Von GPRS bis LTE

Mobiles Internet: Geschwindigkeiten im Vergleich

Mobiles Internet ist allgegenwärtig. Egal ob mit Smartphone, Tablet oder Laptop – online überall und jederzeit. Doch wie schnell ist eigentlich welcher Zugang, was kostet das und wer benötigt was? Lesen Sie hier mehr zu HSPA, LTE und Co.!

Mobiles Internet mit Tablet© Antonioguillem / Fotolia.com

Der Name ist Programm: Mobiles Internet ist immer und überall dabei, egal wo man sich gerade aufhält und wie viel Uhr es ist. Realisiert wird es ähnlich der GSM-Handynetze über Sendemasten, welche über ganz Deutschland verteilt sind. Die Daten sendet und empfängt man also über die Luft. Wie gut die Verbindung übers mobile Internet ist, hängt maßgeblich davon ab, wie viele Personen gleichzeitig über den gleichen Sendemast ins Netz gehen.

Dabei betreiben alle Netzbetreiber eigene Netze. In den letzten Jahren hat man das mobile Internet stetig weiterentwickelt, sodass es immer schneller wurde und heute sogar einen DSL-Anschluss überbieten kann. In Zukunft wird mobiles Internet wohl noch weiter an Geschwindigkeit zulegen, was angesichts steigenden Datenverkehrs auch nötig ist.

Mobiles Internet der verschiedenen Generationen

Mit jeder neuen Generation des mobilen Internets wurden die Download- und Uploadraten besser. Vergleicht man die Techniken miteinander, ist LTE die derzeit schnellste Technik auf dem Markt. Bis zu 300 Megabit pro Sekunde sind mit dem derzeitigen Datenturbo möglich. Ebenfalls schnell mit bis zu 42 Megabit die Sekunde ist HSPA+. Alle anderen Internettechniken sind beinahe schon wieder aus unserem Wahrnehmungskreis verschwunden - es sei denn, der Empfang ist schlecht oder der Zugang wird gedrosselt.

Mobiles Internet Tarife

Die zweite Mobilfunkgeneration – der Anfang des mobilen Internets

Erstmalig das mobile Internet nutzen konnte man um die Jahrtausendwende mit GPRS. Hiermit waren 115 Kilobit die Sekunde möglich. Von dieser Technik machte damals kaum jemand Gebrauch – sie war einfach zu langsam. Nimmt man an, dass eine durchschnittliche Website im Jahr 2015 rund 16.000 Kilobit groß ist, benötigt man mit GPRS 2:20 Minuten, bis die Website aufgebaut ist. Auf GPRS folgte EDGE. Immerhin 236 Kilobit die Sekunde waren hiermit möglich – machte jedoch immer noch 68 Sekunden für die durchschnittliche Internetseite.

Mobiles Internet im Kommen: Die dritte Mobilfunkgeneration

Mit damals satten 384 Kilobit startete man in die dritte Mobilfunkgeneration UMTS. Gar nicht so schlecht, bedenkt man, dass zwischen GPRS und UMTS nur wenige Jahre liegen: Genau genommen wurden die UMTS-Lizenzen bereits 2000 versteigert, 2004 waren erste kommerzielle UMTS-Netze verfügbar.

Mit HSPA, der Weiterentwicklung von UMTS, kam die Nachfrage nach mobilem Internet ins Rollen. Mit 14,4 Megabit die Sekunde, alias eine Sekunde durchschnittliche Wartezeit, konnte man flüssig surfen, ohne ewig warten zu müssen. Die kommenden Jahre wurde das HSPA-Netz kräftig ausgebaut, sodass vielerorts heute HSPA+ mit bis zu 42 Megabit die Sekunde erhältlich ist. Somit lädt die durchschnittliche Website innerhalb eines Sekundenbruchteils.

Mobilfunk Geschwindigkeiten© Vodafone

Mobiles Internet der vierten Generation

2010, zehn Jahre nach der UMTS-Auktion, versteigerte man erneut Frequenzen: Diese sollten eine neue Mobilfunkgeneration möglich machen, heute allgemein bekannt als LTE. Beim Erwerb der LTE-Frequenzen verpflichteten sich die Netzbetreiber, als erstes ländliche Gebiete auszubauen, die noch nicht an Breitbandinternet angeschlossen waren. Denn genau das ist LTE: Breitbandinternet. Derzeit sind unter optimalen Bedingungen über 300 Megabit die Sekunde möglich, weit mehr könnten es noch werden. Üblich sind in gängigen Tarifen aber niedrigere Datenraten von maximal 50 oder 100 Mbit/s. Damit lassen sich selbst Videos oder Musik problemlos übers mobile Netz streamen.

Erhältlich ist LTE mittlerweile vielerorts, jeder Anbieter hat jedoch eine leicht abweichende Netzabdeckung, sodass man vor dem Abschließen eines LTE-Vertrags noch mal einen Blick auf die Netzverfügbarkeit werfen sollte.

Noch rasanter als "normales" LTE sind LTE Advanced und LTE Advanced Pro. Und trotzdem steht auch hier schon ein neuer Standard in den Startlöchern: 5G. Der neue Standard soll heutige Geschwindigkeiten bei Weitem übertreffen, wird bereits getestet und 2020 marktreif sein.

Was kostet mobiles Internet?

Verträge für mobiles Internet gibt es (fast) nur mit Volumenbegrenzung. Je nach Tarif kann man das mobile Internet bis zu einer bestimmten Menge an gesendeten und empfangenen Daten mit der vertraglich vereinbarten Höchstgeschwindigkeit nutzen. Damit das Funknetz auf Dauer nicht überlastet wird, dreht der Anbieter jedem der über diese Grenze kommt den Hahn zu, sodass nur noch tröpfchenweise Internet herauskommt – oftmals ein Zehntel der Maximalgeschwindigkeit oder weniger. Teilweise kann man gegen einen Aufpreis auch schnell weitersurfen.

Je mehr Inklusivvolumen man wünscht, desto mehr kostet der Tarif tendenziell, ob LTE oder HSPA ist dabei recht egal. Kleine Tarife fürs mobile Internet gibt es bereits für wenige Euro im Monat. Wahlweise kann man sich auf für Stunden-, Tages- oder Wochentarife entscheiden. Einen passenden Tarif fürs mobile Internet finden Sie ganz einfach über unseren Vergleichsrechner.

Top