Erste Hilfe

Smartphone-Wasserschaden - was tun?

Smartphones und Wasser ergeben eine Kombination, die selten ein gutes Ende nimmt. Bevor das eigene Handy schwere Schäden davonträgt oder komplett den Dienst verweigert, ist es ratsam, jenen Defekt gar nicht erst entstehen zu lassen. Doch guter Rat kann teuer sein, wenn der Kontakt mit dem nassen Element bereits stattgefunden hat. Was man bei einem Wasserschaden tun kann, erfahren Sie hier.

Wasserschaden Handy© blackday / Fotolia.com

Erste Schritte nach dem Wasserschaden am Smartphone

Ist das Smartphone bereits mit zu viel Wasser in Kontakt gekommen, kann das dazu führen, dass das Gerät gar nicht mehr funktioniert. Sollte das Handy nicht mehr reagieren, sollte man es möglichst sofort ausschalten. Wiederholtes Einschalten kann dazu führen, dass der entstandene Schaden intensiviert und eventuelle Reparaturarbeiten verteuert werden. Mit ein wenig Glück funktioniert das Gerät wieder, sobald das Wasser auf natürliche Weise verdunstet ist. Dabei helfen kann ein Trick: Legt man das Handy in ein Glas mit Reis, saugt dieser die Flüssigkeit auf. Der Prozedur sollte man ein bis zwei Tage Zeit geben. In jedem Fall ist es aber ratsam, das Handy nicht mehr übermäßig zu strapazieren, wenn ein offensichtlicher Defekt vorliegt. Ein Ersatzgerät ist vorübergehend die klügere Wahl.

Sonderfall Apple: AppleCare+ deckt Wasserschäden am iPhone

Ein Wasserschaden ist immer selbstverschuldet, weshalb die Garantie der Hersteller in diesen Fällen nicht greift. Käufer eines iPhones können aber immerhin von AppleCare+ Gebrauch machen: Der kostenpflichtige Dienst schlägt mit 99 Euro jährlich zu Buche und sorgt dafür, dass Apple das Gerät repariert - für eine weitere Zahlung von einmalig 69 Euro. Für ungefähr 170 Euro ist es somit möglich, den Schaden ungeschehen zu machen. Allerdings müssen alle Kunden des Unternehmens diesen Preis auch dann zahlen, wenn sie von AppleCare+ gar keinen Gebrauch machen. Eine günstigere Alternative - auch abseits des Apple-Universums - kann die Reparatur in einem Fachgeschäft sein.

Wasserschaden: Reparatur beim unabhängigen Fachmann

Smartphones mit einem Wasserschaden können inzwischen auch von diversen Reparaturwerkstätten für Handys instandgesetzt werden. Da es sich um einen recht verbreiteten Defekt handelt, verfügen die Mitarbeiter dieser Dienstleister häufig über viel Erfahrung im Umgang mit diesem Schaden. Da ein Kostenvoranschlag praktisch immer zu den Leistungen dieser Unternehmen zählt, ist es außerdem sehr einfach, eine kurze Rechnung aufzustellen: Ist der Neukauf eines ähnlichen Modells günstiger oder lohnt sich die Reparatur? Gerade bei Geräten der günstigen Mittelklasse kann das Ergebnis natürlich sehr knapp ausfallen.

Findet man keine Handy-Werkstatt in der Nähe, können Online-Dienste helfen. Beispielsweise die Online-Anbieter handyreparatur123.de oder justcom-shop.de reparieren Wasserschäden am Smartphone. Man schickt das Gerät ein, lässt es reparieren und bekommt es wieder zurückgeschickt. Meist sind bei diesen Online-Werkstätten die Portokosten schon im Reparaturpreis enthalten.

Prävention ist die beste Methode

Sinnvoll ist es selbstverständlich, das Smartphone gar nicht erst mit Wasser in Berührung kommen zu lassen. Das heißt: Besondere Vorsicht ist in Umgebungen geboten, in welchen es traditionell nass werden kann, wie etwa in der Küche oder im Badezimmer. Eine günstige Schutzhülle kann oft bereits das Schlimmste verhindern. Wer häufig in freier Natur unterwegs ist, sollte hingegen die Beschaffung eines Handys mit IP67-Zertifikat in Erwägung ziehen: Diese Geräte sind gegen Kontakt mit Wasser geschützt und können auch Tauchgänge überleben. Eine solche Zertifizierung ist allerdings eher die Ausnahme als die Norm und treibt auch die Kosten des Smartphones in die Höhe.

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