Vor- und Nachteile

Navigation mit dem Handy - und warum es sinnvoll ist

Smartphones lösen immer häufiger eingebaute Navigationsgeräte in Autos ab. Doch lässt sich mit dem Handy auch gut navigieren? Die Navigation per Smartphone hat Vor- und Nachteile.

Navi App Ausland© Scanrail / Fotolia.com

Eingebaute Navigationsgeräte gibt es in den meisten Autos nur gegen (einen oft unerhörten) Aufpreis. Gleichzeitig erfüllt das Smartphone die Wünsche vieler Autofahrer nach einem guten Kartendienst ebenfalls. In diesem Artikel sehen wir uns die Vor- und Nachteile von Handys an, die als Navigationsgerät herhalten müssen.

Navigationsgeräte für Smartphones – wie funktioniert das?

Praktisch umsetzen lässt sich diese Lösung, indem eine Halterung an die Windschutzscheibe oder auf das Armaturenbrett geklemmt wird. Daran findet dann das Smartphone Platz – wahlweise mit Kunststoffklemmen, Magneten oder durch andere Methoden. Die Person auf dem Fahrersitz hat dann einen recht guten Blick auf das Display und kann dort dem Straßenverlauf folgen (wie bei einem „echten“ Navigationsgerät). Halterungen sind aber nicht zwingend notwendig: Denkbar wäre es auch, das Smartphone einfach irgendwo abzulegen und nur den Audio-Anweisungen à la „Biegen Sie rechts ab“ zu lauschen. In jedem Fall handelt es sich um eine gute, kompetente Lösung, die nach kurzer Zeit die Abwesenheit eines eingebauten Navigationsgeräts verschleiert.

Der Vorteil des Handy-Navis…

Einer der größten Pluspunkte dieser Idee ist natürlich die simple Tatsache, dass Handys einfach in beinahe jeder Hosentasche stecken. Nahezu jede Person hat ein Gerät dieser Art, also können sie auch problemlos das Auto-Navi ersetzen. Sie kosten daher praktisch gar nichts, da Gerät und Technologie schon zur Verfügung stehen. Aktuelle Karten-Apps stehen außerdem den eingebauten Varianten in keiner Weise nach, häufig ist sogar das Gegenteil der Fall. Die verfügbaren Apps erfüllen darüber hinaus das gesamte Spektrum der Navigation: für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer, klassisch von oben in 2D oder auch in ansehnlichem 3D, mit Audio-Ansage oder nicht, mit Offline-Karten oder nicht. Es gibt praktisch nichts, was der durchschnittliche Anwender vermissen sollte – und dank Freisprecheinrichtungen & Co. sind auch Telefonate weiterhin möglich, ohne das Smartphone ans Ohr nehmen zu müssen.

… und die Nachteile

Das Handy ist permanent eingeschaltet und läuft auf Hochtouren. Der Akku ist also entsprechend schnell leer, um eine Stromzufuhr über den Zigarettenanzünder oder andere Verbindungen kommen Autofahrer also nicht herum. Außerdem haben Handy-Displays den Nachteil, dass sie stark spiegeln. Abhängig vom Gerät kann es schwer sein, bei direkter Sonneneinstrahlung etwas auf dem Gerät zu erkennen. Müssen sich Anwender erst auf das Display konzentrieren, werden sie jedoch abgelenkt und die Unfallgefahr steigt – keine gute Lösung. Entspiegelungsfolien können diesen Nachteil etwas eindämmen. Ebenfalls zu bedenken ist, dass Online-Karten permanent am Datenvolumen des Handys zehren. Daher sind Apps mit Offline-Funktion (aber aktuellen Karten) vorzuziehen, wenn es auf längere Autofahrten geht – aber die kosten wiederum ein wenig Geld.

Gute Navigations-Apps für Handys

Aufgrund der hohen Nachfrage existieren Hunderte von Navi-Apps. Durch den Dschungel wühlen müssen sich die meisten Autofahrer aber nicht: Google Maps oder auch Apple Maps – beide sind auf jedem Smartphone mit Android oder iOS vorinstalliert – erfüllen bereits die Anforderungen durchschnittlicher Nutzer. Soll es etwas mehr sein, kann die bekannte App Here WeGo helfen. Kostenlos und auch mit Offline-Karten lotst die App alle Interessenten durch Städte, Länder und alles dazwischen. Tipp: Zuerst sollten Nutzer es mit den Bordmitteln ausprobieren. Reicht das nicht, weil vielleicht eine opulente 3D-Ansicht fehlt, kann noch immer eine App à la Here WeGo dazukommen.

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