Einsteiger-Tipps

Smart Home: So gelingt der Einstieg

Smart Home ist ein Begriff, der schon seit Jahren durch die IT-Welt geistert. So richtig ist das Thema zwar noch nicht im Mainstream eingeschlagen, immer mehr Menschen legen sich aber trotzdem kleinere Smart-Home-Systeme zu. Wir zeigen Ihnen, was Sie von einem Smart-Home-System im Einsteigerbereich zu erwarten haben.

Smart Home© AA+W / Fotolia.com

Der Markt rund um Smart-Home-Produkte ist permanent im Wandel: Es geht hin und her, neue Ideen sprießen permanent aus dem Boden. Das führt zu teilweise rasanten Entwicklungssprüngen und der Tatsache, dass es praktisch keine Technik-Messe ohne Neuigkeiten aus dem Smart-Home-Bereich gibt. Gleichzeitig steht die Vielfalt aber einer weitreichenden Verbreitung in der Bevölkerung im Weg. Funktioniert mein Gerät zusammen mit einem anderen Gerät eines großen Herstellers? Was bedeuten die unterschiedlichen Funk-Standards und sind sie untereinander kompatibel – und wie steuere ich das alles? Die Komplexität des Markts ist also Vor- und Nachteil zugleich. Wir werden versuchen, Ihnen den Einstieg so simpel wie möglich zu machen.

Der Wilde Westen der Automatisierung

Im Moment gibt es noch keinen technischen Standard für Smart-Home-Geräte, der sich weltweit etabliert hat. Vergleichbar wäre dies mit dem Kampf der Blu-ray-Disc gegen die HD-DVD: Erst nach einigen Jahren war ein klarer Sieger erkennbar, der jetzt als Standard gilt. Im Smart-Home-Bereich gibt es ebenfalls noch keinen Standard oder kein großes Unternehmen, das den Ton angibt. Stattdessen „prügeln“ sich viele unterschiedliche Unternehmen und auch Start-ups mit frischen Ideen um die Gunst der Kunden. Aktuell ist ein komplettes Smart-Home-System etwa für den Entertainment-Bereich daher noch mit ein wenig Bastelarbeit verbunden. Es werden eher Personen angesprochen, die kein Problem damit haben, in die Technik einzutauchen und sich intensiv damit auseinanderzusetzen.

Verbreitete Standards

Aktuell verbreitet sind Z-Wave, ZigBee und EnOcean, dazu kommen noch einige selbstgemachte Lösungen wie HomeMatic. Diese erstgenannten drei Namen werden Sie immer wieder entdecken, wenn Sie sich für ein Smart-Home-System entscheiden. Die Standards machen genau das, was Sie vermuten würden: Wenn beispielsweise eine Steuerungszentrale (im Fachjargon: ein Gateway) angibt, dass er mit Z-Wave-Produkten kompatibel ist, können Sie das neu dazugekaufte Gadget auch mit diesem Gateway steuern. Ein Z-Wave-kompatibler Gateway mit etwa einer steuerbaren Lampe im Wohnzimmer, die ebenfalls Z-Wave nutzt, sollte also problemlos umsetzbar sein. Auf Details dieser Art müssen Sie immer wieder achten, wenn Sie sich für neue Smart-Home-Produkte interessieren. Welcher Standard sich am Ende durchsetzen wird, ist bislang natürlich nicht abzusehen.

Anbieter von Smart-Home-Systemen

Relativ bekannt aufgrund der großen Namen sind beispielsweise Systeme wie Qivicon der Deutschen Telekom sowie das RWE SmartHome. Ersteres System setzt beispielsweise auf den HomeMatic-Standard, Empfehlungen für kompatible Produkte liefert die Telekom ebenfalls mit. Via Erweiterung mit einem USB-Stick versteht Qivicon dann auch den ZigBee-Standard, was die potenziellen Partnergeräte dann gleich noch deutlich erweitert. Die Kosten betragen aktuell etwa 130 Euro – wobei dies nur der Preis für den Gateway ist und darin noch keine anderen Produkte enthalten sind. Kaufen Sie anschließend noch Steckdosen, Lampen, Schlösser & Co., steigen die Kosten schnell an. Entertainment: der bislang günstigste Bereich

Intelligente Lautsprecher bei Amazon

Kosten können Sie sparen, indem Sie sich erst einmal für einzelne Produkte interessieren. Verbreitet sind dabei etwa Geräte wie Google Home oder Amazon Echo, aber auch der Chromecast-HDMI-Dongle von Google fällt in diese Kategorie. Verbinden Sie diese Produkte untereinander, könnten Sie etwa einen Befehl wie "Google, streame Serie X auf meinen Fernseher im Wohnzimmer" sprechen.

Anschließend würde Ihre gewünschte Serie etwa über Netflix und den Chromecast-Stick auf dem Fernseher landen. Das ist recht bequem und schon für verhältnismäßig wenig Geld umsetzbar. Außerdem müssen Sie sich in diesem Bereich um Standards noch keine Gedanken machen, da kein "vollwertiger" Gateway angeschafft werden muss.

Intelligente Lautsprecher bei Amazon bestellen Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
Sie können dieses Produkt natürlich auch woanders kaufen; der hier integrierte Werbelink ist ein Vorschlag und stellt weitere Informationen zur Verfügung. Partnerprogramme haben keinerlei Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung, Preise oder Platzierungen in Tarifrechnern.

Ein Blick in die Zukunft

So spannend das Thema Smart Home ist: Bis es keinen verbindlichen Standard für alle Hersteller gibt, wird diese Tatsache der Verbreitung in der Bevölkerung im Weg stehen. Dies war bislang bei allen Technologien der Fall. Sobald diese Hürde aber genommen ist, dürfte es schnell vorangehen. Die zahlreichen Vorteile betreffen nicht nur den Entertainment-Bereich. Da etwa durch die Messung der Heizungsaktivität auch Geld und Strom gespart werden kann, bekommen Nutzer auch handfeste Vorteile in Form von niedrigeren Rechnungen ins Haus – und die Umwelt profitiert auch.

Top