Verlust und Diebstahl

Apps und Notfalldienste zur Handy-Fernsteuerung

Eine Fernsteuerung des Smartphones bietet sich an, wenn ein Handy gestohlen wird oder verlorengeht, oder wenn man administrativen Zugang zu einem Gerät herstellen möchte, dessen Besitzer technisch nicht versiert ist. Einige Grundlagen und Hinweise.

Handy Tarifrechner© Jacob Lund / Fotolia.com

Ältere Menschen tun sich oft mit der Bedienung eines modernen Smartphones schwer. Die Kinder oder Enkelkinder können zwar helfen, doch diese sind natürlich nicht immer da. Um nicht bei jedem Hilferuf sofort eine Fahrt auf sich nehmen zu müssen, kann man ganz einfach auf eine App zur Handy-Fernsteuerung zurückgreifen.

Doch das ist nur ein möglicher Grund dafür, sich einen Fernzugriff einzurichten: Auch für den Fall, dass das Handy gestohlen wird oder verloren geht, kann ein solcher Zugriff aus der Ferne die ausschlaggebende Hilfe sein. Doch wie funktioniert das eigentlich und welche Apps sind besonders gut darin?

So funktioniert das Prinzip der Handy-Fernsteuerung

Im Grunde genommen ist der Ablauf immer gleich. Auf dem Smartphone wird eine entsprechende App installiert, und auf dem Computer wird entweder die dazugehörige Software aufgespielt oder eine vorgegebene URL-Adresse im Browser aufgerufen. Anschließend findet eine Verifizierung statt, die unter anderem durch einen Code erfolgen kann. War dieser Schritt erfolgreich, dann sind PC und Handy via Internet verbunden und auf dem Monitor erscheint ein Abbild des Smartphone-Displays.

Die Möglichkeiten einer solchen Handy-Fernsteuerung hängen stark von der verwendeten App ab. So kann man zum Beispiel die Anrufliste öffnen, auf die Fotos/Videos/Songs zugreifen und SMS verschicken. In vielen Fällen ist auch ein Datenaustausch kein Problem, wobei dies in beide Richtungen erfolgen kann. Muss ein Screenshot gemacht werden, dann ist auch das meist problemlos möglich. Man sollte über eine ausreichend schnelle Internetverbindung verfügen, damit die Bedienung nicht ruckelt.

Warum es auch Konflikte geben kann

Wie für viele Dinge im Leben, gibt es auch bei der Handy-Fernsteuerung Problempunkte. Das ist keine Überraschung, denn durch diese Technik können andere beziehungsweise fremde Geräte überwacht werden. Im Idealfall tut man das natürlich nur, um jemanden zu helfen; überwachen und ausspionieren steht nicht auf der Liste. Jeder Beteiligte sollte daher genau erklärt bekommen, was eine App kann und wozu sie eingesetzt wird. Keinesfalls sollte man eine Fernsteuerung heimlich installieren und dem Besitzer des Geräts nichts davon sagen. Derjenige muss sich zudem im Klaren darüber sein, dass eine fremde Person unter Umständen persönliche Daten zu sehen bekommt. Somit sollte einer Handy-Fernsteuerung nur zustimmen, wenn es gute Gründe gibt und man dem Gegenüber vertraut.

App-Beispiele: TeamViewer und AirDroid

TeamViewer Quick Support: Geht es um die Fernsteuerung eines Computers, dann ist TeamViewer, machem vielleicht vom Arbeitsplatz her vertraut, meist die erste Wahl. Da die Funktionen nach und nach ausgeweitet wurden, kann man jetzt auch sein Smartphone aus der Ferne steuern. Das Ganze nennt sich dann TeamViewer Quick Support und muss sowohl am Handy als auch am PC installiert werden. Danach nur mehr mit der eingeblendeten ID zertifizieren und schon kann zum Beispiel ein Screenshot aufgenommen werden. Die Nutzung ist für den privaten Gebrauch kostenlos, außerdem gibt es die App sowohl für Android als auch für iOS.

AirDroid: Ebenfalls sehr beliebt in dieser Kategorie ist AirDroid. Die App ist kostenlos und kann entweder im jeweiligen Store (Android und iOS) oder über die offizielle Homepage heruntergeladen werden. Wer allerdings über die kompletten Funktionen verfügen möchte, der muss ein Abo abschließen (monatlich oder jährlich). Der Verbindungsaufbau zwischen Handy und Computer erfolgt via Desktop-Client/Browser und via AirDroid-Benutzerkonto. Nach erfolgreichem Aufbau blendet sich ein entsprechendes Abbild des Handys ein und man kann mit der Steuerung beginnen.

War dieser Artikel hilfreich?

Zum Seitenanfang
Der BT-Navigator
Quicklinks