Webadressen

Verkürzte Links vor dem Anklicken prüfen

Eine Webadresse kann man mit bestimmten Diensten kürzen, damit lange und umständliche Links besser auf Homepages platziert oder bei Twitter versendet werden können. Doch hinter einer kurzen URL können leider auch Gefahren lauern.

InternetHinter verkürzten Webadressen können Gefahren lauern.© phecsone / Fotolia.com

In sozialen Netzwerken und Blogs findet man oft verkürzte Links. Im Grunde genommen haben die kurzen URLs einen einfachen Zweck: sie sehen besser aus und nehmen weniger Platz weg. Nimmt man zum Beispiel einen Beitrag auf Facebook, dann wird dieser nicht durch einen langen Link "gestört", sondern der Nutzer kann sich besser auf den Beitrag konzentrieren. Wenn die Internetadresse einer Seite sehr lang ist, bricht vielleicht die Zeile um oder man macht eigene URL-Anhänge, die zum Beispiel fürs Tracking nötig sind, auf den ersten Blick für alle sichtbar. Praktisch ist das Ganze auch dann, wenn die Anzahl an Zeichen beschränkt ist. Das kann unter anderem in Gästebüchern, Kommentarfeldern und bei Twitter eine Rolle spielen. Es gibt also genügend Gründe, Kurzlinks zu verwenden.

Das sind die bekanntesten URL-Shortener

Bitly: Um den Dienst nutzen zu können, muss man einfach nur die Webseite von bitly aufrufen, den Link in das Feld einfügen und auf "Shorten" beziehungsweise "Verkürzen" klicken. Fertig, einen Augenblick später ist auch schon die Kurz-Adresse da. Mit bitly gekürzte URLs sehen so aus: "bit.ly/2VDs5ic", für erweitere Funktionen ist eine kostenlose Registrierung notwendig.

TinyURL: Neben Bitly wird auch TinyURL gerne genutzt. Die Links erkennt man an folgender Schreibweise: "tinyurl.com/yb86c7ey". Verglichen mit der Konkurrenz fallen die Adressen eine Spur länger aus, allerdings kann man dafür den Text hinter der Domain frei bestimmen, ohne dass eine Registrierung notwendig ist. Das ist natürlich kein Muss, jedoch eine praktische Option.

Google: Für seinen URL-Shortener nutzte Google die für Grönland stehende Top-Level-Domain (goo.gl). Google hat den Dienst im März 2019 eingestellt, jedoch funktionieren alle bislang erstellten Kurzlinks auch weiterhin.

Darüber hinaus gibt es viele gekürzte Links, die anders aussehen. Manche Unternehmen benutzen auch eigene Kurzformen; Billiger-telefonieren.de benutzt im WhatsApp-Newsletter beispielsweise Links in dieser Form: go.billiger-telefonieren.de/10f7C38.

Warum sind verkürzte URLs ein Sicherheitsrisiko?

Kurze URLs sind nicht per se schlecht, aber sie haben eine Schwäche: Man sieht den Link dahinter nicht. Das heißt, man weiß als Nutzer auf den ersten Blick nicht, wohin die Adresse überhaupt führt. Menschen mit bösen Absichten wissen das auch und verlinken mit gekürzten Links auf unseriöse Internetseiten. Ein Risiko, denn so landet schneller als man denkt eine Schadsoftware auf dem PC. Wenn eine verkürzte URL also von einer Seite oder einem E-Mail-Absender bereitgestellt wird, den man nicht kennt oder dem man nicht vertraut, dann sollte man den Link vor dem Klicken prüfen.

Die tatsächliche URL hinter einem Kurzlink herausfinden

Zum Glück kann man mit wenigen Mausklicks selbst herausfinden, wohin eine Kurz-Adresse führt und dann entscheiden, ob man den Link anklicken möchte oder nicht. Die einfachste Lösung ist die Nutzung von Webdiensten. Öffnet man zum Beispiel "CheckShortURL", kann man im eingeblendeten Feld den Kurzlink einfügen und auf "Erweitern" klicken. Nach einer kurzen Analyse wird die komplette verlinkte URL angezeigt und man weiß, welche Adresse wirklich dahintersteckt. Man kann aber auch eine Erweiterung in seinem Browser installieren. Für Google Chrome steht beispielsweise das kostenlose AddOn "Preview Short URLs" bereit.

Lösungen der URl-Shortener

Bitly stellt selbst eine Möglichkeit bereit, gekürzte Links zu "entrollen". Dazu gibt man den Link in die Adresszeile des Browsers ein und ergänzt ihn um ein "+". Das sieht dann so aus: bit.ly/2VDs5ic+. Nach Betätigung der "Enter"-Taste zeigt bitly die verlinkte URL an. TinyURL wiederum bietet eine Vorschau-Funktion an, die man direkt im Brwoser voreinstellen kann. Es werden dann für alle mit TinyURL gekürzten Links zunächst auf TinyURl geleitet, wo der Nutzer die Zielseite einsehen und entscheiden kann, ob er dem Link folgen möchte.

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