Raus aus der Schublade

Das alte Handy richtig entsorgen: So gehts!

Benötigt man sein altes Handy nicht mehr, sollte es korrekt entsorgt werden und nicht einfach im Hausmüll landen. So ist sicher, dass wertvolle Rohstoffe in die Wiederverwertung gehen und Schadstoffe nicht in die Umwelt gelangen. Wo werden Sie Ihr Handy ohne viel Aufwand los?

Alt-Handys© OwenPrice / iStockphoto.com

Im Schnitt hat ein Smartphone nach nur 18 Monaten ausgedient: Defekt, zu langsam, gefällt nicht mehr, es gibt ein Nachfolgemodell… Daraufhin landet es meist in irgendeiner Schublade und wartet dort für Jahre auf Wiederbeachtung. Man könnte es ja nochmal gebrauchen oder irgendwann verkaufen. Meist passiert dies jedoch nie und es tummeln sich zahlreiche Handygenerationen an besagtem Ort.

Entsorgt man sein altes Handy korrekt, wird es hingegen sinnvoll verwendet: Wertvolle Rohstoffe werden separiert, gefährliche Elemente korrekt entsorgt. Das ist ressourcenschonend und umweltfreundlich. Doch wo wird man sein altes Handy los?

Wertvolle Rohstoffe in den Schubladen Deutschlands

Smartphones und Handys enthalten zahlreiche stark begrenzte Rohstoffe wie Kobalt, Kupfer, Silber und Gold. Aber auch potenziell gefährliche Stoffe für Mensch und Umwelt sind vorhanden. Im Jahr 2015 wurden etwa 25,5 Millionen Smartphones verkauft. Es ist davon auszugehen, dass die meisten Käufer bereits schon vor diesem Modell ein Handy besaßen. Im Recycling landen davon jedoch nur wenige Prozent. Die meisten alten Handys enden wohl in irgendeiner Ecke oder, noch schlimmer, im Hausmüll. Dieser wird einfach verbrannt und damit auch das alte Handy: Giftige Stoffe entweichen in die Umwelt, wertvolle Rohstoffe werden mit der Schlacke auf die Deponie verbracht.

Zahlreiche Entsorgungsmöglichkeiten für alte Handys

Damit das nicht passiert, kann man sein altes Handy an zahlreichen Orten entsorgen. Anlaufstellen sind Recyclinghöfe, Elektronikfachgeschäfte und die Mobilfunkanbieter. Überall ist das Abgeben grundsätzlich kostenlos: Zwar kommen anfänglich Kosten auf den Abnehmer zu, die jedoch durch den Erlös der separierten Stoffe wieder wett gemacht werden.

So bieten beispielsweise die Telekom, O2 und Vodafone zwei Recyclingwege an: Die Abgabe in einem zugehörigen Shop oder das Zusenden der alten Handys.

Wieso entsorgen, wenn jemand Interesse hat?

Was für den einen alt ist, kann für den anderen neu werden: "Alte" Handys und Smartphones, die noch gut erhalten sind, finden oft schnell einen neuen Besitzer. Der Verkauf ist unter anderem über Kleinanzeigen wie beispielsweise bei eBay oder Quoka möglich. Im Internet findet man jedoch auch zahlreiche Unternehmen, die alte Handys aufkaufen und wiederverkaufen. Wie viel Geld man für sein altes Handy erhält, hängt von der aktuellen Nachfrage auf dem Markt und dem Erhaltungszustand ab. Da Smartphones recht schnell an Wert verlieren, sollte man mit dem Verkauf nicht zu lange warten, wenn das eigene neue Handy eingetroffen ist. So hat man eine Win-Win-Situation: Man erhält für sein altes Handy Geld, ein anderer ein neues Handy und die Umwelt gewinnt auch noch, da ein neues Handy weniger produziert werden muss.

Handy spenden oder in den Automaten

Wegen der wertvollen Rohstoffe im alten Handy bieten sich hin und wieder etwas andere Möglichkeiten, seine alten Handys loszuwerden. So gab es in der Vergangenheit bereits verschiedene Handy-Spendenaktionen. Beispielsweise arbeitete der NABU mit E-Plus zusammen und erhielt pro abgegebenem Handy einen gewissen Betrag für die Havel-Region. Auch die Telekom hat mit der deutschen Umwelthilfe bei einem ähnlichen Projekt zusammengearbeitet.

In den USA hat man das Handy-Recyceln noch einfacher gemacht: In verschiedenen Supermärkten stellte man Handy-Leergut-Automaten auf, in welche man sein altes Handy wie eine Pfandflasche entsorgt. Der Automat erkennt zahlreiche Handymodelle automatisch und zahlt einen angebrachten Betrag in bar aus. Noch intakte Handys gehen in den Wiederverkauf, defekte werden ordnungsgemäß entsorgt.

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