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Nokia 3 im Test: Was kann das günstige Smartphone?

Das Nokia 3 wird als kleiner Bruder des Nokia 5 vorgestellt und ist mit seiner Preisempfehlung von 159 Euro auch was für den kleineren Geldbeutel. Was darf man aber für diesen Preis erwarten? Wir schauen uns das Nokia 3 genauer an.

HMD Nokia 3Günstig ist das Nokia 3 schonmal - und sonst so?© HMD Global

Mit seinem 5-Zoll-Display, Maßen von 72 x 143 Millimetern und 139 Gramm ist das Nokia 3 schonmal angenehm handlich. Durch den abgerundeten Metallrahmen ist es ausreichend stabil und liegt gut in der Hand. Das IPS-Display löst zwar nur mit 294 ppi und 444 Candela pro Quadratmeter auf, das sollte für den Normalnutzer jedoch ausreichen. Selbst kleine Texte sind noch ausreichend scharf, viel Platz nach oben ist trotzdem vorhanden.

Prozessor und Akku für Standardanwendungen

Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Prozessor: Vier Kerne sind zu je 1,25 Gigahertz getaktet und arbeiten mit zwei Gigabyte Arbeitsspeicher zusammen. In den Benchmarks gibts dafür 62 Prozent unterdurchschnittlich. Grafisch aufwändige Spiele kann man so vergessen, es sei denn man hat eine hohe Frust-Toleranz. Für die gängigen Anwendungen wie die Wetter-App oder den Messenger reichen die vier Kerne jedoch natürlich aus.

Der 2.630 Milliamperestunden fassende Akku bringt mit einer Laufzeit von 521 Minuten Normalnutzer über den Tag. Getestet wurde die Videolaufzeit im Flugmodus und bei gedimmtem Display. Zum Laden benötigt das Nokia 3 seine Zeit, 200 Minuten um genau zu sein, was gar nicht so tragisch ist, wenn man bedenkt, dass langsames Laden den Akku länger fit hält.

HMD Nokia 3

Nokia 3

  • Betriebssystem Android
  • 8 Megapixel-Kamera
  • 5 Zoll IPS Display
  • 16 GB Speicher
  • ab 138,49 € ohne Vertrag
  • ab 9,95 € mit Vertrag

Nokia 3: Alle wichtige Techniken an Bord

Intern stehen Nutzern des Nokia 3 immerhin 16 Gigabyte Speicherplatz zur Verfügung, von welchen aber nur 8,1 GB zur freien Nutzung überbleiben. Selbst in Anbetracht des Preises ist das etwas wenig. Dafür bietet das Nokia 3 echtes Dual-SIM. Man kann den Speicherplatz über MicroSD-Karte erweitern und gleichzeitig eine zweite SIM-Karte nutzen. Außerdem wird USB-on-the-Go unterstützt. Weiterhin sind WLAN n mit 5-Gigahertz-Band, Bluetooth 4.2 und NFC an Bord. Der SAR-Wert bleit mit 0,484 Watt pro Kilogramm am Kopf erfreulich niedrig. Bei der Nutzeroberfläche verzichtet Nokia auf etwas eigenes und belässt es ganz einfach beim nativen Android 7.0.

Multimedia mit dem Nokia 3? Lieber nicht.

Abstriche müssen Multimedia-Fans machen: Sowohl Front- als auch Rückkamera zeichnen Bilder mit acht Megapixeln auf, die Ergebnisse sind mager. Die Schärfe könnte besser sein, Details werden vermisst, bei wenig Licht verwackeln die Bilder wegen fehlendem optischen Stabilisator schnell und rauschen stark.

Videos werden lediglich in HD ready aufgezeichnet und auch hier lassen Schärfe und Details zu wünschen übrig. Hinzu kommen ein starkes Grieseln, Belichtungssprünge und ein pumpender Autofokus. Auch der Klang am Audioausgang enttäuscht mit übersteuerten Bässen und schwachen Höhen.

Fazit zum Nokia 3: Günstig ohne Besonderheiten

Alles in allem ist das Nokia 3 somit ein günstiges Smartphone, was sich jedoch auch in der Ausstattung zeigt. Manch einer dürfte die größeren Lücken bei Display, Prozessor und Multimedia verkraften können, viele werden sich jedoch lieber anderweitig orientieren.

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