Internet© phecsone / Fotolia.com

Add-ons: Software-Extras für den Browser

Add-ons sind Erweiterungen, die einen Browser wie Chrome, Firefox, Opera oder Edge um mit Funktionen bereichern können, die im Basispaket nicht enthalten sind. Ganz ohne Risiko ist es jedoch nicht, Add-Ons zu benutzen.

Was sind Add-ons?

Jeder aktuelle Browser kommt mit einer Funktion daher, um ein Add-on-Menü aufzurufen. Ein Add-on, auch Plug-in genannt, erfüllt eine ähnliche Funktion wie eine App fürs Smartphone. Die Installation erfolgt je nach Browser über ein oder zwei Klicks, spätestens nach einem Neustart stehen die angebotenen Funktionen dann zur Verfügung. Da Bewertungssysteme und eine Vorschau des Entwicklers zur Verfügung stehen, ist es auch nicht notwendig, "die Katze im Sack zu kaufen". Anfangs noch eher ein Spielzeug für Nerds, sind Add-ons heute auch bei durchschnittlichen Nutzern angekommen.

Beispiele für beliebte Add-Ons

Die bekannteste Art von Add-ons überhaupt dürften mit Abstand Werbeblocker wie Ad-block sein. Sie sorgen dafür, dass Werbung auf Internetseiten gefiltert wird, sodass sie der Nutzer nicht mehr zu sehen bekommt. Ebenfalls beliebt sind Passwort-Manager wie LastPass oder KeePass: Damit müssen sich Nutzer nicht mehr auf jeder Webseite mit einem anderen Passwort einloggen, sondern nur noch mit einem zentralen Master-Passwort. NoScript hingegen kümmert sich darum, die Ausführungen von bestimmten Skripts zu stoppen, was die Sicherheit erhöhen kann. Insgesamt existieren unzählige Erweiterungen für jeden verbreiteten Browser. Hatten Sie schon einmal Gedanken wie: "Es wäre doch toll, wenn mein Browser dies könnte…"? Dann stehen die Chancen gut, dass es dafür ein Add-on gibt.

Probleme von Add-ons

Zweierlei Schwierigkeiten trüben den Umgang mit der Software: Einerseits sorgen etwa Werbeblocker dafür, dass Webseitenbetreiber Einnahmen durch das Einblenden von Werbung verlieren. Gerade auf Technik-Webseiten mit einem Leserstamm, der im Umgang mit Software versiert ist, gehen hier beträchtliche Einnahmen verloren. Ein anderes Problem ist die Sicherheit: Gerade bei Add-ons, die nicht aus den Shops der Browser-Entwickler kommen, weiß der Nutzer eigentlich nicht, was das Programm wirklich macht. Vielleicht schnüffelt es gerade Passwörter aus oder verwandelt das Notebook in einen Teil eines Bot-Netzwerks. Die Installation aus Quellen dieser Art ist daher immer riskant.

Der Ressourcenbedarf von Add-Ons

Gerade bei der Installation einer großen Anzahl von Add-ons kann es dazu kommen, dass das jeweilige Gerät bei der Nutzung des Browsers deutlich mehr arbeiten muss. Bei Notebooks beispielsweise führt dies zu einer geringeren Akkulaufzeit. Zudem kann es gerade bei älterer Hardware passieren, dass einfach zu viel Performance verlorengeht. Falls das Browsen lahmt, sollten "Vielinstallierer" daher nachschauen, ob nicht einige Add-ons wieder über Bord gehen dürfen.

Tipp: Browser, die auf derselben Plattform basieren – wie etwa Chrome und Opera, deren gemeinsame Basis Chromium ist –, können auch Add-ons untereinander tauschen. So wächst die Menge der verfügbaren Erweiterungen um ein Vielfaches.

News zum Thema
  • Internetsperre
    Sicherheit

    Datenschutz: Facebook bastelt an Einstellungen – Neues Firefox-Add-on

    Die Datenschutz-Einstellungen sollen sich bei Facebook künftig leichter verwalten lassen. Außerdem soll es möglich sein, Daten und Inhalte einfacher an andere Dienste übermitteln zu lassen. Als weitere Schutzmaßnahme für User steht zudem eine neue Erweiterung für den Browser Firefox zur Verfügung.

    weiter
Top