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Mobiles Internet: Erreichbare Geschwindigkeiten und Tipps

Mobiles Internet ist aufgrund der wachsenden Anzahl an Geräten wie Smartphones oder Tablets für viele Menschen bereits wichtiger als der Anschluss zu Hause. Welche Höchstgeschwindigkeiten derzeit erreichbar sind, was es mit der Drosselung auf sich hat und wie die Verbindung ohne neue Tarife beschleunigt werden kann, zeigt dieser Artikel.

LTE 4G© Sikov / Fotolia.com

Geschwindigkeiten mit UMTS und LTE

Die derzeitige Maximalgeschwindigkeit durch LTE, welches auch auf Smartphones oder Tablets nutzbar ist, beträgt 100 Megabit pro Sekunde. Theoretisch besteht zwar noch viel Spielraum nach oben, praktisch wird die genannte Grenze jedoch noch nicht überschritten. UMTS, welches durch HSDPA beschleunigt wird, bringt es immerhin auf eine theoretische Maximalleistung von 21,6 Megabit pro Sekunde. Welche der Standards besser ist, lässt sich pauschal nicht beantworten, da es natürlich auf den konkreten Anwendungsfall ankommt: Jemand, der ausschließlich Texte schreibt und sich nicht sehr für Online-Videos interessiert, benötigt keine mobile Internetverbindung im dreistelligen Megabit-Bereich. Weiterhin ist die Speerspitze der Tarife in Form von LTE recht teuer, weshalb sie nur für wenige Anwender wirklich in Frage kommt.

Aber wie schnell ist das Internet wirklich?

Von den erwähnten 100 beziehungsweise 21,6 Megabit pro Sekunde wird beim Anwender stets nur ein Bruchteil ankommen, denn die zur Verfügung stehende Bandbreite wird immer zwischen allen Nutzern innerhalb einer bestimmten Funkzelle – also einem Bereich, der von einem Mobilfunkmast abgedeckt wird – geteilt. Ein Rechenbeispiel verdeutlicht dies: Nutzen zehn Anwender eine Internetverbindung über LTE innerhalb einer Funkzelle, welche 100 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stellt, entfallen nur noch zehn Megabit pro Sekunde auf jeden Anwender. Niemand darf also annehmen, diese theoretische Geschwindigkeit tatsächlich jemals zur Verfügung gestellt zu bekommen. Glücklicherweise ist jedoch auch ein kleiner Teil der genannten Höchstgeschwindigkeit genug, um das Internet angemessen nutzen zu können.

Die ewig drohende Drosselung

Die allermeisten Tarife in Deutschland sind mit einer Drosselung ausgestattet, welche dann greift, wenn das vertraglich zugesicherte Volumen überschritten wird. Wer beispielsweise 500 Megabyte pro Monat herunterladen darf und diese Grenze hinter sich lässt, wird ab diesem Zeitpunkt mit einer langsameren Internetgeschwindigkeit leben müssen, bis der nächste Volumenzeitraum erreicht ist. Was der Begriff "langsam" bedeutet, ist unterschiedlich, häufig greifen die Anbieter jedoch auf Geschwindigkeiten von 64 Kilobit pro Sekunde zurück. Beide Geschwindigkeiten sind deutlich zu langsam, um das moderne Internet ansatzweise zufriedenstellend nutzen zu können. Aber: Für die Übermittlung von Textnachrichten über Apps à la WhatsApp reicht es noch aus, auch E-Mails können nach wie vor gelesen und geschrieben werden.

Länger schneller surfen

Um diese Grenze gar nicht erst zu erreichen, ist es sinnvoll, auf einige Apps und Tätigkeiten unterwegs zu verzichten. Hochauflösende Bilder oder auch das Streaming von Musik sorgen dafür, dass das Limit sehr schnell erreicht wird. Noch schneller geht es mit HD-Videos über Portale wie YouTube. Alles, was mit Mediendaten jeglicher Art zu tun hat, sollte daher am besten zu Hause über WLAN (oder an einem anderen Ort mit einer WLAN-Verbindung) stattfinden. Apps, welche sich im Hintergrund mit häufigen Updates bemerkbar machen – wie vielleicht Navigationsdienste, die Kartenmaterial herunterladen – sind ebenfalls zu vermeiden. Von diesen Tipps abgesehen ist die Verbindung auch nachts meistens schneller, da weniger Anwender eine Funkzelle teilen müssen.

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