Flexibel

Datenvolumen teilen mit Tarifen für mehrere Personen

Einige Mobilfunkanbieter locken inzwischen mit der Möglichkeit, das Datenvolumen eines Tarifs unter mehreren Personen zu teilen. Wo liegt der Unterschied zu einer MultiSIM-Lösung und für wen bietet sich ein gemeinsames Datenvolumen an?

SIM-Karten© chere / Fotolia.com

Um ein Datenvolumen unter mehreren Personen aufzuteilen, sind mehrere SIM-Karten nötig, deren Datenvolumen individuell berechnet und dann vom großen "Gesamtpool" des Datenvolumens abgezogen wird. Ob sich eine Teilung des Datenvolumens lohnt oder nicht, hängt vom Nutzer ab.

In Deutschland sind es beispielsweise Vodafone und Media Markt, die eine Teilung des Datenvolumens anbieten.

So realisieren Anbieter die Teilung des Datenvolumens

Mit "Super Select" bietet Media Markt unterschiedliche Daten-Flatrates an. Für jede dieser Flatrates ist eine optionale Bestellung einer weiteren SIM-Karte möglich. Insgesamt können sechs unterschiedliche Personen das Angebot nutzen. Neben dem Volumen gewährt Super Select auch die Auswahl unterschiedlicher Minuten- und SMS-Pakete. Die monatlichen Freiminuten oder Gratis-SMS lassen sich für jede SIM-Karte einzeln konfigurieren.

Vodafone bietet im Rahmen von Red+ ebenfalls einen ähnlichen Tarif. Die Anwender teilen das Datenvolumen auf unterschiedliche Personen und Geräte auf, eine Allnet-Flatrate ist ebenfalls in dem Paket inbegriffen (sofern gewünscht). Funktionell unterscheidet sich die Datenteilung bei Vodafone somit kaum vom Angebot von Media Markt.

Ein Tarif – mehrere SIM-Karten

Natürlich gibt es abseits der Beispiele auch noch die Option, einfach eine sogenannte MultiSIM (Telekom), UltraSIM (Vodafone) oder MultiCard (O2) anzuschaffen. Hierbei kann man das Datenvolumen oder andere inkludierte Leistungen eines Tarifs ebenfalls mit mehreren Endgeräten nutzen. Der große Unterschied ist die fehlende Kontrolle: Gibt man einer anderen Person die SIM-Karte, kann diese in Windeseile das komplett Volumen versurfen – und der edle Spender bleibt auf der Strecke. Anders läuft es, wenn man eben spezielle Tarife nutzt, die die Teilung des Datenvolumens kontrolliert ermöglichen.

Funktionsweise der Volumenteilung

Bei Vodafone sorgt eine App für Komfort: Alle Teilnehmer einer Gruppe – also beispielsweise eine Familie – erhalten ein bestimmtes Kontingent an Datenvolumen, das der Anwender selbst festlegt. Ein Beispiel könnte wie folgt aussehen:

Die berufstätigen Eltern bekommen von einem Paket mit einem Volumen von 10 Gigabyte jeweils 3,5 Gigabyte zugesichert. Die auf Plattformen wie YouTube recht aktive Tochter bekommt noch einmal 2,5 Gigabyte vom Paket für ihr Tablet. Der jüngere Sohn, der außer WhatsApp keine weiteren Interessen hat, bekommt für sein Handy die restlichen 500 Megabyte.

Die App erlaubt die Kontrolle des verbrauchten Volumens pro Person und zeigt auch an, wie viel Kapazität vom monatlichen Volumen insgesamt noch zur Verfügung steht.

Vor- und Nachteile der Volumenteilung

Anstelle getrennter Rechnungen erhält der Nutzer dieser Angebote nur eine einzige monatliche Rechnung. Die Kostenkontrolle fällt durch die gesteigerte Übersicht also einfach aus. Weiterhin haben es Eltern leicht, den Verbrauch der Kinder zu überwachen, ohne direkten Eingriff in ihre Privatsphäre vornehmen zu müssen. Die App zeigt nur den Verbrauch an, aber nicht, wofür die Kinder das Volumen verbraucht haben.

Allerdings ist die Volumenteilung an eine anfängliche Konfiguration gebunden, die gerade mit Kindern im Haushalt recht aufwendig sein kann ("Ich will aber mehr als mein Bruder!"). Wer sich darum nicht kümmert und das gesamte Volumen einfach über alle Geräte und Nutzer aufteilt, riskiert hingegen, schnell vor einem aufgebrauchten Volumen zu stehen. Ein wenig Einarbeitung in das Thema ist also unerlässlich.

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