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Telefonieren im Krankenhaus kann teuer werden

Immer wieder kommt es bei Aufenthalten im Krankenhaus zu hohen Telefonkosten für die Patienten. Hier können Sie nachlesen, was das Telefonieren im Krankenhaus kostet und wie Sie diese Kosten umgehen können.

GesundheitsreformDamit man im Krankenhaus erreichbar ist, nimmt man am besten ein Handy mit.© Alexander Raths

Noch vor wenigen Jahren gab es in vielen Krankenhäusern ein Handyverbot. Das Hauptargument für das Verbot war, dass durch Mobiltelefone empfindliche Geräte gestört oder beeinflusst werden könnten und auch Patienten zu Schaden kämen. Diese Argumentation scheint aber weitgehend überholt, wie mehrere Studien aus Großbritannien und den Niederlanden darlegen. Kritiker vermuten daher das Gewinnstreben der Kliniken hinter der Beibehaltung des Handyverbots, denn die üblichen Krankenhaustarife übers Festnetz sind bisweilen sehr hoch.

Minutenpreise vergleichen

Häufig belaufen sich alleine schon die Bereitstellungskosten für ein Telefon am Bett auf ein bis vier Euro täglich. Hinzu kommen die tariflichen Kosten. Die Minutenpreise fürs Festnetz können teilweise deutlich höher ausfallen als bei einem regulären Festnetzgespräch. Andererseits kann das Telefonieren im Krankenhaus aber auch kostenlos sein oder man bezahlt nur für die Bereitstellung eines Telefons. Die Kosten dafür erfährt man aber häufig erst, wenn man bereits auf der Station liegt.

Nicht immer zahlt nur der Anrufer

Doch nicht nur die günstiger gewordenen Handytarife sprechen gegen das Krankenhaus-Festnetz. Denn in manchen Fällen werden nicht nur Anrufer, sondern auch Angerufene zur Kasse gebeten. Das heißt, der Patient spart nicht immer dadurch, wenn er sich anrufen lässt, anstatt selbst zu telefonieren. Oftmals werden 01805-Nummern benutzt, die bis zu 14 Cent die Minute aus dem Festnetz und bis zu 42 Cent pro Minute aus dem Mobilfunknetz kosten dürfen. Es ist also dringend anzuraten, sich über die Telefonkosten im Krankenhaus vor der Nutzung des Telefons ausreichend zu informieren.

Handy mitnehmen lohnt sich

Das Handyverbot in Krankenhäusern ist sicher nicht mehr zeitgemäß. Die meisten Kliniken haben heute kein Problem mehr damit, wenn Patienten ihre Mobiltelefone mitnehmen. Vor allen Dingen bei längeren Aufenthalten im Krankenhaus kann es also sehr sinnvoll sein, ein Mobiltelefon mitzuführen oder sogar eigens ein günstiges Gerät mit Prepaid-Tarif anzuschaffen. Mit dem Handy kann man ab fünf Cent pro Minute deutschlandweit telefonieren und sich vor allem auch kostenlos anrufen lassen. Außerdem hat man mit dem Handy immer alle wichtigen Nummern dabei. Dass man nicht stundenlang telefonieren sollte, wenn man andere Patienten dabei stört, ist natürlich ein anders Thema.

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