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Sony Xperia Ion im Test

Wir haben das Sony Xperia Ion genauer unter die Lupe genommen. Das Smartphone bietet ein großes Display und viel Speicher sowie eine 12-Megapixel-Kamera. Ob das Smartphone sein Geld auch wert ist, verraten wir in diesem Test.

Sony Xperia ion© Sony

Das große 4,5 Zoll-Display des neuen Sony Xperia Ion bietet 323 ppi und damit ausgezeichnet scharfe Bilder. Allerdings ist das Display in Hinsicht auf den Blickwinkel nicht sonderlich ausgefeilt. So wird das Bild ab einem Blickwinkel von 45 Grad kontrastarm und matt, was man in niedrigeren Preisklassen zwar öfter antrifft, aber in der oberen Klasse nicht vorkommen sollte.

Positiv anzumerken ist, dass Sony sich dazu entschieden hat, eine Speicherplatzerweiterung zu ermöglichen. So kann man die internen 13 Gigabyte des Xperia Ion über MicroSD auf satte 32 Gigabyte ausbauen. Der Akku liefert stolze 1900 Milliamperestunden, welche von dem großen Touchscreen jedoch auch benötigt werden. Bei durchschnittlicher Nutzung reicht der Akku immerhin zwei Tage.

Sony Xperia Ion: Unter dem Gehäuse

Das Innenleben Sony Xperia Ion birgt eine gute Leistung, welche jedoch nicht im Verhältnis zur anfänglichen Preisempfehlung von knappen 550 Euro liegt. Zwei Kerne mit 1,5 Gigahertz Leistung und ein Gigabyte Arbeitsspeicher ermöglichen zwar ein flüssiges Arbeiten und liegen über dem aktuellen Durchschnitt, werden dem Preis des Xperia allerdings nicht gerecht. Vor allen Dingen bei grafisch aufwendigen Spielen fällt der Prozessor des Xperia Ion im Test stark ab. Weitere Features wie GPS, NFC, DLAN und Micro-HDMI-Buchse sind außerdem vorhanden.

Internet auf UMTS-Basis

Das Sony Xperia Ion verbindet sich mit dem Internet über UMTS oder DC-HSDPA, wodurch bis zu 42 Megabit die Sekunde erreichbar sind. Für LTE ist das Xperia hierzulande allerdings nicht ausgelegt. Wer sich zuhause oder bei Freunden übers WLAN ins Internet einwählen möchte, kann dies im aktuellen 802.11n-Standard machen, muss allerdings auf das neue 5-Gigahertz-Frequenzband verzichten. Dies sollte jedoch die wenigsten Nutzer stören, da die 5-Gigahertz-Frequenz noch nicht sonderlich verbreitet ist.

Schönwetterkamera

Die Kamera ist mit nicht zu verachtenden 12 Megapixeln ausgestattet und lieferte beim Test des Sony Xperia Ion bei Sonnenschein sehr gute Bilder. Wird es allerdings etwas dunkler, verwackeln die Bilder schnell. Dafür liefert die Linse qualitativ nicht zu beanstandende Full-HD-Videos, allerdings ist der Ton oftmals zu leise und bei Kamerabewegungen zeigen sich Tearing-Effekte.

Der Musikplayer liefert sehr gute Qualität, jedoch ist die Sprachqualität nicht sonderlich gut. Hintergrundgeräusche stören und bei der Freisprechanlage klingt die Stimme blechern.

Intuitive Bedienung

Die Bedienung des Xperia Ion läuft dank Android und der von Sony angepassten Nutzeroberfläche intuitiv und besonders die große Tastatur mit der Möglichkeit, die Buchstaben nur zu wischen anstatt zu tippen, vereinfacht die Kommunikation erheblich.

Das Design des Sony Xperia Ion

Obwohl man durch den fest verbauten Akku beim Smartphonedesign möglicherweise ein einheitliches Material ohne größere Lücken erwartet, ist dies beim Xperia nicht der Fall. Fünf einzelne Elemente lassen sich am Phone ausmachen, wobei man mindestens drei verschiedene Materialien unterschieden kann. Ein Wertigkeitsgefühl verweigert sich aus diesem Grund. Der nach außen hin gewölbte Rücken lässt das Telefon zwar komfortabel in der Hand liegen, erschwert allerdings das Bedienen auf einem Tisch.

Zudem sind die drei Touchoberflächen unter dem Display nicht beleuchtet und reagieren im Test nicht zuverlässig.

Fazit zum Xperia Ion: Zu teuer für die Leistung

Abschließend lässt sich sagen, dass das Xperia Ion zwar kein schlechtes Smartphone, aber nach der Preisempfehlung von Sony völlig überteuert ist. Das Innenleben gehört eher an die Grenze zwischen Mittel- und Oberklasse und der schlechte Klang beim Telefonieren sowie die lückenhaft verarbeiteten Sensorentasten müssten den Preis noch einmal ordentlich drücken.

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