Internet über Satellit: Die Überall-Lösung

Satelliten-Internet gilt als Ersatzlösung für einen nicht vorhandenen DSL-Anschluss und kommt daher in manchen deutschen Haushalten, jedoch besonders in entlegenen Gebieten zum Einsatz. Das Zweiweg-Satelliten-Internet inklusive Rückkanal hat die Einweg-Lösung inzwischen abgelöst. Auch wenn Internet per Satellit etwas teurer und umständlicher ist: Der große Vorteil liegt darin, dass Sat-Internet wirklich fast überall in Deutschland verfügbar ist!

Verschiedene Anbieter für Satelliten-Internet

Wie hoch die Datenrate im Down- und Upload ist, wie viel Inklusivvolumen man zur Verfügung hat und ob es Drossel-Bestimmungen gibt und natürlich was das ganze kosten soll, hängt stark vom gewählten Anbieter für Satelliten-Internet ab. Die Zahl der Sat-Internet-Provider ist recht übersichtlich. Dazu gehören etwa Anbieter wie Filiago, sykDSL, Eusanet, getinternet und orbitcom. Sie vermarkten in der Regel Sat-Internet-Dienste von Satelliten-Netzbetreibern wie Astra und Eutelsat. Am Markt finden sich sowohl Tarife für Sat-Internet mit einer Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten als auch ohne Laufzeit mit monatlicher Kündbarkeit.

Mit unserem Vergleichsrechner finden Sie entsprechende Angebote.

Tarife für Satelliten-Internet finden

Das bietet Satelliten-Internet

Laden Seiten schneckenlangsam, ist ein flüssiges Arbeiten mit dem Internet kaum möglich – und das in Zeiten von Streamingdiensten und Onlinespielen. Die Telekom & Co. arbeiten ständig am Ausbau von DSL. Mit VDSL sind dank Vectoring und Super-Vectoring etwa bereits bis zu 100 Mbit/s und mehr realisierbar. Es gibt jedoch auch in Deutschland weiterhin entlegene Gegenden, die nur unzureichend per DSL oder schnellem Kabel-Internet versorgt sind. Abhilfe schaffen wollte man via LTE, hierbei ist das Internetvolumen jedoch in der Regel stark begrenzt. Und LTE steht bundesweit nicht flächendeckend zur Verfügung. Dies wird auch auf den schnellen Mobilfunkstandard 5G zutreffen, der ebenfalls keine hundertprozentige Abdeckung in Deutschland ermöglichen wird. Daher dürfte Sat-Internet in schlecht mit Breitband erschlossenen Regionen noch längere Zeit von Interesse sein.

DigitalfernsehenFür Satelliten-Internet braucht man eine "Schüssel" – die einmaligen Kosten können hier also höher ausfallen.© Alberto Masnovo / Fotolia.com

Schneller Download, magerer Upload per Sat-Internet

Über Satelliten-Internet empfängt man die Daten je nach Satellit derzeit je nach Anbieter mit bis zu 50 MBit/s. Der Downstream ist also recht ordentlich und reicht an VDSL-Speed heran. Der Upstream liegt jedoch deutlich niedriger und in der Regel maximal bei bis zu 6 Mbit/s. Nur die wenigsten Sat-Internet-Tarife sind tatsächlich Flatrates ohne Drosselung. Der Großteil beinhaltet wie bei Mobilfunkangeboten eine Drosselung der Bandbreite nach Verbrauch eines bestimmten Highspeed-Datenvolumens. Ein weiterer Nachteil ist die hohe Latenz, da das Signal eine lange Strecke bis zum Satelliten bzw. zurück zur Erde benötigt. Wegen der hohen PING-Zeiten ist ein Sat-Internetanschluss daher weniger für Online-Gamer geeignet.

Satelliten-Internet ist günstiger geworden

Satelliteninternet galt vor HSPA und LTE als eine der wenigen praktikablen Möglichkeiten, ohne DSL-Anschluss mit einer gewissen Geschwindigkeit ins Internet zu kommen. Grundsätzlich muss man jedoch in Satelliten-Internet deutlich mehr investieren als in einen DSL-Anschluss: Zwar liegen die monatlichen Gebühren nicht mehr allzu weit über denen gängiger DSL-Tarife, jedoch wird man für Hardware und Einrichtung bisweilen immer noch ganz schön zur Kasse gebeten. Unter anderem benötigt man zum Empfang von Satelliten-Internet eine digitaltaugliche Satellitenschüssel auf dem Dach. Diese wird einmalig zum Kauf angeboten oder per monatlicher Miete zur Verfügung gestellt. Beim Kauf eines Hardware-Komplettsets inklusive Sat-Modem und Sat-Schüssel werden meist mehrere hundert Euro fällig. Da fällt die monatliche Hardware-Miete oft leichter. Bei Bedarf lassen sich bei den Anbietern meist auch Telefonie per VoIP oder eine Option für Sat-TV hinzubuchen.

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