Cyberkriminalität

Datenklau am Smartphone – Tipps und Schutzmaßnahmen

Wer mit dem Handy im Netz surft, kann ein Opfer von Datenklau werden. Unser Ratgeber klärt über die Gefahren auf und wie man sich vor ihnen schützen kann.

Sicherheit im Internet© maxkabakov / Fotolia.com

Auch wenn es schon unzählige Male gesagt wurde: So ziemlich jeder hat heute ein Smartphone und die meisten können sich auch den Alltag gar nicht mehr ohne vorstellen. Der Mehrwert eines solchen Geräts hängt ganz vom Nutzungsverhalten ab, manche brauchen es beruflich und andere vertreiben sich die Zeit damit. Fast immer ist es aber so, dass auf dem mobilen Begleiter persönliche Daten gespeichert sind. Klar, dafür sind sie ja auch da, allerdings kann es dadurch auch zum Datenklau durch sogenannte Cyberkriminelle kommen. Vor allem wenn es sich um sensible Daten wie Passwörter handelt, ist ein solches Szenario mehr als ärgerlich. Aber was für Gefahren bestehen genau und wie kann man sich schützen?

Surfen mit dem Handy – welche Gefahren drohen?

Beim Surfen denkt man in der Regel nicht an Datenklau, doch es kann schneller gehen als man denkt. Ein Beispiel sind plötzlich vorhandene Gewinnspiele, die ausschließlich auf persönliche Daten aus sind. Hier wird auch niemals ein Gewinner feststehen, sodass solche Einblendungen am besten gleich geschlossen werden sollten. Auch kann es sein, dass man sich beim Surfen Malware einfängt (Schadprogramme), was ebenfalls dazu führen kann, dass Daten ausspioniert werden oder gar Schäden bei der Funktionalität des Gerätes. Besonders aufpassen sollte man bei öffentlichen WLAN-Netzen, denn Kriminelle nutzen den Namen des Lokals aus und die Verbindung erfolgt in Wahrheit mit dem Netzwerk des Täters. Sobald diese steht, hat dieser einen umfangreichen Zugriff auf das betreffende Gerät.

So kann man sich vor Datenklau schützen

Als Smartphone-Besitzer bieten sich einem mehrere Möglichkeiten an. Eine erste Maßnahme sollte immer die Einrichtung einer Sperre auf dem Gerät sein, um beispielsweise nur via PIN oder Fingerabdruck in den Homescreen zu kommen. Des Weiteren sind, wie eben bereits erläutert, offene WLAN-Netze zu vermeiden, auch wenn dadurch ein wenig Datenvolumen gespart werden kann. Das WLAN sollte bestenfalls nur dann am Smartphone aktiviert werden, wenn es auch aktiv genutzt wird. Die automatische Verbindung zu offenen Netzwerken sollte folglich nicht gestattet werden. Empfehlenswert ist auch die Installation eines Sicherheitsprogramms, die sowohl kostenlos als auch kostenpflichtig erhältlich sind.

Tipp: Aufmerksam sein!

Der wohl wichtigste Tipp ist: Kommt einem irgendetwas komisch vor (zum Beispiel eine Internetseite), dann sollte man auf sein Gefühl hören und nicht weiter auf der Seite aktiv sein. Mobil ist man besser auf den Browser-Versionen der Webseiten unterwegs statt mit einer App. Das hat den Vorteil dass Webseiten immer erst um Erlaubnis fragen müssen, wenn auf Informationen zugegriffen werden soll.

Vorsicht statt Nachsicht - Da gilt auch für das Herunterladen von Programmen: Apps, die von unbekannten Quellen angeboten werden, sollten auf keinen Fall installiert werden. Wer sich an die offiziellen Shops hält, ist in der Regel auf der sichereren Seite. Außerdem sollte man darauf achten, welche Rechte für die Nutzung eingefordert werden: Darf das Programm etwa auf Kamera und Kontakte zugreifen? Ebenfalls ist es ratsam, die bereits beim Kauf installierten Apps zu prüfen und gegebenenfalls zu ersetzen.

Unterm Strich haben Smartphone-Nutzer also viele Möglichkeiten, um nicht Opfer eines Datenklaus zu werden.

Diebstahl oder Verlust – Daten immer vorher sichern!

Sollte es zu einem Diebstahl oder Verlust kommen, dann ist es fast unmöglich, noch einmal an die gespeicherten Daten heranzukommen. Deshalb sollte man sich schon unbedingt vorher mit dem Thema beschäftigen. Mit einem Passwort oder Fingerabdruck-Sperre kommt zwar ein Dieb nicht an die gespeicherten Informationen heran, man selbst aber auch nicht mehr.

Die goldene Regel: Daten regelmäßig sichern

Entsprechende Vorsorgemaßnahmen gibt es in mehreren Varianten. Eine Lösung wäre zum Beispiel die Durchführung eines regelmäßigen Backups – der Überführung der Daten auf ein externes Speichermedium. Geschieht dies auf manuelle Weise, dann sind im schlimmsten Fall "nur" die neuesten Dateien weg, der Großteil ist jedoch auf einer externen Festplatte oder einem USB-Stick gesichert.

Wesentlich praktischer und beliebter ist die Nutzung einer Cloud. Die Daten werden dabei auf einem externen Server gesichert, auf Wunsch auch automatisch. Kosten entstehen dabei zumeist keine, die großen Anbieter (wie Microsoft und Google) stellen in der Regel eine gewisse Speicherkapazität kostenlos zur Verfügung.

Zum Schluss gibt es noch einen Tipp: Ist am Smartphone GPS aktiviert, dann besteht zumindest die Chance auf eine erfolgreiche Ortung, wenn das Gerät verloren gegangen ist. So besteht die Chance, nicht nur das Gerät, sondern auch seine Daten wiederbekommen. Der Nachteil: Auch Außenstehende wissen unter Umständen immer, wo man sich befindet.

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