Zwei Optionen

Der beste Weg ins Netz: Surfstick oder mobiler Router?

Surfstick oder mobiler WLAN-Router – was ist die bessere Option? Beide Geräteklassen verfolgen eigene Lösungsansätze, im Kern steht dahinter jedoch derselbe Zweck: Geräte ins Internet zu bringen. Welche Variante sich für welche Zielgruppe besser eignet, zeigt dieser Vergleich.

InternetzugangSurfstick oder mobiler Router: Was eignet sich für wen?© Tom / Fotolia.com

Surfsticks und mobile Router sind sich technisch ähnlich, im Kern jedoch für zwei unterschiedliche Zielgruppen konzipiert: So könnte eine erste Einschätzung lauten. Sehen wir uns zuerst an, wie die beiden Lösungen funktionieren:

1. Der Surfstick

Dieses Gerät findet Platz in einem freien USB-Steckplatz an Notebooks, Convertibles, Tablets und natürlich auch stationären Computern. Eingelegt in diese Sticks ist eine SIM-Karte, mit der später der Internetzugang bereitgestellt wird. Klassisches WLAN gibt es hier also nicht, stattdessen wird der Zugang heute über LTE oder, falls der schnellere Mobilfunkstandard nicht verfügbar ist, UMTS realisiert.

Vodafone GigaCubeDer GigaCube von Vodafone gehört zu den weniger handlichen mobilen Routern.© Vodafone GmbH

2. Der mobile WLAN-Router

Der Name führt ein wenig in die Irre, da die meisten Käufer an ortsgebundene WLAN-Router beispielsweise zu Hause denken. Stattdessen handelt es sich um kleine Geräte, die ebenfalls eine SIM-Karte aufnehmen können und worüber dann auch die Internetverbindung aufgebaut wird. Anschließend dürfen sich andere Geräte mit dem WLAN-Router verbinden und das Internet nutzen.

Surfstick und mobiler Router: Das wichtigste Unterschied

Der große Unterschied zwischen beiden Geräteklassen besteht nun darin, dass der Verbindungsaufbau über einen Surfstick immer nur für das jeweilige Gerät möglich ist. Befindet sich der Surfstick in einem Notebook, kann genau dieser eine Laptop auf das Internet zugreifen. Theoretisch stehen Möglichkeiten wie Tethering zur Verfügung, um jenes Notebook dann zu einem WLAN-Hotspot umzubauen. Praktisch ist das aber nicht immer.

Mobiles InternetBequem mobil ins Netz gehts mit einem Surfstick.© Gio / Fotolia.com

Ein mobiler Router hingegen stellt für alle Geräte in der Nähe eine Verbindung bereit. Damit könnten Anwender also beispielsweise zwei Notebooks sowie ein Tablet und ein Smartphone gleichzeitig verwenden. Sofern die Internetverbindung schnell genug ist, können dann alle Geräte bequem im Internet surfen. Abgerechnet wird derjenige Datenverkehr, der über die SIM-Karte im WLAN-Router läuft.

Vor- und Nachteile des mobilen Routers

Der mobile Router hat also gegenüber dem Surfstick einen unbestreitbaren Vorteil, denn er kann mehrere Geräte ans Netz bringen und auch solche, die keinen USB-Anschluss haben! Nutzer eines WLAN-Routers für unterwegs müssen sich aber auch über zwei Nachteile im Klaren sein: Erstens besitzen diese Geräte eine beschränkte Akkulaufzeit, zehn Stunden ist ein häufig angegebener Wert. Wer vergisst, den Router zwischendurch zu laden, sitzt also schnell auf dem Trockenen. Die Aufladung über USB ist natürlich möglich, aber im Freien ist das manchmal schwer – denn Bäume im Park haben keine Steckdosen.

Außerdem gilt es zu beachten, dass der gesamte Datenverkehr über eine einzige SIM-Karte läuft. Greifen mehrere Anwender gleichzeitig darauf zu, schmilzt das Datenkontingent für diesen Monat also rapide dahin. Software für die Kontrolle des Datenvolumens ist daher anzuraten, um zu verhindern, dass alle Nutzer plötzlich nur noch mit gedrosselter Geschwindigkeit weitersurfen.

Welches Gerät ist günstiger?

Kommt darauf an: Einzelne Anwender fahren meistens mit einem einfachen LTE-Surfstick besser. Ein sehr günstiger mobiler WLAN-Router für vielleicht 30 Euro kann jedoch noch preiswerter sein. Besteht das Ziel darin, mehrere Anwender mit dem Internet zu verbinden, ist die Router-Lösung praktisch immer besser, da komfortabler. LTE-Sticks haben außerdem den eingebauten Vorteil, dass sie keinerlei Stromversorgung brauchen und in jede noch so kleine Tasche passen. Mobile Router sind zwar ebenfalls nicht besonders groß, aber eben auch nicht so handlich wie ein Stick.

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