Virtual reality© Syda Productions / Fotolia.com

Augmented Reality: Virtuelle Erweiterung der Realität

Augmented Reality ist eine Methode, die Realität mit digitalen Informationen anzureichern. Ein Beispiel wäre eine Brille, die die aktuelle Wetterlage ins Blickfeld legt oder auch virtuelle Gegenstände, die eigentlich nicht existieren, in einem Raum anzeigt. Aber wer braucht diese Technik und wie steht es um die Zukunftsaussichten?

Was ist Augmented Reality (AR)?

AR-Anwendungen und -Geräte sind ein Schritt in eine virtuell erweiterte Realität. Denkbar ist beispielsweise ein Smartphone, das mit seiner Kamera das aktuelle Blickfeld präsentiert. Darin integriert könnte beispielsweise ein Objekt aus einem Spiel sein – wie vielleicht zwei Roboter, die gegeneinander kämpfen. Auch abseits der Entertainment-Branche kann die Augmented-Reality-Technik spannende Einsatzbereiche eröffnen. Inzwischen existieren auch Brillen, allen voran die Mixed-Reality-Brillen für Windows 10, welche diese Technik auf dem Kopf tragbar machen. Nicht zu verwechseln ist AR mit Virtual Reality: Die Realität wird nicht durch eine komplett neue 3D-Umgebung ersetzt, sondern nur erweitert, sie kombiniert Reales und Virtuelles. Ein bekanntes Beispiel aus den letzten Jahren ist etwa das Spiel Pokémon Go.

Einsatzgebiete von Augmented-Reality-Anwendungen

Schon heute gibt es viele Einsatzgebiete für Augmented Reality. Dazu einige Beispiele: Navigations-Apps projizieren den Weg, den Sie gehen müssen, direkt in das Blickfeld der Smartphone-Kamera. Wenn Sie die Kamera eines Handys in die Nähe eines Gemäldes in einem Museum bringen, blendet das Smartphone dazu passende Informationen ein. Bei einem Städtebummel könnten Sie zerstörte oder teilzerstörte Gebäude wie das Kolosseum in Rom komplett wieder auferstehen lassen und die wahre Größe von Prachtbauten immerhin auf einem Display noch einmal zu sehen bekommen. Halten Sie die Kamera auf einen Text in einer fremden Sprache, übersetzt das Gerät in Echtzeit in eine Sprache Ihrer Wahl – und diese Liste ließe sich noch deutlich länger fortsetzen.

Aktuelle Probleme von AR-Anwendungen

Momentan gibt es ein größere Probleme mit Augmented Reality vor allem auf Hardwareebene: Da die genannten Einsatzbeispiele sehr rechenintensiv sind, werden Smartphones oder Tablets schnell an ihre Kapazitätsgrenzen gebracht. Die Akkus sind mit der aktuellen Technik nicht darauf ausgelegt, über mehrere Stunden im AR-Betrieb zu sein. Der Einsatz von erweiterter Realität ist daher in seiner Dauer beschränkt. Aufgrund der physikalischen Eigenschaften von Akkus ist auch nicht davon auszugehen, dass dieses Problem innerhalb kürzerer Zeit beseitigt wird. Weitere Probleme entstehen auch bei der Einbindung von Geometrie in die AR-Szene, sprich von dreidimensionalen Objekten: Augmented Reality funktioniert nur dann zuverlässig, wenn die Geometriedaten aktuell sind. Das wiederum erfordert konstante Downloads und führt damit – zumindest unterwegs – zu einem schnellen Verbrauch von Datenvolumen.

Augmented Reality in der Zukunft

Vor allem im unternehmerischen und industriellen Umfeld können Augmented-Reality-Verfahren enorm praktisch sein. Denkbar ist etwa ein Architekt, der an einem Modell eines Hauses auf seinem Computer arbeitet. Zusammen mit einem Smartphone oder einer Brille könnte sich die Person ein fertiges Modell als dreidimensionales Gebilde direkt vor seinen Augen anschauen. Der 3D-Druck oder andere Verfahren würden damit entfallen. Auch Privatpersonen profitieren davon: Vor dem Kauf eines Möbelstücks könnten sich Interessenten einen Schrank direkt in die eigene Wohnung stellen und sich das gute Stück ansehen. Das Potenzial der Augmented Reality ist gewaltig – und wird in den kommenden Jahren dank günstiger Brillen und besserer AR-Apps noch deutlich wachsen.

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