Vergleich

Mobile Website oder App: Wo liegen die Unterschiede?

Für beinahe jede Website gibt es mittlerweile Apps. Aber wo liegen eigentlich die Vorteile einer Applikation gegenüber einem Webbrowser? Und wie ist es bei den Varianten eigentlich um das Thema Sicherheit bestellt?

App-DownloadsWo liegen die Vorteile bei der Nutzung einer App verglichen mit einer mobilen Website?© 3Dmask / Fotolia.com

Viele Onlinedienste bieten ihr Angebot mittlerweile auch in Form von Apps fürs Smartphone an. Doch ist das überhaupt nötig? Schließlich kann man doch auch einfach die mobile Homepage des jeweiligen Anbieters mit dem Webbrowser des Smartphones oder Tablet-PCs besuchen. Es gibt aber durchaus Unterschiede.

Apps sind oft praktischer

Zunächst einmal ist die Nutzung von Apps einfach praktisch: Es genügt ein Klick auf die Anwendung, man muss nicht den ganzen Namen einer Seite eintippen. Auch darüber hinaus sind Apps für die mobile Nutzung optimiert: Ein gutes Beispiel hierfür ist die allseits beliebte Wischfunktion, durch die Programmierer den Nutzern von Apps deren Bedienung erleichtern möchten. Ein solches Feature findet man, ebenso wie Gestensteuerung oder Gesichtserkennung, nicht auf mobilen Seiten. Somit ist die Verwendung vieler Apps für den Nutzer deutlich komfortabler.

Online-BankingPraktisch: Mobile Banking per App.© georgejmclittle / Fotolia.com

Unterschiedliche Funktionen bei Apps und mobiler Webseite

Wer sich eine App auf sein Smartphone oder sein Tablet herunterlädt, darf sich zudem oft auf eine größere Anzahl von Funktionen freuen, während eine mobile Homepage oftmals nur eine angepasste Version der eigentlichen Homepage darstellt. So ist beispielsweise die Nutzung des Facebook-Chats nicht über die mobile Webseite des Unternehmens möglich - hierfür muss der Nutzer zuerst die Messenger-App auf sein Mobilgerät installieren. Andererseits können auch Funktionen fehlen, weil der Entwickler der App sich vielleicht auf die wichtigsten beschränkt hat.

Was Apps besser können als mobile Webseiten

Zahlreiche Apps verfügen auch über sogenannte Push-Benachrichtigungen - also Benachrichtigungen, die den Nutzer darüber informieren, dass es innerhalb der App etwas Neues zu entdecken gibt. Diese Push-Nachrichten werden auch dann ausgesendet, wenn die App im Hintergrund läuft, was für den Nutzer natürlich sehr praktisch ist. Mobile Webseiten bieten diesen Service in der Regel nicht an, da der Webbrowser hierfür dauerhaft geöffnet sein müsste. Zudem können die kleinen Programme, die direkt auf dem Smartphone liegen, mit anderen Funktionen verknüpft werden, etwa der Kamera oder der Navigation.

Vorteile von Apps

  • sind praktischer und komfortabler zu nutzen
  • bieten Push-Nachrichten
  • lassen sich mit einem Tipp öffnen
  • verfügen teilweise über einen Offline-Modus

Nachteile von Apps

  • oft problematisch beim Datenschutz
  • benötigen Speicherplatz
  • benötigen regelmäßige Updates

Apps schonen den Akku und das Datenvolumen

Langes Surfen im Internet wirkt sich leider nicht sehr positiv auf den Akku des Smartphones aus - weshalb eine speziell entwickelte App zu bevorzugen ist, die weniger Ressourcen benötigt. Darüber hinaus bringt eine App auch einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil mit sich, da die abgerufenen Daten hier direkt auf dem verwendeten Endgerät abgespeichert werden. Im Gegensatz zur mobilen Webseite müssen somit nicht alle Daten über die Netzwerkverbindung geladen werden - wodurch insbesondere unterwegs das Datenvolumen geschont wird.

Smartphone-NavigationViele Apps haben einen Offline-Modus, etwa zum Navigieren.© Kaspars Grinvalds / Fotolia.com

Viele Apps bieten ihrem Verwender einen sogenannten Offline-Modus an, bei denen Daten vorab auf das Gerät heruntergeladen werden können. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Streamingdienst Netflix, der einen Download von Filmen und Serien via WLAN ermöglicht. Diese Inhalte lassen sich anschließend auch ohne Internetverbindung ansehen.

Thema Sicherheit: Risiken für den Nutzer

Eine im App Store heruntergeladene App ist meist sicher - denn sowohl im Google Play Store als auch im Apple Store werden die Programme vor der Veröffentlichung einer Prüfung auf etwaige Schadsoftware unterzogen. Zwar gibt es insbesondere bei Android immer mal wieder schwarze Schafe unter den Apps; die auf offiziellem Wege heruntergeladenen Anwendungen lassen sich in der Regel jedoch bedenkenlos nutzen. Bei einer mobilen Webseite kann man sein Betriebssystem hingegen leicht mit Viren, Trojanern, Keyloggern und anderen Parasiten verseuchen - weswegen ein gutes Virenschutz-Programm installiert sein sollte.

Bei Apps ergeben sich dafür recht häufig Probleme beim Datenschutz. Oft bezahlt man den Luxus der einfachen Handhabung teuer mit seinen persönlichen Daten. Viele Apps fordern bei der Installation nicht nur den Zugriff auf das Mikrofon und die Kamera, sondern auch auf das Internet, die persönliche Kontaktliste, GPS-Daten, Anrufdaten u.v.m. - also unbedingt vor der Installation der App informieren, auf welche Daten diese zugreifen möchte. Verlangt eine Anwendung zu viele Berechtigungen, ohne dass ein Grund dafür erkennbar ist, sollte man sie entweder nicht installieren oder schauen, ob man die Zugriffe im Nachhinein einschränken kann.

Vorteile mobiler Webseiten

  • schonen den internen Speicherplatz
  • sind nutzbar, auch wenn es keine App gibt
  • erfordern keine Installation oder Berechtigungen

Nachteile mobiler Webseiten

  • verfügen teils nicht über alle Funktionen
  • bieten keine Push-Benachrichtigungen
  • brauchen mehr Akkuleistung und Datenvolumen
  • sind nicht direkt ans Smartpohne angebunden

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