Hintergrund

Wie im Call-by-Call abgerechnet wird

Was viele Nutzer billiger Vorwahlen nicht wissen: Es kann vorkommen, dass sich der Minutenpreis für ein Telefonat während des Gesprächs ändert. Das ist rechtens, aber zum Schutz der Verbraucher müssen sich die Anbieter an Regeln halten.

Telefonieren© Luis Camargo / Fotolia.com

Linden – Das Thema Call-by-Call ist trotz der vielen Angebote bei Flatrates, Chats & Co. für viele noch immer sehr wichtig. Denn trotz der EU-Roaming-Regelungen, mit denen für die Handynutzung im Ausland keine gesonderten Kosten mehr anfallen, ist das Telefonieren in das Ausland noch immer ein Problem. Die billigen Vorwahlen haben nicht den besten Ruf: In den Medien wurde oftmals auch negativ von den Call-by-Call-Anbietern berichtet. Dabei gilt seit August 2012 die Pflicht zur Tarifansage, die Verbraucher zusätzlich vor Kostenfallen schützt. Was sollten Nutzer dennoch beachten? Welche Abrechnungsmodelle gibt es?

Wichtig: Regelmäßige Kontrolle

Viele Verbraucher, die bislang die Call-by-Call-Vorwahlen recht vertrauensselig genutzt und vergleichsweise selten kontrolliert hatten, wurden in den vergangenen Jahren misstrauisch - mit Recht, denn der Markt ist von großer Konkurrenz geprägt, so dass häufige Tarifwechsel an der Tagesordnung sind: Der Nutzer ist also gewissermaßen in einer Kontrollpflicht, will er nicht in der "falschen" Zeitzone landen. Nur wer vor jedem längeren Telefonat die Preise im Tarifrechner kontrolliert und bei der Tarifansage aufmerksam zuhört, ist auf der sicheren Seite. Nur so kann das große Sparpotenzial auch wirklich greifen. Auch Hinweise auf unseren Seiten sollten beachtet werden. Insbesondere ist Folgendes wichtig:

  • Festnetz und Handynetze werden meist unterschiedlich bepreist.
  • Auch für einzelne Städte können andere Preise gelten.
  • Zu jeder vollen Stunde können Preisänderungen eintreten.

Wie die meisten Anbieter abrechnen

Im unserem Support wird regelmäßig gefragt, wie die Anbieter denn abrechnen, sprich, was passiert, wenn sich ein Tarif während eines Telefonats ändert. Die Tarifansagepflicht brachte für den Verbraucher hier eine positive Entwicklung. Lange Zeit berechneten die meisten Anbieter nämlich während eines Telefonats immer den aktuell gegebenen Preis - wenn sich der Tarif zur vollen Stunde änderte, wurde ab diesem Zeitpunkt auch der neue Tarif berechnet.

Das änderte sich erfreulicherweise mit der Einführung der Tarifansagepflicht. Seitdem muss der Anbieter auch während eines Gesprächs eine Tarifansage schalten, die den neuen Preis bekannt gibt. Die Preisansage muss drei Sekunden vor dem Zeitpunkt erfolgen, zu dem kostenpflichtig telefoniert wird.

Call-by-Call: Wie sieht die Rechnung aus?

Call-by-Call-Telefonate werden "postpaid" abgerechnet, also nachträglich. Die Posten finden sich auf der regulären monatlichen Abrechnung der Deutschen Telekom. Die aller meisten Telefonate werden pro Minute abrechnet (60-60-Taktung), es gibt vereinzelt aber auch andere Taktungen, die über unseren Call-by-Call-Rechner angezeigt werden. Die Abrechnung startet mit Gesprächsbeginn, also nach der Tarifansage und jede begonnene Minute zählt. Tipp: Um Gesprächskosten genau nachvollziehen zu können, empfehlen wir bei der Deutschen Telekom generell einen Einzelverbindungnachweis einrichten zu lassen.

Günstige Telefontarife finden
  • Ziel
  • Dauer
  • Zugangsart
  • Abrechnungstakt
  • Zusatzoptionen
Wissenswertes zum Thema
Zum Seitenanfang
Der BT-Navigator
Quicklinks