3D-Drucker© oporkka / Fotolia.com

3D-Drucker: Gestaltung in der dritten Dimension für jedermann?

3D-Drucker gibt es schon seit Jahren, doch bislang ist der breite Durchbruch ausgeblieben. Was bieten 3D-Drucker und finden sich diese bald vielleicht in jedem Haushalt? Ein Blick auf die Zukunft der 3D-Drucker.

3D-Drucker sind immer mal wieder im Gespräch, in den Mainstream sind sie jedoch nach wie vor nicht durchgedrungen. Dennoch gibt es bereits viele Gebiete, auf denen die praktischen Geräte im Einsatz sind. Zeit, eine Bestandsaufnahme durchzuführen und einen Blick auf die Zukunft der 3D-Drucker zu werfen.

Was sind 3D-Drucker?

Im Gegensatz zu gewöhnlichen Druckern besteht das Ziel darin, Objekte zu drucken. Dies geschieht durch die Verwendung diverser Kunststoffvarianten, die erhitzt und damit verflüssigt werden. Eine Düse baut die gewünschten Objekte dann Schicht für Schicht von unten nach oben zusammen. Daraus folgt auch, dass der Druckprozess natürlich wesentlich länger dauert als etwa das Ausdrucken eines Dokuments. Von Minuten bis Stunden, abhängig von Komplexität und Größe des Objekts, sind alle Zeitspannen denkbar. Auch das Setup erfordert ein wenig Einarbeitung, die Bedienung ist längst noch nicht so einfach wie bei normalen Druckern. Die Größe eines 3D-Druckers ist ebenfalls kaum limitiert: Geräte für zu Hause sind ebenso im Handel zu finden wie Varianten, mit denen Flugzeughersteller komplette Tragflächen für Testflugzeuge bauen.

Anwendungsbereiche für 3D-Drucker

Grundsätzlich eignen sich 3D-Drucker für alles, was aus Kunststoff hergestellt werden kann und nicht allzu stabil sein muss. Metalldruck beispielsweise ist nicht möglich. In privaten Haushalten könnten das Spielfiguren sein, Becher, Behälter aller Art, Wanduhren, bestimmte Formen der Kleidung, Helme, selbstgemachte Halterungen für Smartphones und andere Geräte, kleine Regale und vieles mehr. Eine Grenze wird praktisch nur durch die eigene Kreativität bzw. die Schaffenslust anderer Personen im Internet gesetzt. Haltbar sind die erstellten Gegenstände in jedem Fall: Da es sich um Kunststoff handelt, drohen keinerlei Schäden durch Witterung & Co. Am Ende sind die Einsatzmöglichkeiten mehr oder weniger unbegrenzt – ähnlich wie bei der Gestaltung von Bildern auf Papier.

Die Community der 3D-Drucker

Einen großen Anteil an der Entfaltung der 3D-Drucker trägt die Community dahinter: Damit überhaupt etwas gedruckt werden kann, sind Vorlagen notwendig, die sich Interessenten aus dem Internet herunterladen können. Diese werden auf Community-Webseiten zur Verfügung gestellt – wahlweise kostenlos oder auch gegen ein Entgelt. Es spricht auch nichts dagegen, selbst aktiv zu werden und Schablonen hochzuladen. Allerdings ist der Prozess wesentlich komplexer als im zweidimensionalen Raum und verlangt viel Einarbeitungszeit, wenn keinerlei Erfahrung mit 3D-Modellierung vorliegt. Für den Anfang empfehlen sich daher vergleichsweise einfache Objekte – wie vielleicht Lesezeichen, kleine Spielwürfel oder vergleichbare Objekte. Ein Großteil der Faszination der 3D-Drucker entspringt genau diesem Zusammenhalt der Community.

3D-Drucker in jedem Haushalt?

Von der Vorstellung, dass sich 3D-Drucker etwa wie Tintenstrahl- oder Laserdrucker in jedem Haushalt finden, sind wir nach wie vor weit entfernt: 3D-Drucker sind selbst in kleinen Ausführungen recht sperrig. Darüber hinaus ist die Bedienung kompliziert und das Material für die Verwendung recht teuer. Anwendungsfälle existieren jedoch: Denkbar wäre etwa das Ausdrucken von Besteck oder anderen Alltagsgegenständen, um diese nicht nachkaufen zu müssen. Selbst komplette Schuhe wurden bereits durch 3D-Drucker hergestellt – und auch Recycling wäre kein Problem. Dennoch: Bedingt durch die hohen Preise und die komplexe Bedienung wird es noch viele Jahre dauern, bis 3D-Drucker wirklich in Privathaushalten angekommen sind. Aktuell sind sie praktisch nur ein Hobby für eine kleine, technikbegeisterte Käuferschicht, die weder Aufwand noch Kosten scheut.

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