich mit. Um in Zukunft aber standardmäßig via HTTPS die Daten übertragen zu lassen, gibt es die Möglichkeit, sich hierfür Erweiterungen für den Browser anzuschaffen. Ein kostenloses Programm ist beispielsweise "HTTPS Everywhere".

Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass auch weiterhin Verbindungen über HTTP hergestellt werden, verschlüsselte werden lediglich bevorzugt – Achtsam sollte man also weiterhin sein. Außerdem kann es vorkommen, dass bestimmte Inhalte einiger Webseiten wie Artikelbilder ggf. nicht mehr angezeigt werden.

Tipp 4: Gekürzte Links sichtbar machen

Viele werden bereits auf die kurzen URLs im Internet gestoßen sein, die wesentlicher schicker als die langen Versionen aussehen. Sie haben zwar nichts mit der Sicherheit zu tun, doch dafür lassen sie sich leider relativ einfach für kriminelle Zwecke missbrauchen. Statt einen völlig harmlosen Link zu kürzen (zu einem Online-Shop zum Beispiel), werden oftmals gefährliche Seiten hinterlegt. Da allerdings jeder gekürzte Link sehr ähnlich aussieht, kann man diese Gefahr nicht erkennen. Ist man sich also einmal unsicher, dann hilft die Website von "CheckShortURL" weiter. Dort kann man nämlich die kurze URL einfügen und sich anschließend den „richtigen“ Link anzeigen lassen. Natürlich ist das Ganze kostenlos.

Tipp 5: Den Privatmodus verwenden

Manchmal kommt es vor, dass man auf einem fremden Computer kurz die E-Mails checken oder kurz seinen Facebook-Account aufrufen möchte. Dies ist an sich kein Problem, allerdings kann es die eigene Sicherheit negativ beeinflussen. Loggt man sich am Ende nicht aus, dann merkt sich das Internet die Anmeldung und jeder kann theoretisch im Konto stöbern. Noch schlimmer wäre es bei einem Online-Shop, schließlich geht es hier um richtiges Geld. Damit einem solch ein Szenario aber niemals passiert, gilt es den Privatmodus zu benützen. Jeder moderne Browser ist damit ausgestattet, lediglich vom Namen her kann es Unterschiede geben. Beispielsweise ist es beim Chrome das „Inkognito-Fenster“. Grundsätzlich ist es mit dem normalen Fenster völlig identisch, nur beim Beenden zeigt sich eine Veränderung. Statt sich die Sachen (wie die besuchten Seiten im Internet oder die getätigten Anmeldungen) zu merken, vergisst der Privatmodus diese Informationen. Übersieht man also das Ausloggen am Ende, dann ist es in diesem Fall überhaupt nicht schlimm und man muss sich keine Sorgen um die Sicherheit machen.

  • Firefox Private Browsing

    Private Fenster bei Firefox: >Menü am oberen rechten Rand >Hilfe >Neues privates Fenster

  • Chrome Private Browsing

    Privat surfen in Chrome: >Menü am oberen rechten Rand >Hilfe >Neues Inkognito-Fenster öffnen

Tipp 6: Router sicher machen

Viren kann man ebenfalls beim Surfen fernhalten, wenn man bei seinem Router die entsprechenden Einstellungen vornimmt. Auch hier gilt, die Software immer auf de, neuesten Stand – was aber in der Regel automatisch passiert. Außerdem sollte der Online-Zugang zu dem Router mit einem Passwort geschützt sein. Anstatt des Netzwerkschlüssels sollte ebenfalls ein persönliches Passwort den Router vor dem Zugriff durch Fremde zu schützen.

Immer aufmerksam bleiben

Der wohl wichtigste Tipp für mehr Sicherheit im Internet ist, dass man selbst aufmerksam ist und vorher abschätzt, ob der auszuführende Schritt eine Gefahr darstellt oder nicht. Das Ganze bezieht sich auf alle Bereiche und gilt unter anderem für URLs. Kommt einem ein Link völlig absurd vor und kennt man zudem die Zielseite nicht, dann ist von einem Klick strengstens abzuraten. Das Bauchgefühl spielt also auch beim Surfen im Internet eine wichtige Rolle.

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