Erste Hilfe

Smartphone-Wasserschaden - was tun?

Smartphones und Wasser ergeben eine Kombination, die selten ein gutes Ende nimmt. Bevor das eigene Handy schwere Schäden davonträgt oder komplett den Dienst verweigert, sollte man es besser von Wasser fernhalten. Doch was, wenn es schon zu spät ist? Was man bei einem Wasserschaden tun kann, erfahren Sie hier.

Wasserschaden Handy© blackday / Fotolia.com

Erste Schritte nach dem Wasserschaden am Smartphone

Ist das Smartphone bereits mit zu viel Wasser in Kontakt gekommen, kann das dazu führen, dass das Gerät gar nicht mehr funktioniert. Sollte das Handy nicht mehr reagieren, sollte man es möglichst sofort ausschalten. Wiederholtes Einschalten kann dazu führen, dass der entstandene Schaden intensiviert und eventuelle Reparaturarbeiten verteuert werden. Mit ein wenig Glück funktioniert das Gerät wieder, sobald das Wasser auf natürliche Weise verdunstet ist. Dabei helfen kann ein Trick: Legt man das Handy in ein Glas mit Reis, saugt dieser die Flüssigkeit auf. Der Prozedur sollte man ein bis zwei Tage Zeit geben. In jedem Fall ist es aber ratsam, das Handy nicht mehr übermäßig zu strapazieren, wenn ein offensichtlicher Defekt vorliegt. Ein Ersatzgerät ist vorübergehend die klügere Wahl.

Wasserschaden: Reparatur beim unabhängigen Fachmann

Ein Wasserschaden ist immer selbstverschuldet, weshalb die Garantie der Hersteller in diesen Fällen nicht greift. Smartphones mit einem Wasserschaden können von diversen Reparaturwerkstätten für Handys instandgesetzt werden. Da es sich um einen recht verbreiteten Defekt handelt, verfügen die Mitarbeiter dieser Dienstleister häufig über viel Erfahrung im Umgang mit diesem Schaden. Da ein Kostenvoranschlag praktisch immer zu den Leistungen dieser Unternehmen zählt, ist es außerdem sehr einfach, eine kurze Rechnung aufzustellen: Ist der Neukauf eines ähnlichen Modells günstiger oder lohnt sich die Reparatur? Gerade bei Geräten der günstigen Mittelklasse kann das Ergebnis natürlich sehr knapp ausfallen.

Findet man keine Handy-Werkstatt in der Nähe, können Online-Dienste helfen. Beispielsweise die Online-Anbieter handyreparatur123.de oder justcom-shop.de reparieren Wasserschäden am Smartphone. Man schickt das Gerät ein, lässt es reparieren und bekommt es wieder zurückgeschickt. Meist sind bei diesen Online-Werkstätten die Portokosten schon im Reparaturpreis enthalten.

Sonderfall Apple: AppleCare+ deckt Wasserschäden am iPhone

Käufer eines iPhones können zusätzlich von AppleCare+ Gebrauch machen: Die zusätzliche Versicherung schlägt (je nach iPhone-Modell) mit 149 bis 229 Euro für zwei Jahre zu Buche und sorgt dafür, dass Apple das Gerät repariert - für eine weitere Zahlung von einmalig 29 Euro bei Displayschäden. Ab ungefähr 180 Euro ist es somit möglich, den Schaden ungeschehen zu machen. Allerdings müssen alle Kunden des Unternehmens diesen Preis auch dann zahlen, wenn sie von AppleCare+ gar keinen Gebrauch machen. Eine günstigere Alternative - auch abseits des Apple-Universums - dürfte in vielen Fällen daher auch beim iPhone die Reparatur in einem Fachgeschäft sein.

Prävention ist die beste Methode

Sinnvoll ist es selbstverständlich, das Smartphone gar nicht erst mit Wasser in Berührung kommen zu lassen. Das heißt: Besondere Vorsicht ist in Umgebungen geboten, in welchen es traditionell nass werden kann, wie etwa in der Küche oder im Badezimmer. Eine günstige Schutzhülle kann oft bereits das Schlimmste verhindern. Wer häufig in freier Natur unterwegs ist, sollte hingegen die Beschaffung eines Handys mit IP67-Zertifikat oder höher in Erwägung ziehen: Diese Geräte sind gegen Kontakt mit Wasser geschützt und können auch einen kurzen Tauchgang überleben. Konkret sollen sie 30 Minuten lang einen Tauchgang von einem Meter Tiefe überstheen (im Süßwasser). IP68 soll sogar einen Schutz bei dauerhaftem Untertauchen bieten, und ist in vielen neueren Smartphones, vor allem etwas teureren Modellen, vorhanden. Darauf ankommen lassen sollte man es aber dann doch nicht unbedingt.

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