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Samsung Galaxy S7: Bei Multimedia schwer zu toppen

Das Samsung Galaxy S7 beeindruckt vor allem mit seinen multimedialen Talenten. So schießt das Smartphone hervorragende Fotos und bietet einen tollen Klang. Der Test zeigt noch weitere Stärken und ein paar kleine Schwächen.

Samsung Electronics GmbHDas Samsung Galaxy S7 bietet viel für Multimedia-Fans und Gamer.© Samsung Electronics GmbH

Das Samsung Galaxy S7 kommt in bekanntem Design: Glas vorne und hinten, eingerahmt durch eine Metallleiste: 69,5 x 142,4 x 7,8 Millimeter auf 149 Gramm. Die Verarbeitung ist wie immer hochwertig, bei Verwindungsversuchen während des Tests drückt nichts auf das Display durch. Durch die Glas Vorder- und Rückseite wird das Smartphone allerdings recht rutschig und pflegeaufwändig, da man so gut wie jeden Fingerabdruck sieht.

Das Display selbst misst 5,09 Zoll und kommt mit einer Auflösung von 577 ppi und 431 Candela pro Quadratmeter. Schön scharf und ausreichend hell also.

AMOLED-Display mit Immer-An-Anzeige

Die Besonderheit des Bildschirms ist der Always-on-Bereich. Aufgrund der Super-AMOLED-Struktur verbraucht die ständig aktuelle Anzeige kaum Strom. Unter anderem können Datum, Uhrzeit, Akkustand und Ereignisse in Abwesenheit angezeigt werden. Wirklich ausgeklügelt ist der Always-On-Bildschirm jedoch noch nicht: In der Kalender-Ansicht werden keine anstehenden Termine angezeigt, im Uhr-Modus werden verpasste Nachrichten und Anrufe nur von hauseigenen Apps angezeigt. Eine WhatsApp-Nachricht würde man also glatt verpassen. Hier ist anzunehmen, dass Samsung nacharbeiten wird.

Samsung Galaxy S7 ist der derzeit schnellste Androide

Der Prozessor des Samsung Galaxy S7 stammt aus eigenem Hause und bietet acht Kerne mit 1,6 bis 2,6 Gigahertz in Kombination mit üppigen vier Gigabyte Arbeitsspeicher. In den Benchmarks macht das satte 108 Prozent über dem Schnitt. Damit ist das S7 der derzeit schnellste Androide auf dem Markt. Schneller sind nur noch iPhone 6S und 6S Plus. Als Betriebssystem zum Einsatz kommt übrigens Android 6.0.1 mit Samsungs Nutzeroberfläche TouchWiz.

Samsung Galaxy S7

Samsung Galaxy S7

  • Betriebssystem Android
  • 12 Megapixel-Kamera
  • 5,1 Zoll Super-AMOLED Display
  • bis zu 64 GB Speicher
  • ab 1,00 € mit Vertrag

Lage Akku-Laufzeit im Test

Der Akku des Galaxy S7 ist fest verbaut, fasst jedoch 3.000 Milliamperestunden, welche innerhalb von 82 Minuten von Null auf Hundert geladen sind. In unserem Test schafft es das Samsung Galaxy S7 bei heruntergeregelter Bildschirmhelligkeit und im Flugmodus auf ausdauernde 696 Minuten Videowiedergabe. Das sind 45 Prozent mehr als üblich, was das S7 nach dem S7 Edge zum derzeitigen Sieger des Marathon-Laufes macht.

Samsung Galaxy S7 bietet Rundum-Ausstattung mit kleinen Lücken

Was bietet das S7 noch so? Zum einen gibt es – anders als beim Vorgänger – wieder einen MicroSD-Kartenslot, über welchen man die internen 32 Gigabyte (netto 22,2 GB) erweitern kann. Ein Verschmelzen der beiden Speicherelemente ist jedoch nicht möglich: Das ginge zu Lasten der schnellen Performance des verbauten Speichers.

Auch ein Wasser- und Staubschutz nach IP68 kommt wieder zur Anwendung. Damit ließe sich das S7 theoretisch noch nach einer halben Stunde aus 1,5 Meter tiefem Wasser lebend bergen. Ausprobieren sollte man es jedoch besser nicht, da die Angaben sich immer auf Laborwerte beziehen, die bekanntlich von der Realität abweichen können.

Unter dem mechanischen Home-Button verbirgt Samsung wie bei anderen Modellen einen Fingerabdrucksensor. Nicht die ideale Lage, weil es oft ein Umgreifen des Smartphones nötig macht, aber immerhin reicht ein kurzes Auflegen des Fingers aus. Bei anderen Modellen war bisher immer ein Darüberstreichen des Fingers zur Erkennung nötig.

Weiterhin unterstützt das Galaxy S7 LTE mit bis zu 450 Megabit die Sekunde; WLAN ac, Bluetooth und NFC sind mit an Bord des Smartphones. Vermissen könnte der ein oder andere ein UKW-Radio, den Infrarot-Sender oder Dual-SIM. Auch muss man sich mit der alten Micro-USB-Buchse zufrieden geben, USB 3.1 ist nicht verbaut.

Galaxy S7 liefert beste Smartphone-Bilder

Klares Augenmerk hat Samsung auf die multimedialen Fähigkeiten des Probanden gelegt. Bei der 12,2-Megapixel-Kamera wurden die Pixel vergrößert, sodass diese nun mehr Licht in kurzer Zeit einfangen können. Auch der Blendenwert wurde noch weiter auf f 1,7 verbessert. Das verwendete Objektiv ist also sehr lichtstark und lässt viel Licht ungehindert auf den Sensor fallen. So lassen sich auch bei mittleren bis schlechten Lichtverhältnissen gute bis sehr gute Foto-Ergebnisse erzielen. Ebenfalls verbessert wurde der Autofokus, welcher nun mehr Pixel miteinander abgleicht und so superschnell scharf stellt. Die Bildqualität des Galaxy S7 ist in unserem Test bezüglich Schärfe und Detailreichtum hervorragend. Das Bildrauschen liegt im Durchschnitt, hin und wieder tritt ein leichter Rotstich auf. Alles in allem schießt das S7 jedoch die besten Smartphone-Bilder derzeit.

Stabiler Autofokus, gute Videoqualität

Gleiches gilt für die 4k- oder Full-HD-Videos: Auch hier profitiert man von der lichtstarken Technik und dank eines sehr zuverlässigen und nicht nachziehenden Autofokus landet das Samsung Galaxy S7 in unserem Test auf Platz 1. Auch Musikfreunde finden im Galaxy S7 einen treuen Begleiter: Die Bässe dröhnen druckvoll, ohne unnatürlich zu wirken, die Höhen sind spritzig und präzise. Ganz wie bei unserer aktuellen Referenz, dem Samsung Galaxy Note 4.

Fazit zum Samsung Galaxy S7: Für wen lohnt der Umstieg?

Was steht also unterm Strich des Tests vom Samsung Galaxy S7? Der Prozessor ist sehr schnell, die Kamera zeichnet beste Fotos und Videos auf, der Musikplayer bietet einen natürlichen Klang. Des Weiteren ist der Akku sehr ausdauernd, das Galaxy S7 gegen Staub und Wasser abgesichert und der Speicherplatz ist wieder erweiterbar.

Ein Umstieg lohnt sich damit vor allen Dingen für Gamer und Multimedia-Fans mit hohen Ansprüchen. Um ein wenig Kritik kommt jedoch auch das S7 nach unserem Test nicht herum: Schade, dass der Akku nicht austauschbar ist. Auch könnte der ein oder andere dem Infrarot-Sensor nachtrauern oder den fehlenden USB-3.1-Standard bemängeln. Zudem erweist sich die Lage des Fingerabdrucksensors als unpraktisch, dem Always-On-Display fehlen einige Funktionen.

Wer mit dem Galaxy S7 liebäugelt, muss einen prall gefüllten Geldbeutel haben: Mit 700 Euro zum Marktstart liegt der Proband 45 Prozent unter dem Schnitt in Sachen Preis-Leistung und ist alles andere als ein Preiskracher. Eine gute Alternative für nicht ganz so anspruchsvolle Nutzer könnte das Samsung Galaxy S5 sein. Dieses gibt es mittlerweile schon ab 330 Euro.

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