iPhone Reparatur© i12 GmbH/ Thomas Liebau

ARM-Prozessoren stecken in fast jedem Smartphone

In fast jedem Smartphone oder Tablet befindet sich ein Prozessor, dessen Grundlage die Architektur bzw. das Design von ARM ist. Bei den Computern ist dagegen Intel federführend. Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden Branchen-Riesen?

Geräte wie Laptops, Smartphones und Tablets haben eine Sache gemeinsam: Sie benötigen ein Gehirn, eine zentrale Steuerung. Diese Aufgabe übernimmt der Prozessor, der für die Ausführung verschiedenster Befehle zuständig ist. Wäre keine solche CPU (central processing unit) an Bord, würde heute kein Handy so arbeiten, wie wir es kennen.

Die meisten Prozessoren, die wir heute in elektronischen Geräten finden, basieren auf der Architektur von ARM. Das Unternehmen wurde am 5. Dezember 1978 als Acorn gegründet und entwirft bis heute Prozessoren-Designs.

ARM-Prozessoren gelten als sparsam

Größter Konkurrent ist Intel mit seinen Prozessoren; die beiden Firmen sind die größten Vertreter in der Branche. Beide Unternehmen beziehungsweise Chips haben zwar die gleiche Arbeitsweise, doch trotzdem unterscheiden sie sich und konzentrieren sich auf einen jeweils anderen Bereich. Einen ARM-Prozessor zeichnet zum Beispiel aus, dass er besonders stromsparend arbeitet und somit vorrangig in mobilen Geräten zum Einsatz kommt. Smartphones sind das beste Beispiel dafür, denn alle großen Namen wie Apple, Samsung und Huawei verwenden die Architektur von ARM für ihre Prozessoren.

Unterschiede zwischen ARM-Prozessor und Intel-CPU

Während ARM-Prozessoren also im mobilen Bereich sehr verbreitet sind, hat Intel seine Chips vor allem in Computern verbaut, also dort, wo die Leistung Vorrang hat und der Stromverbrauch die zweite Rolle spielt. Auch Hybridgeräte, die sehr viel Leistung bringen sollen, haben bisweilen Intel-Prozessoren an Bord. Hierzu gehören auch die Surface-Tablets von Microsoft. Handys, Tablets und Co. sollen zwar auch schnell arbeiten, doch aufgrund des Akkubetriebs spielt die Laufzeit eine größere Rolle. Und da die CPUs von ARM eben weniger Energie verbrauchen, findet man sie vorwiegend in diesen Geräten. Heutzutage laufen aber auch Drucker, Kameras und Haushaltsgeräte mit Prozessoren, die auf der Architektur von ARM aufsetzen (manchmal sogar gleich mehrere auf einmal).

ARM liefert die Grundlage für viele Prozessoren

Der zweite große Unterschied zu Intel ist, dass ARM selbst keine Prozessoren baut. Das Unternehmen ist für die Entwicklung zuständig und verkauft dann die Pläne in Form von Lizenzen weiter. Abnehmer sind natürlich Chipproduzenten, von denen es gleich eine ganze Armada gibt. Mehrere Hundert sollen es sein, darunter sind unter anderem Samsung, Apple, Sony, Qualcomm, Nvidia und Texas Instruments zu finden. Sie holen sich quasi die Baupläne (also eine Lizenz) und fertigen dann mit der erworbenen Grundlage ihre Prozessoren. Diese werden aber nicht als ARM-Prozessoren vermarktet, sondern es kommen eigene Namen zum Einsatz. Samsung nennt seine CPUs "Exynos", bei Qualcomm heißen sie "Snapdragon". Kauft man ein Smartphone, kann man heute fast sicher sein, dass der enthaltene Prozessor auf dem Design von ARM basiert!

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