App-Tipps

Handyspiele für Kinder: Besser mit Vorsicht genießen!

Handyspiele können für Kinder eine sinnvolle Beschäftigung sein. Leider müssen Eltern aber gehörig aufpassen, welche Apps sie ihrem Nachwuchs zum Spielen und Lernen zur Verfügung stellen. Inn-App-Käufe und Werbung sind hier die Stichwörter.

FamilieHandyspiele sind praktisch: Sie bieten viel und passen in jede Handtasche. Aber wann eignet sich eine App für Kids?© WavebreakmediaMicro / Fotolia.com

Viele Kinder lernen den Umgang mit Handys schon von klein auf, was vor allem an den Geräten der Eltern liegt. Sie sehen die Smartphones und wollen diese in die Hand nehmen und ausprobieren. Die Neugier ist natürlich nachvollziehbar, doch trotzdem sollten Kinder nicht ohne Vorbereitung mit einem Handy umgehen dürfen. Ansonsten kann es passieren, dass etwas verstellt wird, Daten gelöscht oder ungeeignete Inhalte abgerufen werden.

Eine andere Situation ist es, wenn Eltern Handyspiele installieren, die speziell für den Nachwuchs entwickelt wurden. Dieser Schritt allein reicht aber nicht aus, es gibt nämlich noch mehrere Punkte, die zusätzlich zu beachten sind. Mehr Informationen dazu gibt es weiter unten.

Kinder spielen mit dem Handy – am besten nicht "unbewacht"!

Es gibt mehrere sehr wichtige Punkte, die unbedingt beachtet werden müssen. Erstens sollte das Kind keinen unbeschränkten Zugriff auf dem Handy haben, sondern es sollte nur auf die Apps zugreifen können, die die Eltern erlauben. Zum Glück ist das Ganze einfacher umzusetzen als man denkt. Einige Smartphone-Modelle haben von Haus aus einen speziellen Kindermodus integriert. Dieser erlaubt es anzugeben, auf welche Apps, auf welche Medien oder auch auf welche Kontakte man bei aktiviertem Kindermodus zugreifen kann. Die Eltern können also genau bestimmen, welche Inhalte ihr Sprössling sehen darf. Andere Smartphone-Hersteller und Software-Firmen bieten Apps für einen Kindermodus an (z.B. Samsung mit seinem Kids Mode/ Google Family Link/ Kaspersky SafeKids/ Salfeld Kindersicherung).

Vorsicht vor In-App-Käufen und Werbung

Zweitens kommt es manchmal innerhalb von Apps zu Werbeeinblendungen oder es werden In-App-Käufe angeboten, die Kosten verursachen können. Im besten Fall verfügt das installierte Programm erst gar nicht über solche "Fallen", doch das ist leider nicht die Regel. Als Elternteil kann man entweder stets ein Auge darauf haben, man spielt mit dem Kind gemeinsam oder man lässt von Haus aus nur Apps zu, die darauf verzichten. Besonders geeignet sind natürlich Spiele, die auch im Offline-Modus gespielt werden können. Sicherheitshalber kann man auch noch alle hinterlegten Zahlungsdaten, wie die Abrechnung über die Handynummer beziehungsweise den Provider, entfernen. Dann kann auch wirklich nichts mehr passieren und der Nachwuchs kann ohne Gefahr seine Handyspiele spielen.

Zusammenfassung: Wann ist ein Handy-Spiel für Kinder geeignet?

Mit welchem Alter ein Kind zum ersten mal zum Smartphone greifen und damit spielen darf, möchten wir nicht für Eltern entscheiden. Die Frage ist selbst unter Experten umstritten. Dennoch gibt es einige Punkte, anhand denen zumindest gut erkennbar ist, ob ein Spiel kindgerecht gestaltet wurde:

  • Inhalte sind dem jeweiligen Alter angepasst und gewaltfrei
  • einfacher Aufbau und bildreiche Gestaltung
  • verzichtet auf Werbung, kostenpflichtige Erweiterung (Inn-App-Käüfe) und Links zu Werbeseiten und sozialen Netzwerken
  • enthält keine Berechtigungsabfragen
  • verzichtet auf Formulare für die Abfrage personenbezogener Daten

Drei Handyspiele für Kinder

Grundsätzlich kann man die Handyspiele in drei Arten einteilen. Es gibt Kinder-Apps zum Lernen, zum Lesen und zum Spielen. Als Eltern sollte man sich also die Frage stellen, ob mit dem Spiel auch beispielsweise auch das Rechnen oder Schreiben gefördert werden soll. Außerdem kommt es natürlich auch auf die Vorlieben des Nachwuchses an, welche Spiele gefallen und welche nicht. Im Google Play Store und auch können bestimmte Spielkategorien genutzt werden, die die Suche nach geeigneten Spielen vereinfachen. Leider können die Apps aber nicht so gefiltert werden, dass nur noch solche angezeigt werden, die keine Werbung oder Kaufmöglichkeiten enthalten. Drei unterschiedliche Games, die diesen Kriterien entsprechen, stellen wir im Folgenden vor.

Lego Juniors Create & Cruise (4 – 7 Jahre/ 0 Euro):

Mit dieser App lassen sich Fahrzeuge und Minifiguren aus Lego erschaffen. Der Knackpunkt dabei: Nahezu jedes Kind liebt die weltberühmten Steine. Das kleine Programm bietet aber mehr als nur eine farbenfrohe 3D-Landschaft, denn es ist gezielt für Kinder von 4 bis 7 Jahren entwickelt worden. Das heißt unter anderem: Es gibt keine Kaufmöglichkeiten, keine Werbung und keine Verknüpfung zu irgendwelchen Internetseiten. Außerdem kommen dank Updates immer neue Inhalte dazu. Eltern können die App kostenlos unter Android und iOS herunterladen.

Lernspaß für Kinder in der Grundschule – Deutsch (6 – 12 Jahre/ 2,29 Euro)

Dieses Spiel soll laut seinen Entwicklern den Lehrplan der Grundschule abdecken und Kindern in acht Leveln dabei helfen, Deutsch zu lernen. So kann beispielweise das Alphabet spielerisch geübt werden. Fortgeschrittene müssen die richtige Schreibweise aus mehreren Auswahlmöglichkeiten heraussuchen. Auch hier gilt: Das Spiel ist werbefrei und es werden keine Käufe angeboten.

DerElefant (3 – 6 Jahre/ 0 Euro)

Vom WDR gibt es eine offizielle "Elefanten-App", die sich auch für die ganz kleinen eigenen soll. Neben drei Sendungen werden den Kindern Kurzfilme und sieben Spiele angeboten. Sämtliche Erklärungen finden in Audio statt, es wird keinerlei Werbung ausgestrahlt und auch keine Inn-App-Käufe dargeboten.

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