Sicherheit

So schützt man sein Smartphone vor Schadsoftware

Anders als beim PC wird der Virenschutz des Smartphones noch immer vernachlässigt. Dabei sind auch Android, iOS und Co. für Schadsoftware anfällig. Wie Sie Ihr Smartphone mit Virenscanner und richtigem Surfverhalten vor Malware schützen!

Handy Simlock© conejota / Fotolia.com

Nahezu jeder hat heute ein Smartphone in der Tasche, aber auch Tablets, Smartwatches und andere mobile Computer sind allgegenwärtig. Um diesen Trend wissen natürlich auch zwielichtige Gestalten, weshalb man heute auch sein Smartphone vor Viren und anderer Schadsoftware schützen sollte.

Wie auch bei den ersten Viren für Desktop-Rechner, muten die Anfänge der Handyparasiten fast schon lustig an. Dabei standen den ersten Angreifern von Handys nur rudimentäre Methoden zur Verfügung, meist Bluetooth oder SMS. Heute sind die Kommunikationswege von Smartphone zu Smartphone fast unüberschaubar geworden. Dementsprechend vielfältig sind auch die Angriffswege.

Schutz vor Schadsoftware durch Virenscanner

Ein gutes Antivirenprogramm ist eine Maßnahme, die man gegen Schadsoftware ergreifen kann. Dabei muss man neben der Entscheidung zwischen einem kostenlosen oder einem kostenpflichtigen Smartphonewächter einige weitere Dinge beachten: Wie viel Rechenleistung braucht der Virenscanner im Hintergrund und wie wirkt sich das auf meinen Akku aus? Welche Sonderfunktionen brauche ich noch? Viele Virenscanner bieten zusätzlich einen Diebstahlschutz fürs Smartphone an. Häufig lassen sich außerdem Apps blocken, die persönliche Daten übermitteln wollen, was das Schutzprogramm besonders interessant macht.

Beispiele für gängige Programme sind etwa Bitdefender oder Norton im kostenpflichtigen Bereich beziehungsweise das kostenlose Avira Antivir oder AVL.

Vorsichtsmaßnahmen bei der Smartphone-Nutzung

Wie auch auf Computern gilt: Die beste Verteidigung ist die eigene Vorsicht! Deshalb sollte man zwielichtige Internetseiten wie gehabt meiden, aufpassen, welche Downloads man tätigt und welche Dokumente man öffnet. Auch sollte man Apps nur aus den offiziellen Quellen beziehen und seine Programme durch Updates auf dem neusten Stand halten.

Auch in die offiziellen App-Stores wurde schon wiederholt Schadsoftware eingeschleust. Deshalb sollte man sich vor eine Installation fragen: Wie wurde die App bewertet? Will sie Rechte haben, die keinen Sinn machen – zum Beispiel: Muss ein Spiel wissen, wo ich mich gerade aufhalte? Wann wurde die App das letzte Mal aktualisiert? Solche Fragen helfen, die Seriosität und Sicherheit einer App besser einschätzen zu können.

Werbung und Abo-Fallen

Vorsicht ist auch bei Werbung in kostenlosen Apps geboten. Manch ein Werbe-Hoster leitet ohne Wissen oder Schuld des eigentlichen App-Entwicklers auf Abo-Fallen weiter, denen man mit einem Klick zustimmt. Den Fehler bemerkt man oft erst auf der nächsten Handyrechnung. Technisch wird das über WAP-Seiten umgesetzt, die sich praktisch nicht von herkömmlichen Websites unterscheiden, aber in der Lage sind, SIM-Karten-Nummern auszulesen. Schützen kann man sich davor am einfachsten über eine sogenannte Drittanbietersperre beim eigenen Anbieter. Diese verhindert, dass Dritte über die Smartphonerechnung Geld verlangen können.

Sicherheitslücke Betriebssystem

Bei vielen älteren Smartphones gibt es noch eine weitere gewaltige Lücke: das Betriebssystem. Da die Hersteller älteren Smartphones oft keine Updates mehr liefern, sitzt man irgendwann mit einem veralteten System da, dessen Sicherheitslücken der ganzen Welt bekannt sind. So werden Smartphones besonders angreifbar, da sich Schadsoftware häufig genau auf diese Lücken stützt. Daher gilt es, das Smartphone immer so aktuell wie möglich zu halten.

Top