Ankündigung

Corona-Warn-App: Datentraffic wird nicht angerechnet

Der Datentraffic, der bei der Nutzung der neuen Corona-Warn-App entsteht, soll für Nutzer keine Nachteile mit sich ziehen. Deshalb wollen die Mobilfunk-Betreiber dieses Datenvolumen nicht auf den Tarif anrechnen.

Melanie Zecher, 16.06.2020, 12:54 Uhr (Quelle: DPA)
Frau mit Smartphone© kaboompics / Pixabay.com

Die Mobilfunk-Betreiber in Deutschland werden ihren Kunden keinen Datenverkehr berechnen, der durch die neue Corona-Warn-App entsteht. Das kündigte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom AG, Timotheus Höttges, am Dienstag bei der Vorstellung der Tracing-App in Berlin an. Dieses "Zero Rating" werde nicht nur von der Telekom, sondern von allen Providern praktiziert.

Schon viele Nutzer mit Android-Smartphones

Die App laufe "auf den gängigsten Modellen, die wir im Markt haben." In Deutschland seien rund 50 Millionen Smartphones aktiv. "Es kommt aber nicht auf die Gesamtzahl an, weil jeder einzelne Fall zählt." Die Android-Version lag schon nach wenigen Stunden im Bereich zwischen 100.000 und 500.000 Nutzern. Für iOS lägen die Zahlen noch nicht vor.

Höttges betonte, die App sei ein Beweis der Leistungskraft Deutschlands. "Alles ist 'Made in Germany'. Die Server liegen in Deutschland." Von der Entwicklungsarbeit in Deutschland werde auch die Bluetooth-Technik weitweit verbessert. "Wir haben mit konkreten Messergebnissen bei den Bluetooth-Signalen zur Verbesserung der Programmschnittstellen bei Apple und Google beigetragen."

Höttges: Kommunikation wird signifikant beschleunigt

Höttges verwies darauf, die Digitalisierung betreffe nicht nur die Nachverfolgung von Infektionsketten, sondern auch der Testzentren und Labore. "Dadurch wird die gesamte Kommunikation signifikant beschleunigt. Wir gehen davon aus, dass gegenüber dem analogen Prozess bis zu vier Tage gewonnen werden können." Bis zu 20 Prozent der großen Testkapazitäten seien bereits digitalisiert, der Anteil soll schnell wachsen.

Der Technikchef der SAP, Jürgen Müller, verwies auf die starke Beteiligung der Community, weil man einen transparenten Weg verfolgt habe, die App als Open Source zu entwickeln. Die Zusammenarbeit mit Apple und Google sei "auf Augenhöhe" verlaufen.

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