Wechseln oder bleiben

Der Telekom kündigen: Wann es sich lohnt

Viele Bestandskunden nutzen alte Telekom-Tarife zu ungünstigen Konditionen. Dabei könnte ein Wechsel – auch Telekom-intern – viel Geld sparen. Wir erklären, für wen es sich lohnt, der Telekom die Treue aufzukündigen und wer mit einem Anbieterwechsel besser beraten ist.

Telefonieren© Luis Camargo / Fotolia.com

Linden (red) - Wer noch in einem alten Telekom-Tarif steckt und nicht durchgängig billige Vorwahlen (Call-by-Call) nutzt, sollte einen Wechsel ins Auge fassen - durchaus auch Telekom-intern. Denn die alten Standardtarife haben zwar etwas niedrigere Monatsgebühren, aber im Schnitt viel höhere Minutenpreise als die aktuellen Angebote.

Häufige Auslandstelefonate

Wenn man häufig ins Ausland telefoniert, ist ein Verbleiben bei der Telekom (www.telekom.de) meist besonders sinnvoll. Denn zusätzlich zur Nutzung von Call-by-Call bietet die Telekom, ebenso wie einige Konkurrenten, für etliche Auslandsziele auch Pauschaltarife an. Eine kleine Pauschale ist schon für knapp vier Euro monatlich zu haben. Der Telekom die Treue zu halten lohnt sich auch dann, wenn man viel in die Handynetze telefoniert, denn dabei ist die Ersparnis durch Call-by-Call immens. Hier muss man allerdings bedenken, dass Handytarife oft Allnet-Flatrates für kleines Geld bieten und man dadurch unabhängiger vom Festnetz-Telefon wird.

Flatrates und Komplettpakete

Für Vieltelefonierer wie Familien oder Wohngemeinschaften bietet ein Wechsel zu einem alternativen Telefonanbieter vielfach eine Ersparnis. So ist etwa die Flatrate fürs deutsche Festnetz bei anderen Anbietern deutlich preiswerter als bei der Telekom. Noch mehr lässt sich bei Pakettarifen sparen, wenn man schnelles Internet mit dem Telefonanschluss kombiniert. Preislich kann der Ex-Monopolist bei solchen Komplettanschlüssen kaum mithalten, für die Gesprächsqualität erhält der Magenta-Konzern aber stets Bestnoten. Zudem gibt es Call-by-Call dort exklusiv.

Ist der Festnetzanschluss noch nötig?

Sparfüchse und Wenigtelefonierer sollten überlegen, ob sie vielleicht ganz auf einen festen Anschluss verzichten können, denn dafür fallen jeden Monat knapp 20 Euro an. Telefoniert man nur deutschlandweit, reicht ein Handytarif vom Discounter in aller Regel aus. Bedenken sollte man aber, dass Anrufer dann die Gebühren eines Handygesprächs zahlen. Das lässt sich umgehen, wenn man zum Handytarif auch eine Festnetznummer bestellt. Noch ein Extra-Tipp zum Schluss: Wer einen alternativen Anbieter sucht, kann auch bei seinem Kabelnetzbetreiber nachfragen.

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