Achtung, Drosselung!

Wie viel Datenvolumen braucht man fürs Handy?

Internetflatrates fürs Handy werden in der Regel danach unterschieden, wie viel Datenvolumen man verbrauchen kann, bevor der Internetzugang gedrosselt und schneckenlangsam wird. Wir haben Tipps für die, die nicht wissen, welches Inklusivvolumen sie brauchen.

WhatsApp Chats© nenetus / Fotolia.com

Wenn man vor der Entscheidung steht, sich einen neuen Handytarif anzuschaffen oder aber eine Surfoption zum bestehenden Tarif zuzubuchen, hat man oft mehrere Wahlmöglichkeiten. Soll man sich für die Option mit 500 Megabyte (MB) entscheiden? Oder braucht man 1 Gigabyte? Soll man lieber ein paar Euro drauflegen, um gleich mehrere Gigabyte (GB) zur Verfügung zu haben?

Viele können sich nicht wirklich vorstellen, was die Angaben beim Datenvolumen bedeuten und können demzufolge ihren Bedarf nicht einschätzen. Auch wenn man weiß, dass man eine halbe Stunde täglich mit dem Handy mobil im Web surfen will, kann man noch keine konkrete Aussage über das Datenvolumen machen, das verbraucht wird. Neben der Dauer des Ausflugs in Internet ist vor allem auch wichtig, was genau man dort tut. Nicht vergessen sollte man außerdem, dass sich manche Apps selbstständig mit dem Internet verbinden und im Hintergrund Daten down- und uploaden.

Wie viel Datenvolumen verbraucht was?

Hier einige Beispiele dafür, welche Aktivität im Internet wie viel Datenvolumen verbraucht:

  • Skype-Anruf: ca. 1 MB pro Minute zum Festnetz, 3 MB pro Minute zu Skype (mehr mit Video)
  • E-Mail verschicken: einige KB ohne Anhang oder Bilder
  • Foto verschicken: Je nach Auflösung, ca. 1-4 MB
  • Messenger (z.B. WhatsApp): ca. 1-2 KB pro Nachricht
  • Fahrplanauskunft abfragen: ca. 200 KB
  • Fünf Minuten Youtube-Video: 10-25 MB, in HD-Auflösung deitlich mehr
  • Apps herunterladen: z.B. Wetter.de knapp 1 MB, Angry Birds 16 MB (Android)
  • Musik hören übers Internet, z.B: bei simfy: Bis zu 1 MB pro Minute
  • Video-Live-Stream: Mehrere hundert MB beispielsweise für ein Fußballspiel

Mit einem Inklusivvolumen von 500 MB sollte man also hinkommen, wenn man wenig datenintensive Anwendung nutzt, wie z.B. Mails checkt, einen Instant Messenger nutzt und ein bisschen surft. Viel Datenvolumen braucht, wer regelmäßig bei Youtube Videos anschaut, Musik herunterlädt, online spielt oder Fotos verschickt. Am besten überlegt man sich also, was man mit dem Handy machen möchte und rechnet den ungefähren Verbrauch hoch.

Datenverbrauch über den Messenger regulieren

Natürlich sind die obigen Werte lediglich Richtwerte, wie es beispielsweise WhatsApp sehr anschaulich zeigt: Jede versendete Nachricht benötigt 1-2 MB, aber auch empfangene Nachrichten, versendete Bilder, Videos, Sprachnachrichten und Dokumente müssen bedacht werden. Hierbei kann man das meiste noch nicht ein Mal selbst steuern, schließlich ist man in zahlreichen Gruppen und schreibt mit einer Vielzahl an Freunden, welche munter Daten versenden. Das Telefonat via WhatsApp schlägt ebenfalls mit rund 1,5 Megabit pro Minute zu Buche.

Wer das verbrauchte Datenvolumen möglichst gering halten möchte, findet in den Einstellungen von WhatsApp Möglichkeiten zur Reduzierung des Datenverbrauchs. Unter Datennutzung lässt sich festlegen, welche Daten WhatsApp unterwegs, zuhause und im Ausland laden darf, ein weiterer Fingertipp auf Netzwerk-Nutzung verrät, was man insgesamt bereits an Datenvolumen via WhatsApp verbraucht hat.

Mehr Datenvolumen, günstigeres Internet

Grundsätzlich gilt, dass viele Internetseiten immer datenintensiver werden. In Zeiten von schnellem Internet sind zahlreiche Webseiten innerhalb von Sekundenbruchteilen geladen. Nutzt man dann wie mit dem Handy volumenbegrenzte Tarife, können die überladenen Websites jedoch schnell lästig werden. Gleichgeschaltet mit dem Trend zu Medien-geladenen Internetseiten geht jedoch auch der Trend zu günstigeren Handytarifen. In vielen All-Inclusive-Tarifen gibt es ein gewisses Internetkontingent ohne Aufpreis dazu, selbst mehrere Gigabyte LTE-Volumen sind bezahlbar geworden.

Was passiert, wenn das Datenvolumen überschritten ist?

Wer sein Datenvolumen zu gering wählt, der muss nicht fürchten, dass von jetzt auf gleich das mobile Internet nicht mehr funktioniert. Denn Zugang zum www hat auch noch, der sein Inklusivvolumen überschritten hat – nur mit deutlich geringerer Geschwindigkeit. So wird surfen wie zu Zeiten des Modems zur Geduldsprobe. Die einfachsten Websites brauchen einige Sekunden bis Minuten, bis sie angezeigt werden. So empfinden viele das gedrosselte Surfen nahezu so, also ob das Internet komplett abgestellt worden wäre.

Daher bieten einige Tarifanbieter einen "Service" an, der sich Datenautomatik nennt. Wird das gebuchte Highspeed-Volumen knapp, informiert der Anbieter den Nutzer und bucht bei Drossel-Gefahr automatisch zusätzliches, aber kostenpflichtiges Datenvolumen hinzu. Selbstverständlich kann man diesem wiedersprechen, bei manchen Anbietern dauerhaft, bei anderen muss man es jedes Mal aufs Neue tun. Am besten man wirft einen Blick in den eigenen Handyvertrag, ob dort eine Datenautomatik erwähnt wird.

Wo finde ich den passenden Surftarif für mein Handy?

Internetflats fürs Handy gibt es bei nahezu jedem Handyanbieter. Ein guter Start ist ein Tarifvergleich mit dem Handyrechner. Die interessantesten Tarife kann man sich dann näher anschauen. Man hat die Wahl zwischen Komplettangeboten inklusive Internet (hier kann man das Datenvolumen eventuell über ein Upgrade erhöhen) oder einem einfachen Tarif mit zubuchbaren Surfoptionen.

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Flats ohne Laufzeit testen

Wer nicht unbedingt einen Laufzeitvertrag eingehen möchte, der kann sich auch für einen Prepaid-Tarif oder einen Tarif mit kurzer Laufzeit entscheiden. Oft sind auch Optionen monatlich zu- und abbuchbar, sodass man die Flats erst einmal testen kann. In den Einstellungen des Smartphones kann man häufig den Datenverbrauch nachvollziehen, ansonsten helfen verschiedene Apps, die den Datenverbrauch festhalten, um den passenden Tarif zu wählen und später auch zu kontrollieren. Der Idealfall ist, mit dem gebuchten Datenvolumen ohne Drosselung bis ans Monatsende zu kommen, aber auch nicht zu viel teuer bezahlten Überschuss an Internetvolumen zu haben.

Tipps zum Sparen von Datenvolumen

  • Mobile Versionen von Webseiten nutzern – diese sind weniger datenintensiv als die "normalen" Seiten. Wenn Apps vorhanden sind (Wetter, Bahnfahrplan), lieber diese nutzen. .
  • Datenintensive Dienste wie das Herunterladen von Apps oder Musik über WLAN durchführen.
  • Automatische Aktualisierungen, etwa von Apps, ausschalten und diese manuell durchführen, wenn ein WLAN-Zugang verfügbar ist.
  • •Verbrauchtes Volumen im Auge behalten. Sowohl Android als auch iOS bieten in den Einstellungen einen Überblick über verbrauchtes Internetvolumen und schlüsselt den Bedarf nach App auf. Hier lässt sich auch festlegen, wie viel jede App verbrauchen darf. Man hat die Möglichkeit nicht benötigte Apps vom Netz zu nehmen oder sich benachrichtigen zu lassen, sobald eine App ein bestimmtes Datenvolumen überschreitet. .
  • Wenn das Datenvolumen knapp wird, auf das Herunterladen von Musik oder das Streamen von Videos lieber verzichten. Bei Videos niedrige Auflösung wählen.
  • Beim Checken von Mails Anhänge nicht mit dem Handy öffnen. Freunde bitten, keine großen Bilder etc. über Messenger zu versenden.
  • WLAN so häufig wie möglich nutzen. An vielen öffentlichen Plätzen (Restaurants, Cafés, Bibliotheken, Bahnhöfe…) ist mittlerweile kostenloses WLAN zu haben. Wann immer ein solches vorhanden ist, sollte man auf dieses ausweichen – denn wie könnte man mehr Datenvolumen einsparen, als es gar nicht erst zu nutzen?
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Fürs Tablet oder den Laptop gibt es spezielle Tarife für die Internetnutzung unterwegs. Mit unserem Rechner für mobiles Internet kann man diese Tarife ganz einfach vergleichen.

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Mobiles Surfen im Ausland kann ohne passenden Tarif eine echte Kostenfalle sein. Wer unterwegs nichts aufs Internet verzichten kann, kann zu speziellen Prepaid-Karten greifen.

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