Kupferleitung© demarco / Fotolia.com

ADSL: Internet übers Kupferkabel

ADSL, SDSL, VDSL, RADSL, HDSL – viele Abkürzungen, die alle mit der Internetübertragung über die Telefonleitung zu tun haben. Hier soll es um ADSL gehen, denn diese Anschlussvariante meinen wir im Allgemeinen, wenn wir von DSL sprechen.

ADSL ist die am weitesten verbreitete Art des DSL-Zugangs und die meisten von uns, die einen DSL-Anschluss haben, werden einen ADSL-Anschluss ihr Eigen nennen. ADSL steht für Asymmetric Digital Subscriber Line, also einen asymmetrischen Teilnehmeranschluss. Asymmetrisch bezieht sich in diesem Zusammenhang auf die Ungleichheit im Upload und Download. Auch das kennen wir vermutlich vom eigenen Internetzugang. Der Download ist in der Regel deutlich schneller als der Upload; wenn wir etwas aus dem Netz herunterladen, geht das viel schneller, als wenn wir selbst etwas hochladen, beispielsweise ein Fotoalbum in der Cloud erstellen.

Wie schnell ist ADSL?

ADSL selbst kommt auf acht Mbit/s, dank der Weiterentwicklungen ADSL2 und ADSL2+ werden heute in Deutschland DSL-Zugänge mit bis zu 16 Mbit/s realisiert, auch wenn theoretisch noch etwas mehr möglich wäre. Ist ein DSL-Anschluss im Download schneller, basiert er auf VDSL oder VDSL-Vectoring. Dann ist auch der Upload schneller, obgleich der Unterschied zwischen Up- und Download bestehen bleibt.

Es geht auch anders, dann spricht man von SDSL, das "S" steht für symmetrisch. Up- und Download sind in diesem Fall gleich schnell. SDSL wird aber an normalen Privatkundenanschlüssen nicht eingesetzt. Wer Wert auf einen schnellen Upload legt, muss sich bei Tarifen umsehen, die auch im Download entsprechend leistungsfähig sind. Sprich: Glasfaser, Kabelinternet oder eben VDSL sind hier gefragt. Damit kommt man auch im Upload auf 40 oder 50 Mbit/s, die schnellen Anschlüsse sind aber nicht überall verfügbar und kosten natürlich auch mehr.

Vorteile von VDSL gegenüber ADSL

ADSL reicht für einen großen Teil der Nutzer auch heute noch aus, angesichts des rasanten Zuwachses an internet-basierten Anwendungen und Datendiensten macht es aber durchaus Sinn, schon jetzt auf VDSL zu setzen, wenn man die Wahl hat. Während ADSL komplett über Kupferkabel läuft, wird bei VDSL nur das letzte Stück der Strecke zum Verbraucher mit Kupfer realisiert und bis zum Verteilerkasten bereits Glasfaser eingesetzt. Kommt dann noch Vectoring für die "letzte Meile" über Kupfer zum Einsatz, beschleunigt das die Datenübertragung noch weiter. Außerdem ist die Verbindung stabiler. So ist es dann auch kein Problem mehr, wenn mehrere Personen gleichzeitig die Datenverbindung nutzen. Auch leistungsfähige Triple-Play-Produkte machen mit einem schnellen Kabelinternet- oder VDSL-Anschluss mehr Spaß.

News zum Thema
  • DSL Geschwindigkeit
    Statistik

    Deutschland holt beim Breitband auf

    In Sachen Breitband macht Deutschland Fortschritte und rückt langsam in die Spitzengruppe der EU-Länder vor, meldet der Bitkom. In über 90 Prozent der Haushalte ist ein Internetanschluss mit mindestens sechs Mbit/s möglich.

    weiter
  • Vernetzung
    Mit Abstrichen

    OVH: Festnetz-Flat ab 1,20 Euro monatlich

    Der VoIP-Anbieter OVH hat eine Option für kostenlose Festnetzgespräche. Wenn man einige Konditionen beachtet, bekommt man für monatlich 1,20 Euro eine Festnetz-Flat ins deutsche und in ausländische Netze. Dazu braucht man eine Internetleitung mit ADSL.

    weiter
Top