App-Tipps

Die besten Kamera-Apps für Smartphone-Fotografen

Von Kamera-Apps für die Organisation von Fotos über Belichtungskorrekturen bis hin zu aufwändigen Montagen – Smartphone-Fotografen haben Zugriff auf einen nahezu unendlichen App-Fundus. Wir stellen einige Foto-Apps und deren Verwendung vor.

Kamera-Smartphone© nito / Fotolia.com

Vorbei sind die Zeiten, wo Handyfotos eine minimale Auflösung und schlechte Bildqualität hatten. Heute können viele Smartphone-Kameras mit gängigen Digital-Kameras mithalten. Rund ums Fotografieren gibt es zudem zahlreiche Kamera-Apps auf dem Markt. Egal ob für den Foto-Vorgang selbst oder das Bearbeiten im Nachhinein. Die Optionen reichen vom Zuschneiden der Bilder und der Kontrastkorrektur bis hin zu aufwendigen Montagen oder lustigen Installationen. Wir stellen einige interessante Kamera-Apps vor!

Währenddessen: Kamera-Apps für bessere Fotos

Schon für das eigentliche Fotografieren gibt es zahlreiche Foto-Apps in den Stores. Auf diese Weise lassen sich die Möglichkeiten der Kameralinse häufig besser und vielseitiger ausnutzen. So gibt es beispielsweise als Alternative für die eigene Kamera-Software die Pro Kamera oder für iPhones und Co. die ProCamera für rund fünf Euro. Ist man mit RAW, Verschlusszeit, Blende und ISO-Wert bekannt, freut man sich möglicherweise über die App Manual Camera (Android/iOS) und gibt die drei Euro dafür gerne aus.

Wer gerne Sport, Kinder oder Tiere fotografiert, wird eine Serienbildfunktion zu schätzen wissen. Android-Nutzer schießen mit der Fast Burst Camera bis zu 30 Bilder die Sekunde über einfaches Gedrückt-Halten des Auslösers. iOS-Nutzer erhalten eine ähnliche App mit Fast Camera Burst. Beide Apps sind für unter fünf Euro zu haben.

Mit dem Gegenteil kann man ebenfalls interessante Fotos erzielen. Ist die Verschlusszeit bei Serienbildern möglichst gering, lässt sich beispielsweise der Springbrunnen besser darstellen oder Bewegungen zeigen. iPhone-Besitzer greifen in diesem Fall zur Zwei-Euro-App Slow Shutter Cam, im PlayStore findet man kostenlos LenX.

Möchte man eine Aufnahme von Motiven mit starken Helligkeitsunterschieden machen, ist häufig nur ein Bildelement korrekt belichtet. Alles andere ist entweder weiß oder schwarz. Mit HDR-Aufnahmen gelingt die Ablichtung besser: Sowohl im Dunkeln als auch im hellen Bildteil bleiben Details erhalten. Im Playstore gibt es zu diesem Zweck die Pro HDR Camera, bei iTunes die App Pro HDR für jeweils knapp zwei Euro.

Foto-Apps bringen Ordnung in die Bildersammlung

Schießt man fleißig Bilder, sammeln sich so einige virtuelle Bilderstapel auf dem Smartphone an. Ist man dann auf der Suche nach einer bestimmten Aufnahme, kann das schnell langwierig werden. Android-Nutzer organisieren ihre Fotos mit der kostenlosen App My Roll Galerie nach Tag, Zeit, Ort und Event, mit Focus lassen sich die einzelnen Bilder taggen, sodass man sie später über die Suchfunktion wiederfindet. Apple-User finden in MyPics einen umfangreichen und ebenfalls kostenlosen Bildmanager.

FotografieMit den richtigen Foto-Apps bringt man Ordnung in die Bilderflut.© HaywireMedia / Fotolia.com

Allrounder unter den Apps zur Fotobearbeitung

Betrachtet man Kamera-Apps zur Bildbearbeitung, so hat man nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, was Filter, Rahmen und Kombination von Bildern angeht. Basics sind Korrekturmöglichkeiten an Helligkeit, Kontrast, Dynamik, Ausschnitt und Co.

Umfangreiche und kostenlose Allrounder unter den Foto-Apps sind etwa Adobe Photoshop Lightroom (Android / iOS) oder Autodesk Pixlr (Android / iOS). So lassen sich über Lightroom, welches eine der führenden Profi-Bildbearbeitungssoftwares auf dem PC ist, die Fotos sowohl organisieren als auch umfangreich bearbeiten: Kenngrößen wie Helligkeit, Farbtönung, Weißabgleich und andere lassen sich über Schieber ganz einfach korrigieren. Sind Schatten oder Lichter im Bild etwas zu hell oder dunkel? Ist der Horizont leicht schief? Ein dicker Pickel auf der Nase? Kein Problem, mit Lightroom lässt sich das beheben.

Ebenfalls sehr umfangreich ist Autodesk Pixlr. Bildoptimierung, Filter, Rahmen: Über 600 Optionen warten darauf, kreativ genutzt zu werden. Wer auf Fotofilter steht, wird sich an Pomelo (Android / iOS) erfreuen, welches ebenfalls kostenlos zahlreiche Filteroptionen bei übersichtlicher Nutzeroberfläche bietet. Wer mag, kann einige Filter bereits bei der Aufnahme anwenden und auch an weiteren Bearbeitung-Tools fehlt es der Foto-App nicht.

fotografierenFür mehr Spaß mit der Smartphone-Kamera gibts zahlreiche Apps.© tankist276 / Fotolia.com

Kamera-Apps für Experimentierfreudige

0815-Fotos waren gestern: Wer gerne mit seinen Schnappschüssen experimentiert und es bunt oder abstrakt mag, wird Freude an diesen Kamera-Apps finden und sich so bestimmt von anderen abheben. Für zwei Euro wird es mit Fragment (Android / iOS) geometrisch, hier sehen die Bilder anschließend so aus, als würde man sie durch ein Prisma betrachten – egal ob mit Kreis, Quadrat, Dreieck oder anderen Mustern – über drehen, verkleinern und vergrößern entfremdet man das Bild der Realität.

Die App Afterlight (Android / iOS) bietet für einen Euro neben einer grundlegenden Bildoptimierung zahlreiche Filter zum Spielen: Egal ob Störeffekte, wie sie durch Lichteinfall oder Staub entstehen, oder Filter, welche die digitalen Bilder altern lassen. Nicht zuletzt können Rahmen und Vignetten eingesetzt werden, um das Bild abzurunden.

Hier kommen Retro-Freunde auf ihre Kosten

Vergilbte Bilder mit Kaffee-Flecken gibt es nur in Omas altem Schuhkarton? Falsch! Auch unsere digitalen Bilder können wir altern lassen. Dazu gibt es zahlreiche Apps für jeden Geschmack. Mit Hipstamatic wird das iPhone für etwa drei Euro zur Retro-Kamera: Linsen, Filme, Blitze und Co. lassen in die analoge Fotografie eintauchen und produzieren wunderbar "alte" Bilder. Android-Smartphones nutzen zu diesem Zweck beispielsweise die kostenlose Retro Camera.

Nachträglich altern lassen sich Aufnahmen auch mittels Schwarz-Weiß- oder Sepia-Effekten. iOS-Nutzer finden zu diesem Zweck die Gratis-App Old Photo Pro im App Store, welches über zahlreiche 1-Klick-Filter, aber auch über manuelle Einstellungsmöglichkeiten verfügt, um Fotos so richtig schön alt aussehen zu lassen. Im Google Play Store heißt das gleiche Tool einfach Old Photo.

Kamera-Apps für Unsinn mit Schnappschüssen

Mit diesen Gratis-Foto-Apps wirds albern: Mit MSQRD ( Android / iOS) lassen sich Gesichter spielend einfach manipulieren. Montiert werden die Gesichter von Filmhelden, Tieren und anderem in Echtzeit schon während der Aufnahme. So wird der beste Freund plötzlich zu Harry Potter oder man selbst zum Unterwassertaucher oder zum Affen. Ebenfalls lustig ist die Gesichtertausch-Funktion, bei welcher sich die Gesichter zweier Personen auf den anderen Körper übertragen lassen. Weitere Live-Filterapps mit zahlreichen Möglichkeiten sind Egg(Android / iOS) oder FaceYou für iOS, bei welcher sich sogar eigene Masken erstellen lassen.

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