Die Qual der Wahl beim Mobilfunkvertrag

Den passsenden Mobilfunkvertrag auszusuchen, stellt für viele eine Hürde dar. Schließlich gibt es schier unzählige Möglichkeiten und Optionen. Eins ist aber klar: Wer einen alten Vertrag ewig laufen lässt und sich nicht darum kümmert, zahlt mit allergrößter Wahrscheinlichkeit drauf. Auf was sollte man bei der Wahl des Handyvertrags achten und was sind die wichtigsten Optionen?

Mobilfunkvertrag mit oder ohne Handy?

Die erste Frage, die man sich wohl stellen sollte, ist, ob man auch ein neues Smartphone benötigt. Das Gerät kann nämlich auch zusammen mit einem Handyvertrag gekauft werden. Klar gibt es Smartphones auch unabhängig von einem Vertrag, aber vielen fehlt das nötige Kleingeld, um das Smartphone ihrer Wahl direkt in einer Summe bezahlen zu können.

Aber was lohnt sich mehr? Preislich gesehen ist es oftmals günstiger, das Smartphone gelöst von einem Vertrag zu kaufen. Wer unabhängig von einem Anbieter bleiben und sich nicht über zwei Jahre an ein und denselben Anbieter binden will, dem bleibt gar nichts anderen übrig. Ein Handy mit Vertrag wird nämlich in der Regel über zwei Jahre abbezahlt. Glücklicherweise gibt es aber auch Tarife mit Handy, bei denen der Aufpreis für das Gerät nur gering ausfällt oder ein Aufpreis sogar gänzlich entfällt.

Günstige Handytarife finden

Handyfinder und Tarifrechner: Gezielt zum richtigen Mobilfunkvertrag

Egal ob es der ein Mobilfunkvertrag mit oder ohne Handy sein soll, bei Billiger-Telefonieren.de unterstützen wir Sie bei der Suche nach beiden Vertragsarten: Mit Handy oder sogenannte SIM-only-Tarife.

Zum einen bieten wir den Handyfinder an, mit dem zunächst das Wunschgerät ermittelt wird. Mit dem Finder können aus dem gigantischen Pool an Smartphones auf dem Handymarkt über Ergebnisfilter etwa Hersteller oder Anforderungen an die Kamera festgelegt werden. So ist das passende Smartphone schnell gefunden. Bei unserem Handytarifrechner können ebenfalls allerhand Filter genutzt werden, um den passenden Tarif schnell zu ermitteln, wie etwa das gewünschte Datenvolumen oder die Vertragslaufzeit.

Leistungen beim Mobilfunkvertrag: Worauf kommt es an?

Einige wissen genau, was Sie sich von ihrem Mobilfunkvertrag wünschen. Folgender Abschnitt richtet sich aber eher en diejenigen, die nicht so recht wissen, welche Komponenten bei der Wahl des Smartphone-Tarifes wichtig sind.

  • Datenvolumen: Für mobile Surfer das A und O
    Die allermeisten wollen selbstverständlich ihr Smartphone nutzen, um damit auch im Netz surfen zu können. Mobilverträge werden beispielsweise mit 500 MB, 3 GB oder über 15 GB inkludiertem Datenvolumen angeboten – zumeist immer als Flatrate. Was bedeutet das und wie viel Datenvolumen ist eigentlich genug? Zunächst einmal zur Klärung: Datenvolumen wird in der Regel als Flatrate angeboten. Warum gibt es dann überhaupt eine Grenze? Das Stichwort ist hier die Surfgeschwindigkeit: Letztendlich kann unbegrenzt gesurft werden. Überschreitet man jedoch das inkludierte Datenvolumen, dann wird die Surfgeschwindigkeit gedrosselt. Wer einen LTE-Tarif abgeschlossen hat, kann die damit erreichbaren Geschwindigkeiten also nicht mehr nutzen. Mit den dann verfügbaren Geschwindigkeiten können beispielsweise noch E-Mails geprüft, aber nicht mehr Videos gestreamt werden. Und für das Öffnen von Webseiten muss einiges an Geduld aufgebracht werden, wenn es denn überhaupt funktioniert.
  • Wie viele Mbit/s und Datenvolumen sind genug?
    Wie viel Datenvolumen wird also benötigt? Wer immer und überall uneingeschränkt auf das Netz zugreifen und Funktionen mit hohen Datenverbrauch nutzen möchte (Videos streamen, Bilder hochladen), der sollte nach Tarifen ab 5 GB Ausschau halten. Wer nur ab und an im Messenger chatten will, für den können 1 GB ausreichend sein. Vor allem stört es dann vermutlich nicht, wenn am Ende des Monats gedrosselt gesurft werden muss. Zunehmend haben die Mobilfunker auch Tarife im Angebot, bei denen das verfügbare Datenvolumen monatlich flexibel angepasst werden kann. Das bietet sich natürlich besonders für diejenigen an, die unsicher sind bezüglich ihres monatlichen Verbrauchs als auch für diejenigen, bei denen der Bedarf stark variiert. Bei der Surfgeschwindigkeit verhält es sich ganz ähnlich, wie mit dem Datenvolumen. Die entsprechende Größe errechnet sich aus dem Bedarf. Unser Ratgeber zur Handy-Geschwindigkeit berät zu diesem Thema ausführlich.
  • Was ist eine Datenautomatik?
    Wenn das beim Handytarif inkludierte Datenvolumen für das Surfen im Internet aufgebraucht ist, greift bei einigen Handyverträgen eine sogenannte Datenautomatik. Das bedeutet, dass zusätzliche GB mit schneller Surfgeschwindigkeit kostenpflichtig zur Verfügung stehen. Einige Tarife sehen so eine Aufladung sogar zwei oder dreimal pro Monat vor. Wer einen solchen Dienst zusätzlich zu seiner Flatrate wünscht, sollte solche Angebote näher betrachten. Bei einigen Tarifen kann die Datenautomatik aber auch abgeschaltet werden – das würden wir grundsätzlich auch empfehlen.
  • Wann macht eine Allnet-Flat Sinn?
    Allnet-Flat ist eine Option bei Mobilfunkverträgen, bei denen für Gespräche in das Festnetz und in alle Mobilfunknetze keine zusätzlichen Kosten berechnet werden. Die Option ist für Vieltelefonierer geeignet, die sorgenfrei Gespräche führen wollen. Wer bereits eine Telefonflat bei seinem Festnetzvertrag verfügt, sollte überlegen, ob beide Flatrates wirklich benötigt werden. Es werden nämlich auch Minutenpakete bei Smartphone-Verträgen angeboten, die im monatlichen Preis enthalten sind. Wird darüber hinaus telefoniert, rechnet der Handyanbieter jede einzelne Minute extra ab. Als Kostenschutz kann über das Smartphone aber mitverfolgt werden, wie viel von dem Minutenpaket schon verbraucht wurde. Viele Anbieter bieten das auch im jeweiligen Kundenportal an.

Das richtige Handynetz wählen

In Deutschland gibt es mehrere Netzbetreiber, die eigene Mobilfunkverträge anbieten oder aber ihre Netze anderen Firmen zur Verfügung stellen, die wiederum eigene Angebote bereithalten. Neben dem Service ist bei der Wahl des Unternehmens grundlegend eine Frage wichtig: Habe ich mit dem gewünschten Anbieter auch Handyempfang? Bei der Beantwortung helfen die Übersichtskarten der Netzbetreiber zur Netzabdeckung. Wer seine Nachbarn gut kennt, kann auch hier vielleicht mal nachfragen, welche Erfahrungen sie gemacht haben.

Bei Netztests wurde in der Vergangenheit häufig das Netz der Telekom am besten bewertet, gefolgt von Vodafone und Telefónica Deutschland. Von der Qualität her ist es dann egal, ob man einen Vertrag bei der Telekom selbst oder einen Discounter-Handytarif abschließt, der das Telekomnetz nutzt – Signalstärke und Co. sind dann gleich. Im Vodafone-Netz ist man mit beispielsweise mit Otelo und 1&1 unterwegs. Das Netz der Telekom wird auch von der Tochterfirma Congstar genutzt, die Tarife von Klarmobil werden sowohl im Netz der Telekom, von Vodafone als auch von Telefónica realisiert.

D-Netz und E-Netz: Was ist der Unterschied?

Das Netz der Telekom wird auch "D1-Netz" genannt, das von Vodafone "D2-Netz" und das von Telefónica Deutschland "E-Netz". Der Unterschied bei den Netzen ist ein technischer: Ihnen liegen verschiedene Frequenzbereiche zugrunde. Wie bereits erwähnt, ist der Handyempfang und damit auch der Ausbau des Mobilfunknetzes bei der Tarifwahl entscheidend. Alle Netzbetreiber arbeiten beispielsweise daran, ihr LTE-Netz auszubauen, aber nicht bei allen gelingt das gleich schnell. Auch für LTE gibt es spezielle Übersichtskarten.

Laufzeit oder Prepaid: Beim Mobilfunkvertrag sind viele Varianten möglich

Viele sind fälschlicherweise der Meinung, dass LTE-Geschwindigkeit, Allnet-Flat und Co. – also wirklich umfangreiche Handytarife, nur in Verbindung mit einer langen Vertragslaufzeit erhältlich sind. Das stimmt aber nicht. Auch Prepaid-Tarife sind breit gefächert, was ihre Leistungen betrifft. Zudem hat sich in den letzten Jahren das Angebot der Tarife mit monatlich kündbarer Laufzeit stark vergrößert. Wer lediglich einen Vertrag für sein Zweithandy sucht oder nur hin und wieder ein Handy nutzt, steht mit einem Prepaidvertrag ohne regelmäßige Kosten besser dar.

Aktuelle News
  • SIM-Karten

    O2-Kunde bekommt 225.000 Euro Guthaben ausgezahlt

    Ein Telefónica-Kunde nutzte eine Marketingaktion für sich: Er sammelte 225.000 Euro Guthaben auf über 500 SIM-Karten an. Jetzt hat ein Gericht entschieden, dass der Mobilfunkanbieter dieses Guthaben auszahlen muss.

  • congstar

    Congstar-Kunden können gratis auf eSIM umsteigen

    Constar bietet seinen Postpaid-Bestandskunden an, kostenlos von einer regulären SIM-Karte auf eine eSIM umzusteigen. Der Wechsel soll binnen 30 Minuten abgeschlossen sein. Vorher sind aber ein paar Vorbereitungen nötig.

  • Umspannwerk

    Studie: 5G-Standard frisst erhebliche Mengen an Strom

    Durch den Mobilfunkstandard 5G steigt der Stromverbrauch einer Studie von Energieversorger Eon zufolge erheblich an. Das liegt maßgeblich an den vielen Rechenzentren, die für den Ausbau des Standards benötigt werden.

Hilfreiche Ratgeber
  • Zeit
    App-Tipps

    Drei empfehlenswerte Kalender-Apps für Android

    Wer den Google-Kalender nicht nutzen mag, der findet im Play Store eine riesige Auswahl an Kalender-Apps. Welche Android-Kalender sind zu empfehlen? Wir stellen drei beliebte Anwendungen kurz vor.

  • Smartphone-Akku
    Smartphone-Tipps

    Wenn Hintergrund-Apps Akku und Datenzähler belasten

    Nicht aktiv genutzte Apps, die dennoch im Hintergrund laufen, können den Akku, den Arbeitsspeicher und auch das Datenvolumen belasten. Wir geben Tipps, wie man besonders aktive Apps aufspürt und stoppt.

  • Smartphone Ärger
    Reset

    Was bringt der Neustart eines Smartphones?

    Wird das Smartphone immer langsamer und stürzt ab, wird gern zu einem Neustart geraten. In welchen Fällen ist das wirklich sinnvoll und was passiert bei einem Neustart überhaupt? Sollte man das Smartphone regelmäßig neu starten?

Zum Seitenanfang
Der BT-Navigator
Quicklinks