Probleme und Möglichkeiten

Handyanbieter wechseln innerhalb der Vertragslaufzeit

Wenn man einen Laufzeitvertrag abgeschlossen hat, ist man 24 Monate lang an diesen gebunden. Welche Möglichkeiten hat man, wenn man wechseln möchte, obwohl der Handyvertrag noch läuft? Die wichtigsten Infos.

Vertrag kündigen© Zerbor / Fotolia.com

Die Wahl zwischen Prepaid und Vertrag fällt in vielen Fällen auf die zweite Option, Gründe können die komfortable Zahlung oder auch ein neues Handy sein. Die große Auswahl an Angeboten spricht ebenfalls dafür, weniger attraktiv ist dagegen die Mindestlaufzeit. Je nach Tarif liegt diese bei einem oder 24 Monaten, wenn man ein Smartphone mit Vertrag kombiniert, ist man fast immer 24 Monate gebunden.

Doch wie sieht es bei einem Wechsel des Anbieters aus, wenn man einen Laufzeitvertrag eingegangen ist? Was, wenn man vorzeitig aussteigen oder umsteigen möchte? Wenn der Tarif nicht mehr den eigenen Bedürfnissen entspricht oder man sich ein Schnäppchen nicht entgehen lassen möchte?

Wann kann man außerordentlich kündigen?

Hat man einen Vertrag mit einer Mindestlaufzeit abgeschlossen, muss man diesen in der Regel auch bis zum Ende erfüllen. Natürlich kann man auch vorher bereits einen neuen Tarif abschließen. Man ist dadurch aber nicht vom alten Anbieter befreit, denn dieser besteht bis zum Vertragsende auf die monatliche Gebühr.

Eine Ausnahme ist die Sonderkündigung oder außerordentliche Kündigung, die beim Handyvertrag aber nicht ganz einfach ist. Hat man am Wohnort keinen Empfang, gilt das nicht als Kündigungsgrund. Wenn es dagegen dauerhaft Netzstörungen gibt, kann die Sache anders aussehen. In so einem Fall sind aber verschiedene Punkte zu beachten, zum Beispiel muss man seinem Provider zuvor die Chance auf eine Nachbesserung geben. Führt diese nicht zur Behebung des Problems, dann kann bereits vor Ende der Laufzeit gekündigt werden. Da diese Thematik aber sehr umfangreich und oft auch von Fall zu Fall unterschiedlich ist, sollte man sich im Ernstfall den Rat eines Fachmanns (beispielsweise eines Rechtsanwalts) holen. Andere Gründe für eine Sonderkündigung sind Preiserhöhungen, ein Umzug ins Ausland oder der Tod des Vertragsinhabers.

Man kann jederzeit einen neuen Tarif abschließen, den alten grundlos kündigen geht aber nicht.

Den Tarif statt den Anbieter wechseln

Klappt es mit dem Providertausch nicht, dann kann man sich auch mit einem Tarifwechsel beim gleichen Anbieter beschäftigen. Hierauf lassen sich die meisten Anbieter ein, allerdings ist ein kostenloser Wechsel meist nur in höherwertige Tarife möglich. Am einfachsten ist der direkte Kontakt mit dem Anbieter, um den Tarif mit den besten Konditionen zu finden, oft kann aber auch im Online-Kundenbereich der Wechsel in Auftrag gegeben werden. Dabei sieht man dann auch direkt, in welche Tarife man wechseln kann. Vorsicht: Mit einem Tarifwechsel beginnt meist auch die Vertragslaufzeit erneut, der Wechsel sollte also auch gut überlegt sein.

Viele Kunden kündigen schon lange, bevor der Vertrag ausläuft und schließen nicht direkt einen neuen ab. Zum einen verpasst man so die Kündigungsfrist nicht, zum anderen gibt man dem Anbieter auch die Chance, den Kunden mit einem individuellen Angebot zurückzugewinnen bzw. zu halten. Bei einer Vertragsverlängerung sind durchaus Vorteile drin. Diese lassen sich aber nur über eine direkte Kontaktaufnahme abstauben und sind nicht auf der Website des Providers zu finden.

Ein Tarifwechsel beim gleichen Anbieter ist möglich, hat aber auch Nachteile. Bei einer Kündigung locken oft Rückgewinnungs-Angebote.

Die Rufnummer bei einem vorzeitigen Wechsel mitnehmen

Steht der Wechsel des Handyanbieters an, dann möchten viele ihre Rufnummer behalten. Das ist auch bei einem Wechsel aus einem laufenden Vertrag heraus möglich. Man informiert am besten direkt bei der Kündigung den alten Anbieter und bittet um die Freigabe der Rufnummer zur sofortigen Portierung. Dann wird der neue Anbieter mit der Durchführung der Rufnummernmitnahme beauftragt. Ganz wichtig ist hierbei, dass die Kundendaten bei beiden Anbietern genau übereinstimmen. Hat sich beispielsweise der Name geändert, muss man das zunächst korrigieren lassen. Der neue Provider wird anschließend alle erforderlichen Maßnahmen zur Portierung einleiten. Wenn man die Leistungen aus dem alten Vertrag nicht brachliegen lassen, sondern weiterhin nutzen möchte (vielleicht in einem Zweithandy), sollte man die Zuteilung einer neuen Nummer für den alten Vertrag beantragen.

Die Rufnummer kann jederzeit aus dem laufenden Vertrag heraus portiert werden.

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