Kurz erklärt

So richtet man eine Rufumleitung fürs Festnetz ein

Eine Rufumleitung fürs Festnetztelefon ist schnell eingerichtet, wenn man weiß, wie es geht. Es gibt sogar mehrere Möglichkeiten, Anrufe auf eine andere Nummer weiterleiten zu lassen. Die Kosten sollte man dabei immer im Blick haben.

27.04.2020, 14:54 Uhr
Telefontarife© Inga F / Fotolia.com

Manchmal ist es sinnvoll, eine Rufweiterleitung oder eine Rufumleitung auf seinem Festnetztelefon einzurichten, zum Beispiel, wenn man unterwegs einen dringenden Anruf erwartet oder seinen Firmenanschluss nach Hause umleiten will. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die auch von der Art des Festnetzanschlusses abhängig sind. Fast alle Festnetzprovider haben inzwischen auf IP-basierte Anschlüsse umgestellt, die sich verhältnismäßig einfach konfigurieren lassen. Bei den meisten Telefonen ist die Steuerung direkt über Eingaben am Telefon möglich.

1. Rufumleitung per Zifferncode am Telefon einrichten

Die Rufumleitung lässt sich bei Anschlüssen der Telekom zum Beispiel über die Tastenfolge *21*Zielrufnummer# aktivieren. Nach der Eingabe erfolgt eine sofortige Umleitung auf die gewählte Rufnummer. Dabei ist es egal, ob die Nummer eine Mobil- oder Festnetznummer ist. Mit einer 61 statt der 21 erfolgt die Umleitung nur dann, wenn niemand abnimmt, und mit 67 leitet das Telefon den Anruf um, wenn der Anschluss besetzt ist. Die Deaktivierung der jeweiligen Rufumleitungen ist mit der Kombination #Ziffer# möglich.

2. Rufumleitung im Router einrichten

Als zweite Möglichkeit kann man Anrufe auch umleiten, indem man im Router entsprechende Einstellungen vornimmt. Bei der Fritz!box 7490 beispielsweise findet man diese Option unter "Telefonie" > "Rufbehandlung" > "Rufumleitung". Hier kann man ganz detailliert seine Wünsche für die Anrufweiterleitung angeben, zum Beispiel auch einzelne Anrufer umleiten oder nur solche Anrufe umleiten, die auf eine bestimmte Nummer eingehen. Wissenswert: Läuft die Weiterleitung über den Router, werden zwei Leitungen genutzt (eine für den eingehenden Anruf und eine für die Weiterleitung). Das ist nicht der Fall, wenn die Weiterleitung durch den Provider direkt erfolgt.

3. Rufumleitung im Servicecenter beauftragen

Nicht bei allen Festnetzanbietern funktioniert die Einrichtung der Rufumleitungen direkt über das Telefon. In diesem Fall loggen sich Kunden bei ihrem jeweiligen Anbieter im Internet ein und richten die Weiterleitung über das Servicemenü ein. Der Vorteil der Einrichtung über das Menü: Auch wenn das eigene Telefon einmal nicht funktioniert, kann man Weiterleitungsoptionen dennoch bearbeiten. In den Servicecentern der Provider lassen sich häufig auch noch weitere Einstellungen vornehmen. So können je nach Anbieter Rufnummern abhängig von der Tageszeit aktiviert werden oder Rufumleitungen je nach Tag zu anderen Nummern erfolgen. Auch hier bietet nicht jeder Provider dieselben Lösungen, einige ermöglichen umfangreiche Einstellungen, andere bieten nur das Basispaket ohne zeitliche Steuerung an.

Was kosten Rufumleitungen bei Festnetztelefonen?

Der Anrufer zahlt für einen weitergeleiteten Anruf ausschließlich die Kosten, die für den regulären Anruf bei der gewählten Rufnummer entstehen. Die Kosten für die Weiterleitung zahlt der Inhaber der Nummer. Besteht eine Flatrate für Telefonie, entstehen oft keine weiteren Kosten für Rufumleitungen auf andere Festnetznummern. Bei O2 beispielsweise ist das aber nicht der Fall, deswegen sollte ein Blick in die Preisliste des eigenen Anbieters der Nutzung einer Weiterleitung in jedem Fall vorausgehen. Verbreitet sind Flatrates aber ohnehin nur für Festnetztelefonie. Wer sein Festnetztelefon auf eine Mobilfunknummer umleitet, muss auch bei anderen Anbietern mit teils erheblichen Kosten von um die 20 Cent pro Minute rechnen.

Kosten für die Weiterleitung eines Anrufs fallen nur an, wenn eine Verbindung aufgebaut wird. Wenn der weitergeleitete Anruf nicht angenommen wird, bleibt das Telefonat sowohl für den Anrufer als auch für den Angerufenen trotz Rufumleitung kostenfrei.

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