Gewinnspiele und Warnungen

Lästige Pop-Ups auf dem Handy loswerden

Pop-Ups versprechen einem beim Surfen mit dem Smartphone manchmal den ganz großen Gewinn, ab und an soll das Gerät von gefährlichen Viren befallen sein. Was hat es mit solchen Angeboten auf sich und wie wird man die lästigsten Formate wieder los?

Smartphone ÄrgerPop-Ups sind leider nicht nur nervig, sondern können auch gefährlich sein.© Minerva Studio / Fotolia.com

Viele Smartphone-Besitzer werden schon mal mit einer Meldung wie "Ihr Gerät ist mit einem Virus infiziert" konfrontiert worden sein. Im ersten Moment bekommt man natürlich Angst, doch diese ist in der Regel zu diesem Zeitpunkt noch völlig unbegründet. Umgekehrt kann man sich über Benachrichtigungen wie "Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Gewinn" leider auch nicht direkt freuen. Hinter den Pop-Ups stecken nämlich ganz oft "nur" hartnäckige Werbeprogramme, die den Nutzer auf eine unseriöse Internetseite locken wollen. Warum sind die Lock-Angebote gefährlich und wie schickt man die Pop-Ups in die Wüste?

Pop-Up-Werbung und seine verschiedenen Arten

Die Werbung auf dem Display soll dazu führen, dass der Nutzer diese um jeden Preis anklickt. Deshalb setzen die Programme auf die vier Hauptarten "Werbung", "Gefahrenwarnung", "Gewinnspiel" und "Gutschein". Im ersten Moment denkt der ein oder andere an nichts Böses und hat ohne nachzudenken auf das Pop-Up geklickt.

Zu den Zielen hinter solchen Werbeformate gehört es, persönliche Daten abzugreifen oder aber ein teures und nutzloses Abo zu verteilen, das über die Rechnung des Providers abgerechnet wird. Solange man aber keine Daten eingibt oder weitere Buttons betätigt, sollte es zumindest noch keine gravierenden Folgen haben.

Darum muss man bei Pop-Ups immer vorsichtig sein

Das Problem ist, dass es so viele unterschiedliche Taktiken von Pop-Up-Werbung gibt. Manche sind tatsächlich "harmlose" Angebote und damit einfach lästig. Andere wiederum wollen einfach nicht verschwinden und drehen einem schon nach einem Klick ein Abo an. Die Gefahr lässt sich also schwer einschätzen, sodass jeder Smartphone-Besitzer in solch einer Situation Vorsicht walten lassen sollte. Taucht ein Pop-Up auf, reicht ein Neustart des Browsers oder Smartphones manchmal nicht aus, das Werbefenster wieder los zu werden.

So wird man die lästige Werbung wieder los

In den meisten Fällen hilft es dann, wenn der Cache vom Internetbrowser geleert wird. Dazu geht man bei den meisten Smartphones in die "Einstellungen", auf "Apps" (beziehungsweise "Anwendungen"), sucht sich die Browser-App heraus und klickt unter "Speicher" auf "Cache leeren". Sollte die Pop-Up-Werbung auch beim Öffnen des Browsers direkt erscheinen, dann ändert man die die Startseite über die "Einstellungen". Bei Chrome findet man das Menü oben rechts in der Ecke (gekennzeichnet mit drei Punkten). Man kann aber gleich im Menü bleiben, denn in den Browser-Einstellungen kann man auch die Cookies löschen. In der Regel ist die gesuchte Schaltfläche unter "Datenschutz" versteckt und nennt sich "Browserdaten löschen".

Reichen diese Maßnahmen nicht aus, dann sollten die auf dem Smartphone installierten Apps genauer unter die Lupe genommen werden. In sehr vielen Fällen ist nämlich eine (oder mehrere) davon für die Pop-Up-Werbung verantwortlich. Das kann sogenannte Malware sein, die man sich mit einer App auf das Smartphone geladen hat und die im Hintergrund arbeitet, Akku frisst und dabei immer wieder Werbung ausspielt. Mit der Untersuchung fängt man am besten bei den zuletzt installierten Apps an, da die Erfolgschancen hier am größten sind. Man kann aber auch eine Suchmaschine zu Hilfe nehmen, um sich über verdächtige Apps zu informieren. Ist das richtige Programm gefunden und deinstalliert, dann sollte auch mit den Werbeeinblendungen Schluss sein.

Der allerletzte Schritt wäre ein Werksreset. Zwar ist der Aufwand aufgrund der Datensicherung (die persönlichen Daten müssen gesichert werden, da diese verloren gehen) größer, doch am Ende gibt es garantiert auch keine Werbeeinblendungen mehr.

Tipp: Grundsätzlich Drittanbietersperre aktivieren

Übrigens: Eine generell wichtige Maßnahme gegen eine hohe Rechnung ist, dass man die Drittanbietersperre bei seinem Anbieter aktiviert. Dadurch können Drittanbieter keine Kosten auf die Handyrechnung abwälzen und man kann von Haus aus gut geschützt sein Smartphone verwenden. Sollte die Sperre nicht schon standardmäßig aktiviert sein, dann reicht ein Anruf oder ein Besuch des "persönlichen Kontos" auf der Homepage aus.

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