Navigation heute

Draußen unterwegs mit GPS und Smartphone

Nahezu jedes Smartphone verfügt über GPS-Empfang. Über diesen lässt sich weltweit der aktuelle Standort feststellen und auf diesem Weg navigieren. Doch wie funktioniert das Reisen mit Smartphone und GPS, was braucht man dafür und was sollte man beachten?

Smartphone-Navigation© Kaspars Grinvalds / Fotolia.com

Lief man früher mit Karte im Rucksack los, haben heute viele nur noch das GPS-fähige Smartphone oder GPS-Gerät in der Tasche. Von vielen wird das Wandern nach GPS als komfortabler empfunden. Man weiß jederzeit punktgenau, wo man sich gerade aufhält und kann sich je nach Software zum gewünschten Punkt oder entlang einer vorab ausgesuchten Route leiten lassen. Auch das Aufzeichnen zurückgelegter Wege und dazugehörige Statistiken wie etwa Geschwindigkeit und Zeit lassen sich festhalten.

Nicht allein aufs Smartphone verlassen

Möglich gemacht wird das durch die Verbindung zu mindestens zwei Satelliten im All, über welche sich die genaue Position auf der Erde errechnen lässt. Kein langes Suchen mehr auf der Karte nach dem aktuellen Standpunkt und verfügbaren Wegen. Bei all diesem Komfort sollte man jedoch nicht vergessen, dass man mit einem recht empfindlichen technischen Gerät arbeitet, das auch ausfallen kann. Ganz klassisch ist der leere Akku – wer längere Wanderungen plant, sollte nach Möglichkeit also eine externe Stromquelle wie etwa eine Powerbank mit im Gepäck haben. Besonders in abgelegenen Geräten sollte man zur Sicherheit immer noch Karte und Kompass im Gepäck haben und die Navigation mit diesen nicht ganz unter den Tisch kehren.

Welche Apps eignen sich zur GPS-Navigation?

Wer mit seinem Smartphone navigieren möchte, benötigt zuerst eine gute GPS-App. Bei dieser sollte man unter anderem darauf achten, dass das Kartenmaterial offline verfügbar ist. So spart man zu einen Internetvolumen, kann andererseits aber auch in abgelegeneren Gebieten navigieren, wo häufig kein Internetzugang verfügbar ist.

Beliebte und kostenlose Navigations-Apps sind etwa Orux Maps für Android, OsmAnd und Locus (für iOS kostenpflichtig), über welche sich entlang von Routen navigieren, Tracks aufzeichnen, interessante Punkte (genannt POI, kurz für Points of Interest) speichern und eigene Routen anlegen lassen. Teilweise sind In-App-Käufe zur Funktionserweiterung möglich. Unter Radfahrern ist die ebenfalls kostenlose App Komoot beliebt, welche neben der Routenplanung, Tourvorschlägen und POI auch eine Sprachnavigation bietet. Wanderer finden und planen Touren mit Outdooractive. Über die Wanderkarten-App von Kompass lassen sich die beliebten Wanderkarten von Kompass digital über In-App-Käufe erwerben und werden so via GPS navigierbar. Links zu den Apps finden sich am Ende des Ratgebers!

wandern

Wandern mit GPS – ganz einfach!

Je nach App eröffnet sich dem Smartphone-Nutzer also ein anderer Funktionsumfang. Die Grundfunktionen sind jedoch häufig gleich: Zum einen lassen sich Routen aufzeichnen. So erhält man beispielsweise Daten über Länge, Geschwindigkeit und anderes zum zurückgelegten Weg. Wer mag, kann seine Route anschließend mit Freunden teilen oder anderen Wanderern über verschiedene Plattformen zugänglich machen.

Was uns bereits zur nächsten Nutzungsmöglichkeit führt: Dem Nachwandern vorgeschlagener Routen. Routenvorschläge findet man überall: Innerhalb der gewählten App oder in entsprechenden Communitys. Sehr umfangreich ist beispielsweise die Plattform GPSies, wo zahlreiche Nutzer ihre eigenen Routen teilen und auch die Planung eigener Routen möglich ist. Die GPS-Datei wird einfach über die App geöffnet und schon wird man durch die Landschaft entlang der Strecke geführt.

Kennt man sich nicht aus, sind außerdem sogenannte POI interessant. Die Abkürzung steht für Points oft Interest. Dahinter kann sich alles Mögliche verstecken: Denkmäler, Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Infotafeln. So findet man sich auch als Ortsfremder schnell in der Umgebung zurecht und kann gezielt Wegpunkte anlaufen.

Smartphone oder GPS-Gerät?

Mit GPS navigieren kann man sowohl mittels Smartphone mit eingebautem GPS als auch mit einem speziellen GPS-Gerät. Aber kann ein Smartphone überhaupt zu einem vollwertigen GPS-Gerät werden? Wo muss man Abstriche machen?

Grundsätzlich kann man festhalten, dass Smartphones häufig etwas fragiler als GPS-Geräte und nicht auf den Outdoorgebrauch bei Regen, niedrigen Temperaturen, Erschütterungen oder gar Stürze ausgelegt sind. Auch hält der Akku nicht so lange durch wie bei einem GPS-Gerät und die GPS-Verbindung ist je nach verbautem GPS-Empfänger etwas schlechter als bei den reinen GPS-Geräten. So verliert man etwa in dichtem Wald mit dem Smartphone möglicherweise schneller das Signal als mit einem GPS-Gerät.

Somit eignet sich das Smartphone zur GPS Navigation durchaus – allerdings mit Einschränkungen, sodass sich die meisten, welche Freude am Navigieren mit GPS finden, früher oder später wohl doch ein GPS-Gerät zulegen dürften. Empfehlenswert bei der Smartphone-Navigation sind eine gute Schutzhülle für das Gerät sowie ein Ersatzakku oder eine Powerbank. Robuster sind zudem sogenannte Outdoor-Smartphones, welche von Haus aus stoß-, staub- und wasserfest sind.

Outdoor-Smartphones: Robuste Handys für draußen

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    Samsung Galaxy Xcover 4
    • Marktstart: April 2017
    • Android Betriebssystem: Android
    • Display: 5 Zoll
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  • 2
    Simvalley Mobile SPT-210
    • Marktstart: September 2016
    • Android Betriebssystem: Android
    • Display: 2,45 Zoll
    Weitere Infos
  • 3
    Samsung Galaxy Xcover 3 Value Edition
    • Marktstart: Juli 2016
    • Android Betriebssystem: Android
    • Display: 4,5 Zoll
    Weitere Infos
  • 4
    Simvalley Mobile SPT-940
    • Marktstart: Juli 2016
    • Android Betriebssystem: Android
    • Display: 4 Zoll
    Weitere Infos
  • 5
    Caterpillar Cat S60
    • Marktstart: Juli 2016
    • Android Betriebssystem: Android
    • Display: 4,7 Zoll
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    Weitere Infos
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