Streaming: Musik, Videos und TV-Inhalte jederzeit abrufen

Streamingdienste haben innerhalb weniger Jahre die Art der Nutzung von Videos, TV und Musik verändert. Inhalte wie Filme, Serien oder Songs lassen sich beispielsweise per Internet auf mobile Geräte wie Smartphones und Tablets oder auf den heimischen Fernseher übertragen und direkt abspielen. Beim Streaming werden die Daten nicht dauerhaft auf dem eigenen Gerät gespeichert, ein Download ist nicht erforderlich. Stattdessen lassen sich, abhängig von der Leistung der genutzten Internetverbindung, Streaming-Inhalte in Sekundenschnelle im Browser oder der App starten. Was aber ist beim Streaming zu beachten und welche Streamingdienste gibt es überhaupt? Wir geben einen Überblick zu Musikstreaming, Videostreaming und TV-Streaming.

Streaming treibt den Datenverbrauch in die Höhe

VideostreamingDurch das Streaming steigt der Datenverbrauch pro Kopf an.

Wer einen DSL-Anschluss oder Kabelanschluss mit Internet-Flatrate nutzt, macht sich um den Datentraffic in der Regel keine Gedanken. Bei häufigem Streaming erhöht sich der monatliche Datenverbrauch aber erheblich. Beim Streamen eines HD-Films fällt ein Datenverkehr von mindestens 1 GB oder mehr an. Bei der Nutzung auf mobilen Geräten sollte man daher den Datenverbrauch stets im Blick haben. Je nach Mobilfunkvertrag ist ansonsten das im Tarif enthaltene monatliche Highspeed-Datenvolumen schnell aufgebraucht. Es ist daher ratsam, Streaming-Inhalte auf Smartphone oder Tablet bevorzugt per WLAN-Verbindung zu nutzen.

So schnell muss der Internetanschluss für Streaming sein

Abhängig von der gewählten Bild- oder Audioqualität der gestreamten Inhalte ist ein entsprechend schneller Internetanschluss erforderlich. Während das Streaming von HD-Videos in einem Single-Haushalt schon über einen klassischen DSL-Anschluss mit bis zu 16 Mbit/s realisierbar ist, sollte in einem Mehrpersonen-Haushalt oder bei Zugriff auf Ultra-HD-Inhalte ein VDSL-Anschluss mit 50 Mbit/s oder mehr oder alternativ ein entsprechend schneller Kabelanschluss verfügbar sein. Andernfalls werden die Streams bei gleichzeitigem Zugriff auf Streamingdienste von mehreren Personen im Haushalt nicht ruckelfrei dargestellt.

Kostenlose und kostenpflichtige Streaming-Angebote

Wer Inhalte aus dem Netz streamen möchte, muss dafür nicht unbedingt zahlen. Einige Anbieter halten werbefinanzierte Varianten mit eingeschränkten Leistungen bereit. So lassen sich etwa der Musikstreamingdienst Spotify oder der TV-Streaming-Dienst Zattoo auch kostenfrei nutzen. In der Regel lassen sich die meisten Dienste innerhalb eines bestimmten Zeitraums gratis testen. Kostenpflichtige Dienste schlagen im Schnitt mit monatlichen Kosten von 8 bis 10 Euro zu Buche. Wer Zusatzfeatures wie eine besondere Bild- oder Audioqualität wünscht, kann entsprechende Premium-Optionen oder Tarifvarianten für ein paar Euro Aufpreis wählen.

Schnelle Internet-Tarife für das Streamen

Musikstreaming: Spotify, Amazon Music, Apple Music & Co.

Während früher MP3-Downloads der aktuellen Hits angesagt waren, erlauben Musikstreamingdienste nun zum monatlichen Pauschalpreis den Zugriff auf viele Millionen Musiktitel und Alben. Die Titel lassen sich oft alternativ auch herunterladen und offline anhören. Der dominierende Anbieter ist Spotify, doch der schwedische Dienst erhält zunehmend Konkurrenz durch die Musikangebote der großen Internetkonzerne wie Amazon, Apple und Google oder von Diensten wie Deezer, Napster, Juke, Tidal & Co.

Einzelne Musik- und Videostreamingdienste lassen sich inzwischen bei diversen Internetanbietern gegen Aufpreis auch als Option zu einem Internet-Tarif hinzubuchen.

Videostreaming: Filme und Serien per Netflix, Amazon Prime Video & Co. schauen

Netflix Screenshot

Mit Videostreamingdiensten werden die Nutzer selbst zu Programmdirektoren. Ein großes Angebot an Filmen und Serien lässt sich zum monatlichen Pauschalpreis jederzeit abrufen. Ganze Serienstaffeln können bei Bedarf direkt hintereinander angeschaut werden. Videodienste wie die aus den USA stammenden Netflix und Amazon Prime Video oder das deutsche maxdome bieten sich denn auch als Alternative zum linearen Fernsehen an. Kunden bleiben dabei flexibel: Netflix und maxdome sind monatlich kündbar. Der Videostreamingdienst Prime Video von Amazon ist einerseits Bestandteil der kostenpflichtigen Prime-Mitgliedschaft des US-Konzerns, kann andererseits aber auch einzeln mit einmonatiger Laufzeit gebucht werden. Empfangen lassen sich die Dienste im Browser oder auf Geräten wie Smartphones, Tablets, Spielkonsolen und über Streaming-Hardware wie Fire TV oder Chromecast. Auch eine Offline-Nutzung ist bei Bedarf möglich: Diverse Titel lassen sich herunterladen.

TV-Streaming: Fernsehen per Live-Stream oder auf Abruf

Ein Anschluss für Sat-TV oder ein Kabelanschluss ist für den Empfang der regulären Programme der öffentlich-rechtlichen und privaten TV-Sender nicht mehr zwingend erforderlich. Stattdessen finden die TV-Inhalte ihren Weg alternativ auch per Internet als Live-Stream auf Smart-TVs und mobile Geräte. Angeboten wird TV-Streaming in Echtzeit in Deutschland von Diensten wie Zattoo, Magine TV und waipu.tv. Zattoo bietet dabei als einziger Anbieter neben einem kostenpflichtigen Premium-Abo auch eine werbefinanzierte, kostenlose Variante an. Die monatlichen Kosten für den Zugriff auf die TV-Streamingdienste liegen meist bei rund 10 Euro pro Monat.

TV-Streaming bieten aber auch mehrere große Provider an. So haben beispielsweise mehrere Millionen Kunden EntertainTV der Deutschen Telekom abonniert. Vodafone stellt seinen Kunden Vodafone TV bzw. GigaTV zur Wahl. Die Kabelnetzbetreiber Unitymedia und PŸUR warten mit Horizon und advanceTV auf. Das Online-Fernsehangebot lässt sich bei Bedarf zu Internet- und Telefondiensten der DSL- und Kabelanbieter hinzubuchen. Inklusive sind bei den diversen Angeboten auch die Mediatheken zahlreicher TV-Sender, die viele Programminhalte auf Abruf bereithalten.

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