Tablet-PC: Tipps zu Kauf und Auswahl

Der Tablet-PC hat sich in den vergangenen Jahren von der Innovation zum Massenprodukt entwickelt. Als Ergänzung zum Smartphone oder als Alternative zum Desktop-PC bzw. Laptop sind die handlichen Rechner mit Touchscreen in vielen Haushalten zu finden, oft gleich mehrfach. Möchte man sich selbst einen Tablet-PC anschaffen, gilt es, mehrere Entscheidungen zu treffen.

Ein Tablet-PC für zu Hause oder für unterwegs?

Zunächst einmal sollte man wissen, wie man das Tablet verwenden möchte. Will man viel damit unterwegs sein, es im Park, an der Uni oder im Café nutzen? Und gibt es an diesen Orten WLAN? Wenn nicht, braucht man ein Tablet mit Mobilfunk-Anbindung. Die ganz günstigen Tablet-PCs bieten das nicht unbedingt, zudem werden viele Modelle in zwei Varianten angeboten. Die mit Mobilfunkzugang sind teilweise deutlich teurer als die Versionen, mit denen man nur über WLAN ins Internet gelangt. WiFi-Tablets genügen Nutzern, die ihr Gerät hauptsächlich zu Hause verwenden oder eben an Orten, wo sie WLAN haben. Mobilfunk-Tablets unterstützen aber natürlich auch WLAN. Erkennbar sind sie an dem SIM-Karten-Einschub oder Namenszusätzen wie "4G", "LTE" oder "Cellular". Ansonsten sollte man einen Blick in die technischen Details werfen.

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Welche technischen Daten sind noch wichtig?

Je nachdem, wie häufig und intensiv man sein Tablet nutzt und wofür genau, können auch weitere technische Daten wichtig sein. Für Gamer oder Nutzer von Videostreaming beispielsweise sollte ausreichend Prozessorleistung und RAM vorhanden sein, genauso wie das Display groß genug und möglichst hochauflösend sein darf. Speichert man zudem viele Apps und Fotos auf seinem mobilen Begleiter, sollte man vor dem Kauf die Speicherkapazität checken. Wo Einsteiger-Tablets nur 8 oder 16 GB an Bord haben, kommt man mit 256 oder 512 GB schon deutlich weiter. Das kostet natürlich tendenziell auch wieder mehr. Ein MicroSD-Karteneinschub ist ein großer Pluspunkt, denn darüber kann man den Speicher erweitern. Leider bieten nicht alle Tablets diesen Vorteil. Schließlich ist auch die Akkulaufzeit maßgeblich, wenn man viel Multimedia nutzt oder das Tablet hauptsächlich unterwegs benötigt.

Die Nutzung kann auch darüber entscheiden, wie groß das Tablet sein soll. Ein Display mit zwölf Zoll ist super zum Filme schauen, aber wird unterwegs vielleicht schon lästig. Wer es handlich mag, greift lieber zum 7-Zöller.

Android-Tablet, iPad oder Windows?

Während Windows bei Smartphones kaum noch eine Rolle spielt, ist das Microsoft-System bei den Tablet-PCs deutlich erfolgreicher. Mit den Office-Programmen und der Vertrautheit für Windows-PC-Nutzer kann der Hersteller hier punkten. Windows-Tablets werden zudem beispielsweise von Lenovo, Acer und Trekstor angeboten. Hochwertige Tablets und 2-in-1-Geräte, sogenannte Convertibles, sind die besondere Stärke von Microsoft, dafür stehen die Surface-Geräte des Herstellers.

Hochwertig und hochpreisig geht es bei Apples iPad zu. Der Name des unter iOS laufenden Tablets ist für viele der Inbegriff des Tablets, wenn nicht gar ein Synonym. Praktisch: hat man entschieden, dass es ein Apple-Tablet werden soll, ist die Auswahl überschaubar: iPad mini, iPad oder iPad Pro? Weniger überschaubar ist dafür die Palette an Tablet-PCs mit Android. Das offene System kommt in der absoluten Mehrzahl nicht nur auf allen Smartphones, sondern auch auf allen Tablets, zum Einsatz. So unterschiedliche Hersteller wie Samsung mit seinen Galaxy-Modellen, Huawei mit dem MediaPad, Asus und Archos und Sony bauen Android-Tablets. Was außerdem noch Erwähnung finden sollte, sind auf Android basierende Eigenentwicklungen wie beispielweise Amazons Fire OS.

Microsoft Surface

Tablets mit Tastatur finden

Für diejenigen, die sehr viel am Tablet schreiben möchten, kann es sich anbieten, direkt ein Tablet mit Tastatur zu kaufen, das dies das Tippen erleichtert.

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Wie viel Geld will ich ausgeben?

Auch das ist eine wichtige Frage beim Tabletkauf, die man sich stellen sollte. Sonst malt man sich vielleicht sein Traumtablet mit den tollsten Eigenschaften aus und bekommt einen Schrecken, wenn man den Preis sieht. Klar ist: Für 100 oder auch 200 Euro bekommt man kein neues iPad. Was man bekommt, ist ein Einsteiger-Tablet mit Basisausstattung. Das genügt für die gängigen Anwendungen. Wenn man aber hohe Ansprüche an die Grafik hat oder viel Prozessorleistung und Arbeitsspeicher zum Streamen und Zocken braucht, muss man mehr Geld in die Hand nehmen.

Weit gefächert wie der Variantenreichtum bei Tablets ist auch die Preisspanne: Ähnlich wie bei Smartphones geht es bei 100 Euro für ein günstiges Android-Tablet los. Nach oben hin geht es bis hin zu 600, 700 oder noch mehr Euro für die absoluten High-End-Geräte. Wer sich eines der Flaggschiffe von Samsung oder Apple holt, also ein iPad oder das neueste Galaxy Tab, für den kann es auch vierstellig werden.

Tarif für den Tablet-PC benötigt?

Auch das Thema "Datentarif" gehört mit in die Überlegungen einbezogen, bevor man sich einen Tablet-PC anschafft. Wer außerhalb eines WLAN-Zugangs mobil im Internet surfen möchte, benötigt nämlich nicht nur ein mobilfunkfähiges Tablet, sondern auch einen entsprechenden Tarif, ganz wie beim Handy, mit dem man ja ohne SIM-Karte auch nicht telefonieren kann. Theoretisch kann man auch einen Handytarif im Tablet nutzen, es bietet sich jedoch an, einen eigenen Vertrag oder Prepaid-Tarif zu buchen. Diese sind nämlich rein auf die Internetnutzung ausgelegt, sodass man keine Leistungen bezahlt, die man ohnehin nicht nutzen kann.

Unser Datentarif-Rechner hilft bei der Suche nach einem Tarif für den Tablet-PC. Neben Prepaid-Karten und günstigen Verträgen finden sich hier auch Angebote für sogenannte Bundles, also Kombinationen von Tarif und Hardware. Diese Verträge haben in der Regel eine Laufzeit von 24 Monaten und haben eine höhere Grundgebühr. Dafür bekommt man das Tablet gleich dazu und muss nicht den kompletten Kaufpreis auf einmal aufbringen. Welche Variante günstiger ist – Tarif und Tablet-PC zusammen bestellen oder separat anschaffen – rechnet man sich am besten einmal in Ruhe durch.

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Besonders bei höherpreisigen Tablets lohnt sich eine Tabletversicherung, um im Schadensfall nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben.

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