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Smartphone-Reparatur: Selbst machen oder einschicken?

Das Handy ist in die Toilette gefallen oder vom Hund zerbissen worden? Das Smartphone-Display ist gesplittert oder der Akku tot? Eine Smartphone-Reparatur steht an, entweder eigenhändig oder in einer Werkstatt. Worauf dabei zu achten ist, lesen Sie hier.

kaputtes Display© motorradcbr / Fotolia.com

Berlin (AFP/red) - Der Smartphone-Akku macht ständig schlapp und das Display ist seit dem jüngsten Sturz vom Tisch eine Splitterlandschaft - höchste Zeit für eine Reparatur. Doch unter Umständen deckt die Garantie oder Gewährleistung den Schaden nicht (mehr) ab. Wer sich nun selbst an der Smartphone-Reparatur versuchen will, braucht gute Ersatzteile und viel Geduld, wie ein Test der Computerzeitschrift "c't" beweist. Doch auch ein Auftrag an eine Werkstatt will gut geplant sein.

Wie schwierig ist die Smartphone-Reparatur in Eigenregie?

Das kommt ganz aufs Handy-Modell an. Bei den Samsung-Smartphones der Modellreihe Galaxy S etwa können Akkus ohne Werkzeug mit wenigen Handgriffen ausgetauscht werden. Deutlich schwieriger ist die Sache etwa bei neueren iPhones und Modellen anderer Hersteller wie HTC oder Motorola. Hier muss, teils sehr langwierig, geschraubt und gehebelt werden. Der Austausch eines Displays ist generell ziemlich kompliziert.

Wie komme ich an Ersatzteile?

Das Angebot im Internet ist schier unüberschaubar, auch die Preise gehen weit auseinander. Ob es sich um ein Originalteil des Smartphone-Herstellers handelt, wie es oft im Werbetext heißt, oder um ein gefälschtes Teil, lässt sich laut "c't" nicht immer feststellen - außer bei Apple: Der Konzern verkauft seine Originalteile nur an autorisierte Werkstätten, sie sind daher nicht frei erhältlich. Auch gebrauchte Teile sowie Nachbauten des Originals werden oft angeboten. Die Experten der Zeitschrift raten, vor allem auf die Rezensionen anderer Kunden zu achten - diese geben am ehesten Hinweise auf schlechte Qualität.

Beim "c't"-Test waren alle gekauften Teile zumindest funktionsfähig. In einigen Fällen war aber die Akkulaufzeit vergleichsweise kurz, manche Displays hatten Streifen, blasse Farben oder eine schwächere Hintergrundbeleuchtung.

Was brauche ich noch für die Smartphone-Reparatur?

Vor allem das passende Werkzeug, beispielsweise kleine Schraubendreher. Meistens wird Werkzeug beim Kauf eines Ersatzteils mitgeliefert. Bessere Qualität bietet oft der Fachhandel. Die "c't"-Experten mahnen, bei der Smartphone-Reparatur sehr vorsichtig vorzugehen und alle abmontierten Teile und Schrauben so abzulegen, dass sie später wieder an genau der richtigen Stelle wieder eingesetzt werden können.

Wo finde ich Reparaturanleitungen?

Im Internet. Es gibt Plattformen, die sich ausschließlich mit Reparaturen befassen, und diese Schritt für Schritt auf Fotos oder im Video zeigen. Solche Filme gibt es beispielsweise auch auf der Google-Plattform Youtube.

Und wenn ich doch lieber einen Fachmann beauftragen will?

Es gibt autorisierte Werkstätten für die Smartphone-Reparatur, bei denen die Mitarbeiter Originalteile verwenden und von den Herstellern geschult werden. Billiger sind freie Anbieter, doch bei denen stimmt die Qualität nicht immer. Hier sollte auf jeden Fall etwas Zeit für die Recherche aufgewendet werden, um unseriöse Werkstätten auszusortieren.

Gute Anlaufstellen sind etwajustcom-shop.de oder handyreparatur123.de

Was muss ich sonst noch beachten?

Wer sein Smartphone in eine Werkstatt gibt, sollte vorher ein Backup machen und dann alle persönlichen Daten vom Gerät löschen. Der Zugriffscode sollte ausgeschaltet werden, damit der Reparateur das Gerät testen kann. Auch beim Reparieren in Eigenregie kann ein Backup ratsam sein - dann ist nichts verloren, wenn beim Basteln etwas schief geht.

Quelle: AFP

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