Smart Home

Smarte Lautsprecher: Nutzen und Anwendungsbeispiele

Schon fast zur Grundausstattung in jedem Smart Home zählen auch smarte Lautsprecher à la Amazon Echo, Google Home & Co. Wie intelligent sind diese Lautsprecher wirklich und bei welchen Aufgaben im Alltag können sie helfen?

SmarthomeAmazon Echo, Google Home und Apple HomePod© Amazon.com, Inc. / Google Inc. / Apple Inc. / i12 GmbH

Es ist nicht der Lautsprecher selbst, der "intelligent" ist, sondern das eingebaute Mikrofon. Durch dieses kann der Nutzer mit seinem Lautsprecher reden. Angebunden an das Mikrofon sind Sprachassistenten wie der Google Assistant oder Amazons Alexa. Im Prinzip ähneln diese Geräte daher einem Smartphone, mit dem Sie ebenfalls reden können – nur, dass smarte Lautsprecher stationär sind und nebenbei andere Aufgaben erfüllen als das Handy. Verkauft werden Produkte dieser Art als Assistenten, die das tägliche Leben ein wenig vereinfachen sollen. Unterschiedliche Lautsprecher in unterschiedlichen Preiskategorien decken dabei verschiedene Zielgruppen ab.

Nutzung von smarten Lautsprechern im Alltag

Die beiden großen Platzhirsche in diesem Segment, Google Home und Amazon Echo, werden beide mittels Spracheingabe aktiviert. Sagen Sie "Alexa" oder "Hey, Google", wird der danach gesprochene Befehl umgesetzt. Da beide Geräte sogenannte Far-Field-Mikrofone einsetzen, müssen Sie sich nicht direkt daneben befinden, sondern können einfach in normaler Lautstärke auch auf der anderen Seite des Raums sprechen. Ein Anwendungsbeispiel wären etwa Fragen wie: "Wie hoch ist der Mount Everest?" Google Home erkennt anschließend auch den Kontext der nächsten Frage, sodass Sie eine Folgefrage à la: "Und in welchem Land steht er?" stellen könnten.

Was können Smart-Home-Lautsprecher noch?

Neben dem soeben genannten Beispiel kann man mit smarten Lautsprechern beispielsweise Streaming-Dienste wie Spotify bedienen. Sagen Sie einfach, welches Lied Sie hören möchten, und der Lautsprecher spielt es ab. Außerdem steuern Sie damit auch weitere Smart-Home-Geräte wie etwa Googles Chromecast oder auch die Hue-Lampen von Philips. In der Konfigurationsoberfläche der Lautsprecher binden Sie die Lampen etwa in Amazon Echo ein. Dann sagen Sie: "Alexa, reduziere die Helligkeit um 50 Prozent." Anschließend dimmt der Lautsprecher die Lampen. Zu verstehen sind diese Geräte daher auch als Einstieg ins Smart-Home-Segment, wenn teurere Anlagen spezialisierter Hersteller noch nicht auf dem Plan stehen, aber erste Gehversuche schon einmal stattfinden sollen.

Potenzielle Probleme mit dem Datenschutz

Damit die smarten Lautsprecher via Spracheingabe aktiviert werden können, müssen sie natürlich permanent die Mikrofone eingeschaltet lassen. Das heißt, dass die Spracheingaben auch auf den Servern von Amazon oder Google landen und ausgewertet werden. Was genau mit den Daten geschieht, ist z.B. bei Amazon nur sehr schwammig formuliert. Zwar lassen sich die Lautsprecher auch komplett ausschalten, sodass sie nur via Knopfdruck Befehle entgegennehmen – doch das nimmt dem gesamten Konzept den Wind aus den Segeln und macht smarte Lautsprecher doch wieder überflüssig. Um die Vorteile der Assistenten zu nutzen, muss man also einen gewissen "Lauschangriff" im Eigenheim akzeptieren.

Die Nutzung als produktive Geräte

Bislang beschränken sich die Aufgaben, die Sie mit einem solchen Lautsprecher erfüllen können, vor allem auf den Entertainment-Bereich und die Steuerung von Haushaltsgeräten. Man kann aber beispielsweise auch Termine einsprechen oder abhören. "Welche Termine stehen heute an?" und ähnliche Fragen können hilfreich sein, um in einem vollgestopften Alltag den Überblick zu behalten. Auch neue Termine lassen sich festhalten. E-Mails zu verfassen ist aber noch nicht möglich. Auch können diese Geräte noch keine empfangenen Nachrichten vorlesen. Da jedoch permanent an der Software gearbeitet wird, sollte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis auch dies funktioniert.

Eignen sich smarte Lautsprecher für Musik?

Jeder Lautsprecher hat natürlich den Anspruch, Klang wiederzugeben – also etwa Musik. Grundsätzlich gilt bei smarten Lautsprechern, dass die Wiedergabe über Streaming-Dienste oder auch angeschlossene USB-Sticks kein Problem ist. Musik spielen diese Lautsprecher ohne Probleme ab. Da es sich in der Regel jedoch um eher kompakte Geräte handelt, dürfen Käufer keine allzu gute Soundqualität erwarten. Gerade tiefere Frequenzen brauchen Raum, um sich zu entfalten – sonst wären Subwoofer beispielsweise nicht so groß. Von daher gilt: Für die Musikbeschallung nebenbei reichen die smarten Lautsprecher aus. Echten Fans wird die Klangqualität jedoch nicht reichen.

Fazit: Smarte Lautsprecher als Einstieg ins Smart Home

Von wirklicher Intelligenz sind auch smarte Lautsprecher noch entfernt. Sie sind jedoch unter Umständen eine gute "Einstiegsdroge" in den gesamten Smart-Home-Markt. Für viele einfache Aufgaben sind sie schon jetzt sehr gut zu gebrauchen – wenn Sie sich mit dem Datenschutzbedenken arrangieren können.

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