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Mit 5G auf der Überholspur der Datenautobahn

In den vergangen Jahren konnte man eine große Geschwindigkeitssteigerung von UMTS über HSPA bis hin zu LTE verfolgen. Und die rasant steigende Kurve soll fortgeführt werden: Die verschiedensten Länder arbeiten bereits an einem Nachfolger, der bis zu 10 Gbit die Sekunde liefern soll.

Smartphone-Besitzer können ihr Gerät dank unzähliger Apps individuell anpassen, doch eine Sache bleibt immer gleich: Unterwegs steigt man mit seinen mobilen Daten ins Internet ein. Möglich wird dies durch die verschiedenen Mobilfunkgenerationen, die im Laufe der Zeit schneller und weiter ausgebaut wurden. Im Jahre 2019 ist - beziehungsweise war - 4G (auch LTE genannt) die aktuellste Ausgabe, der Nachfolger davon heißt 5G. Natürlich steht auch diesmal wieder eine höhere Datenübertragungsrate ganz oben, doch die neue 5G-Generation bietet noch mehr.

Grundlegende Informationen zu 5G

Hinter der Abkürzung 5G verbirgt sich die "fünfte Generation" des Mobilfunks. Damit ist es genau so wie bei den Vorgängern: 3G zum Beispiel steht für „dritte Generation“ und 4G für „vierte Generation“. Die Hersteller setzen den Start für 2020 an, als Endverbraucher benötigt man ausschließlich passende Hardware und einen entsprechenden Tarif. Alles andere wird automatisch erledigt und der Umstieg auf 5G erfolgt wie bei den Vorgängern.

Vorteile der fünften Mobilfunkgeneration

Als Mobilfunknutzer profitiert man in erster Linie von mehr Geschwindigkeit (dies muss natürlich auch vom Tarif unterstützt werden). In Zahlen ausgedrückt sollen es zwischen 5.000 Mbit/s und 20 Gbit/s werden. Vergleicht man es mit der weiterentwickelten LTE-Version "LTE Advanced" (hier sind maximal 1 Gbit/s drin), dann ist der Sprung in der Theorie tatsächlich enorm. Dazu kommt, dass mit 5G 98 Prozent der Haushalte mit einer verfügbaren Mindestrate von 100 Mbit/s versorgen möchte. Für viele ein entscheidender Punkt, denn auch wenn die vierte Mobilfunkgeneration immer weiter ausgebaut wird, von einer flächendeckenden Verfügbarkeit kann man nicht sprechen. Es gibt aber noch weitere Vorteile: Beispielsweise sollen bei 5G auch die Latenzzeiten deutlich niedriger ausfallen (das Ziel sind maximal 1 Millisekunde und noch weniger). Eine Reaktion von einem mobilen Endgerät zum anderen erfolgt demnach blitzschnell.

5G: Das Netz für mehr Endgeräte

Ein Schwachpunkt sind bislang auch die Kapazitäten, denn auch bei 4G ist es so, dass sich mehrere Nutzer eine Funkzelle teilen müssen. Es betrifft alle umliegenden Endgeräte der Zelle, sodass irgendwann die Kapazitäten dieser ausgeschöpft sind. Die Folge: Deutlich schlechtere Datenübertragungsraten. Mit 5G ändert sich zwar das Prinzip nicht, doch die fünfte Mobilfunkgeneration soll höhere Frequenzbereiche und erhöhte Frequenzkapazitäten nutzen. Insgesamt sollen sich deutlich mehr Endgeräte ins Netz einloggen können. 5G rüstet sich somit für die Zukunft und soll gleichzeitig auch die Schlüsseltechnologie einer vollständig vernetzten Welt sein. Stickwörter sind hier "Internet of Things", "Smart Cities" und insgesamt die Digitalisierung des Industrie.

Wann ist 5G für Verbraucher verfügbar?

Eine Sache ist sicher: 5G kommt. Die Frage ist nur, ob die theoretischen Versprechen auch eingehalten werden können. Man darf zwar nicht von Beginn an die volle Leistung erwarten (der Ausbau wird seine Zeit brauchen), doch wenn die wichtigsten Punkte, wie Leistungszuwachs und höhere Kapazitäten, zur Praxis werden, dann gewinnen unterm Strich alle. Die Hersteller haben deutlich geringere Stromkosten und der Endverbraucher kann noch schneller und effizienter im Internet sein. Eine große Hürde: Die Netzwerkinfrastrukturen müssen umfangreich angepasst werden.

Eine wichtige Hürde für den Start von 5G wurde im Juni 2019 genommen: Die Versteigerung der entsprechenden Mobilfunkfrequenzen wurde abgeschlossen. Vier Provider - die Deutsche Telekom (13 Frequenzblöcke), Vodafone (12), Telefónica (9) und Drillisch (7) - bezahlten für die Frequenzblöcke insgesamt 6,55 Milliarden Euro.

Wer 5G nutzen möchte, muss aber nicht nur auf den Ausbau der Netze warten: Um die Anschaffung neuer Hardware kommt man nicht herum. 5G findet nämlich nicht via Software-Update den Weg auf die Geräte, sondern es muss ein entsprechender Chip verbaut sein. Über die Auswahl an kompatiblen Produkten muss man sich keine Sorgen machen, denn die ersten 5G-Smartphones haben ihren Weg auf den Markt bereits gefunden – genauso wie die ersten Tarife.

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