Dauerläufer

Lenovos Moto Z Play: Das Akku-Monster im Test

Das Lenovo Moto Z Play kommt mit der Option, Zusatzmodule via Magnet an die Smartphone-Rückseite anzudocken. Außerdem gibts einen dicken Akku, eine gute Kamera und eine solide Prozessorleistung. Für wen das Moto Z Play in Frage kommt, zeigt unser Test.

Lenovo Moto Z Play© Lenovo

Schon viele haben es versucht, nur wenige haben es bisher praktikabel umgesetzt: Das Smartphone mit Zusatzmodulen erweitern zu können hat seinen ganz besonderen Reiz. Lenovo ist das bei seinen Modellen Moto Z und Moto Z Play gelungen: Mittels Magneten werden die Zusatzmodule in Form von Zoom-Kamera, Stereo-Lautsprecher, Mini-Beamer oder Zusatz-Akku an die Rückseite angeheftet.

Moto Z Play punktet mit Super-Akku

Um den Zusatzakku müssen sich Besitzer des Lenovo Moto Z Play jedoch nicht unbedingt kümmern: Der interne Akku fasst satte 3.510 Milliamperestunden und bringt es in unserem Test auf sage und schreibe 819 Minuten Videowiedergabe im Flugmodus bei heruntergeregelter Bilderschirmhelligkeit. Ein neuer Bestwert, der 68 Prozent über dem aktuellen Durchschnitt liegt! Geladen ist das Z Play mittels des beiliegenden Drei-Ampere-Ladegeräts innerhalb von 118 Minuten. Studien weisen jedoch darauf hin, dass langsameres Laden mit weniger Ampere schonender für den Akku ist, weswegen wohl der ein oder andere ein schwächeres Ladegerät nutzen wird.

Schwächerer Prozessor als das Moto Z

Im Vergleich zu seinem Bruder ist das Moto Z Play mit 7,0 Millimetern und 163 Gramm etwas dicker und schwerer. Beim 5,5 Zoll großen Display mit 402 ppi hat man andere Technik verbaut, was der hohen Darstellungsqualität jedoch nicht schadet. Ein markanter Unterschied findet sich dagegen beim Prozessor: Liefert das Moto Z Bestleistungen, muss sich das Moto Z Play mit der Mittelklasse begnügen. In den Benchmarks schneidet das Play mit 10 Prozent über dem Durchschnitt ab, was den meisten Nutzern immer noch vollauf genügen sollte. Nur anspruchsvolle Nutzer oder Gamer dürften nach mehr suchen.

Lenovo Moto Z Play

Motorola Moto Z Play

  • Betriebssystem Android
  • 16 Megapixel-Kamera
  • 5,5 Zoll Super-AMOLED Display
  • 32 GB Speicher
  • ab 377,00 € ohne Vertrag

Intern sind 32 Gigabyte Speicherplatz verbaut, von welchen 21,7 Gigabyte netto übrig bleiben. Mittels MicroSD-Karte lässt sich der Speicherplatz erweitern. Außerdem verfügt das Moto Z Play optional über Dual-SIM, wenn man es über den Moto Maker bestellt. LTE, WLAN n inklusive des 5-Gigahertz-Bandes, Bluetooth 4.2, NFC und außerdem eine Nano-Versiegelung als Feuchtigkeitsschutz hat Lenovo ebenfalls verbaut.

Moto Z Play zeigt multimediale Stärke

Änderungen hat man ebenfalls bei der Kamera-Technik vorgenommen. Statt 13 Megapixel mit optischem Bildstabilisator gibt es für Nutzer des Moto Z Play eine 16-Megapixel-Linse ohne optischen Bildstabilisator. Die Bilder werden so bei gutem Licht detailreicher, haben schönere Farben und Kontraste. Lässt das Licht nach, muss man jedoch mit erhöhtem Bildrauschen und früherem Verwackeln als beim Moto Z rechnen.

Videos gelingen mit dem Moto Z Play dank sehr stabilem Autofokus rundum gut, in UHD werden die Aufnahmen knackig scharf. Der Musikplayer hat im Test eine kräftige Soundwiedergabe und – anders als das Moto Z – hat das Z Play auch einen regulären Kopfhöreranschluss.

Moto Z und Moto Z Play: Ausdauer gegen Rechenleistung

Unterm Strich sind die Moto-Z-Brüder also in zahlreichen kleinen Details doch recht unterschiedlich. Das Moto Z ist ultraflach und hat einen rechenstarken Prozessor an Bord. Das Moto Z Play hingegen ist ein wahrer Ausdauerläufer. Der Prozessor bringt Leistung der Mittelklasse, die geringere Bildschirmauflösung fällt nur im direkten Vergleich auf. Die 16-Megapixel-Kamera schießt super Fotos, auch Videos und Audiowiedergabe sind im grünen Bereich. Ein großer Unterschied findet sich noch im Preis: Liegt das Moto Z zum Markteinstieg bei happigen 699 Euro, steigt das Moto Z Play mit 449 Euro ein. Damit ist das Preis-Leistungs-Verhältnis 22 Prozent unter dem Durchschnitt, was einen guten Wert für Neuvorstellungen darstellt.

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