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Apps machen das Smartphone zum Trainingspartner

Durch Apps kann das Smartphone zum wahren Fitness-Motivator werden. Egal ob Trainingsvorschläge, Tracking oder Kalorienrechner: Wer etwas für seinen Körper tun möchte, findet zahlreiche Apps, die das Smartphone zum Trainingspartner werden lassen.

Smartphone Sport© Maridav / Fotolia.com

Durch Apps wird das Smartphone zum wahren Alleskönner – so auch zum Fitnesscoach und Trainingsplaner. Egal ob man dokumentieren möchte, was man täglich macht, oder ob man erst noch Motivation benötigt, um überhaupt mit dem Sport anzufangen. In Kombination mit Wearables ist eine noch genauere Datenerfassung möglich.

Nicht nur auf Smartphone-Apps verlassen

Nicht vergessen sollte man jedoch, dass das Smartphone seine Grenzen hat. Da kann der individuell erstellte Trainingsplan noch so gut auf den eigenen Körper abgestimmt sein: Das Gefühl für den eigenen Körper und auch den Rat vom Arzt oder Trainer vor Ort kann es nicht ersetzen. Ebenfalls im Blick behalten sollte man, aus welcher Quelle die genutzten Apps stammen. Häufig werden persönliche Daten zur statistischen Zwecken abgefragt, viele Apps stammen von Sportartikel-Herstellern, Krankenkassen oder der Pharmaindustrie.

Die hier vorgestellten Apps gibt es, wenn nicht anders angegeben, mindestens für iOS und Android.

Planung und Überwachung

Wer gerne noch drei Monate später weiß, was am ersten Dienstag des Monats trainiert wurde und so seinen Trainingsverlauf nachvollziehen und analysieren möchte, der wird sicherlich ein Trainingstagebuch führen. Mit dem Jefit Workout Tracker lässt sich ein Trainingsplan gestalten und die Abarbeitung von Aufgaben dokumentieren. Bestleistungen, Steigerungen oder auch mal einen Einbruch zeigen die umfangreichen Statistiken von Jefit. Wer mag, kann sich von den zahlreichen Übungsvorschlägen der App inspirieren lassen.

Ähnlich ist die App Gym Fitness Training Tagebuch für Android, mit welchem sich Trainingspläne erstellen und der Trainingserfolg verfolgen lassen. So wird man beispielsweise über Rekorde informiert, hat eine Protokoll-Vorbelegung und erhält Statistiken und Diagramme zum Trainingsverlauf. Die Notizfunktion und Aufzeichnung von Fotos und Körperdaten rundet das Sport-Tagebuch ab. Selbstverständlich bietet auch "Gym Fitness" eine riesige Datenbank mit Übungsvorschlägen, eine Favoritenliste und die Filterung von Übungen nach beanspruchten Muskelpartien. Eine vergleichbare App für iOS-Nutzer ist Fitness Point.

Coaching für Zuhause und das Fitnessstudio

Wer fitter werden möchte, aber nicht so wirklich Ideen für Übungen hat, findet zahlreiche Coaches. Mit Freeletics Bodyweight lassen sich beispielsweise Workouts ohne Zusatzgeräte gestalten. Zahlreiche Kraft- & Konditionsübungen stehen zur Auswahl, welche von der App je nach Fitness und Zielsetzung des Anwenders ausgewählt werden. Wer mag, kann sich und seine Ergebnisse mit Freunden oder auch Fremden vergleichen.

Egal ob Abnehmen, Muskelaufbau oder Fitnesssteigerung, auch der Nike Training Club bietet zahlreiche Anregungen für das zielgerichtete Workout. Über 60 Übungskombis von 30 bis 45 Minuten Länge oder Problemzonentraining mit 15 Minuten Länge lassen sich absolvieren.

Wer gerne mal das Dehnen beim Sport ausfallen lässt, findet vielleicht bei der App Dehngymnastik für Android Motivation: Diese schlägt verschiedene Dehnübungen passend zur Sportart und beanspruchten Muskelpartie vor und stellt die Durchführung grafisch dar. Für iOS-Nutzer findet sich in Stretching Sworkit eine sehr ähnliche App.

Tracking für Outdoor-Sportler

Wer Sport lieber an der frischen Luft treibt und bei seiner Sportart längere Strecken zurücklegt, für den dürfte der SportsTracker Coach das richtige sein. Über diesen lassen sich zurückgelegte Strecken dokumentieren & auswerten. War man heute auf seiner Lieblingsstrecke schneller unterwegs? Was haben die Freunde heute geschafft? Alle erlaufenen Daten werden im individuellen Trainingstagebuch abgespeichert und lassen sich in sozialen Netzwerken teilen.

Für diese Zwecke ebenfalls beliebt sind Anwendungen von Runtastic, welche nicht nur für Läufer, sondern auch für Rad- und Skifahrer oder auch für Reiter gedacht sind. Neben der Streckenaufzeichnung werden Daten wie Kalorienverbrauch, Geschwindigkeit und Durchschnittsgeschwindigkeit angezeigt. Selbstverständlich lassen sich auch hier wieder die eigenen Leistungen teilen.

Den Energiehaushalt im Blick

Aufgenommene und verbrauchte Kalorien – nicht nur beim Sport kann diese Statistik interessant werden. Um zu überwachen, was man täglich an Kalorien zu sich nimmt und wieder verbraucht, gibt es etwa den Lifesum Kalorienzähler. Auf Basis unterschiedlicher Grundinformationen errechnet die App den täglichen Kalorienbedarf und passt diesen je nach sportlicher Aktivität an. Über 400.000 Lebensmittel sind eingespeichert, sodass die Angabe der bereits aufgenommenen Kalorien leicht fällt.

Der gleichen Aufgabe widmet sich MyFitnessPal. Dazu werden alle Hauptnährstoffe wie Kalorien, Fett, Kohlenhydrate oder Ballaststoffe aufgezeichnet. Man kann komplette Mahlzeiten einspeichern und auf seine Lieblingsspeisen via Favoritenliste schnell zugreifen. Hat man dann doch mal über den Hunger gegessen, bietet die App direkt einige Übungen zum Einschmelzen unnötiger Kalorien an.

Gut vernetzt beim Sport: Wearables

Musste man sich früher beim Sport mit einfachen Schrittzählern oder Pulsuhren zufrieden geben, hat man heute eine enorme Auswahl an sogenannten Wearables, also kleinen Computern, die direkt am Körper getragen werden und Sport-Apps gewinnbringend ergänzen. Sei es ein beleuchtetes Fitness-Armband für nächtliche Trips, intelligente Einlagen für die Laufschuhe, oder eine Schwimmbrille, die Richtungsinfos anzeigt – zusammen mit dem Smartphone oder PC als Sammel- und Auswertungsstelle für die Daten lässt sich so der Trainingsplan besser optimieren als je zuvor.

Fitness-Armbänder gibt es in einem breiten Spektrum. Dieses reicht von Billigmodellen, die hauptsächlich Schritte zählen und den Kalorienverbrauch messen, über zusätzliche Schlafanalysen und Pulsmesser bei Mittelklasse-Armbändern, bis hin zu vollwertigen Trainingscomputern für Profis mit genauesten Messungen und GPS. Wer schon eine Smartwatch besitzt, hat vielleicht Glück und diese kann viele der gesuchten Funktionen bis hin zu Pulsmessungen übernehmen.

Ist das Wearable dann erst mal am Handgelenk, verbindet es sich entweder per Bluetooth mit dem Smartphone oder sammelt für sich die Daten, damit man sie im Anschluss am PC auswerten kann. Im Regelfall gibt es dafür eine App, die diese Aufgabe übernimmt. Wenn man sich vorab informiert und ein kompatibles Wearable kauft, kann man die Daten auch in die eigenen Sport-Apps einspeisen und so direkt ins Training einbinden.

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